Vitamin-D-Mangel bei Kindern

Gefährlicher Vitamin-D-Mangel bei Kleinkindern

Durch Vitamin-D-Mangel bei Kindern kommt es zur gravierenden Erkrankung Rachitis. Besonders in den ersten Lebensmonaten besteht ein erhöhter Vitamin-D-Bedarf bei Kindern.Bei ausreichender UV-Licht-Zufuhr, die der Körper für die Produktion von Vitamin D benötigt, reichen zusätzlich fünf Mikrogramm Vitamin D. Diese Dosis genügt, um den Vitamin-D-Mangel bei Kindern ab dem ersten Lebensjahr und Erwachsenen bis zum 65. Lebensjahr zu vermeiden.

Vitamin-D-Mangel bei Kindern

 

Vitamin-D-Mangel bei Kindern

Hingegen bei Kindern unter einem Jahr besteht ein erhöhter Bedarf, um gesunde Knochen zu bilden. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde empfiehlt täglich eine Vitamin-D-Tablette von zehn bis 12,5 Mikrogramm zu verabreichen. Diese Dosis gilt für die Zeit vom Ende der ersten Lebenswoche bis zur Vollendung des ersten Lebensjahrs. Die Empfehlung besteht unabhängig von der Vitamin-D-Zufuhr durch UV-Licht oder Muttermilch. In den Wintermonaten des zweiten Lebensjahrs führen Eltern die Prophylaxe fort.

 

Wie stellen Ärzte einen Vitamin-D-Mangel bei Kindern fest?

Den Vitamin-D-Mangel bei Kindern diagnostizieren Ärzte, indem sie das Blut untersuchen. Als Richtwerte legen sie folgende Konzentrationen an:

  • Bei einem Wert unter 12,5 Nanomol pro Liter liegt ein schwerer Vitamin-D-Mangel vor, der in der Regel mit einer Rachitis einhergeht.
  • Zwischen 12,5 und 25 Nanomol pro Liter besteht ein moderater Vitamin-D-Mangel, der sich auf den Knochenstoffwechsel auswirkt.
  • Zwischen 25 bis 50 oder 75 Nanomol pro Liter liegt eine suboptimale Vitamin-D-Versorgung vor, die sich möglicherweise auf den Knochenstoffwechsel auswirkt.

Intensive und kurzzeitige Sonnenbestrahlung wie Sonnenbrände in der Kindheit erweisen sich als gesundheitsschädlich und fördern unter Umständen Hautkrebs. Hingegen langfristige und weniger intensive Sonnenbestrahlung fördert die Gesundheit und sorgt für einen ausgeglichenen Vitamin-D-Haushalt.

weiterlesen:  Vitamin-D bei Kindern

 

Rachitis bei Kindern mit Vitamin-D-Mangel

Entsteht genügend Vitamin D im Organismus, kommt es zum Einbau von Kalziumphosphat in den Knochen. Die Mineralverbindung stabilisiert die Knochen. Verkalkt das Knochengewebe hingegen mangelhaft erzeugt durch einen Vitamin-D-Mangel bei Kindern, kommt es zur Rachitis. Mediziner beschrieben diese Erkrankung der Knochen bereits im 17. Jahrhundert. Zu ihren Symptomen zählen:

  • das Erweichen der Knochen,
  • Verbiegen der Beinknochen,
  • Verkrümmen der Wirbelsäule,
  • Muskulatur-Verkrampfungen,
  • Muskelschwäche und ein
  • aufgebogener Brustkorb.

Außerdem flacht der Hinterkopf ab und der Schädel erweicht sich dort, wobei der Stirnbereich sich nach vorne wölbt.

Weitere Anzeichen bieten ein verspäteter Zahndurchbruch, Zahnschmelzdefekte, Karies, geschwollene Gelenke, schlaffe Bauchmuskulatur, verzögerte motorische Entwicklung, Infektions-Anfälligkeit und Verstopfungen. Bei stark deformiertem Brustkorb schränkt das unter Umständen die Lungenfunktion ein oder führt zu Erkrankungen der Bronchien.

Besteht die Rachitis aufgrund von Vitamin-D-Mangel bei Kindern durch die Ernährung, treten auch Eisenmangel und Blutarmut auf. Die Beschwerden zeigen sich ab dem dritten Lebensmonat mit

  • schlechter Stimmungslage,
  • Schreckhaftigkeit,
  • Unruhe,
  • Muskelschlaffheit,
  • begrenzter Beweglichkeit und
  • Schwitzen am Hinterkopf.

 

Diagnose und Therapie von Rachitis nach Vitamin-D-Mangel bei Kindern

Der Kinder- und Jugendarzt stellt die Diagnose aufgrund der Röntgenaufnahme des Handgelenks und der Messung des Vitamin-D-, Phosphat- und Kalziumwertes. Außerdem führt er eine alkalische Phosphatase durch. Anschließend erfolgt eine Differenzial-Diagnose, um festzustellen, ob die Ursache im genetisch bedingten Vitamin-D-Mangel liegt. Bei der Rachitis Typ 1 bildet der Körper kein Calcitriol. Bei der Rachitis Typ 2 nehmen der Darm und das Skelett kein Calcitriol auf. Ein Phosphatmangel, den eine Nierenerkrankung oder eine Phosphatdiabetes verursacht, bedingt die Rachitis unter Umständen auch.

Bei einer Rachitis durch Vitamin-D-Mangel bei Kindern geht der Arzt folgendermaßen vor:

  • Tritt die Erkrankung in den ersten vier Lebenswochen auf, gibt er täglich 1.000 Internationale Einheiten Vitamin D. Zusätzlich bekommt das Kind 40 bis 80 Mikrogramm Kalzium für jedes Kilo Körpergewicht.
  • Zwischen der vierten Lebenswoche und dem vollendeten ersten Lebensjahr verabreicht der Arzt 3.000 Internationale Einheiten Vitamin D. Ergänzend gibt er 40 bis 80 Mikrogramm Kalzium pro Kilo Körpergewicht täglich.
  • Nach zwölf Wochen führt der Arzt die Prophylaxe von 500 Internationalen Einheiten Vitamin D bis zum vollendeten ersten Lebensjahr fort.
  • Eine Rachitis nach dem ersten Lebensjahr therapiert er mit 5.000 Internationalen Einheiten sowie 40 bis 80 Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht.
  • Anschließend genügt ausreichende Sonnenbestrahlung und Kalzium-Zufuhr über die Nahrung.
  • Bei ungenügender Sonnenbestrahlung bleibt die prophylaktische Vitamin-D-Dosis von 500 Internationalen Einheiten bestehen.

In vielen Fällen verschwinden die Beschwerden und normalisieren sich die Laborwerte in sechs bis zwölf Wochen. Erkennt und behandelt der Arzt die Rachitis frühzeitig, heilen Fehlstellungen und Achsen-Verschiebungen in einem Jahr aus.

Vitamin-D-Mangel bei Kindern löst unter Umständen die gefährliche Kinderkrankheit Rachitis aus. Zur Vorbeugung geben Eltern ihrem Kind im ersten Lebensjahr täglich eine Vitamin-D-Tablette.

 

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

 Lizenzen und Literatur:

© detailblick – Fotolia.com

http://www.kinderaerzte-im-netz.de/altersgruppen/das-erste-jahr/richtige-ernaehrung/vitamin-d-mangel-rachitisprohylaxe/


 

 


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