Vitamin D Überdosis – Nebenwirkungen bis Vergiftungen

Das Vitamin D wird von dem Körper in Calcidiol umgewandelt und anschließend bis zu 29 Tage „gespeichert“. Um eine Überdosierung zu diagnostizieren wird mit Hilfe einer Blutuntersuchung der Serumspiegel des Calcidiols gemessen.

Vitamin D Mangel Symptome

Symptome ausgleichen

Diagnose einer Vitamin D Überdosierung

Der Serumspiegel liegt bei gesunden Menschen zwischen 32 bis 70 ng/mL. Der Serumspiegel bei einer Überdosierung kann bis zu ein 15-faches höher sein. Die Feststellung eines erhöhten Vitamin-D-Gehaltes führt zu einer unverzüglichen Reduzierung oder einem kompletten Absetzen der Zusatzpräparate. Sind Nebenwirkungen oder Folgeschäden aufgetreten, wird mit einer Gegenbehandlung begonnen.

Nebenwirkungen und Folgen

Der erhöhte Kalziumgehalt (Hyperkalzämie) kann zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen. Symptome, die den Magen und Darm betreffen (Gastrointestinal) sind zum Beispiel Erbrechen, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Erfolgte bei gastrointesstinale Symptomen keine Behandlung, breiten sich die Nebenwirkungen weiter aus.

Eine übermäßige Produktion von Urin (Polyurie) führt zu einem beständigen Durstgefühl, Juckreiz, Nervosität und einer anhaltenden Schwäche. Die schwerwiegendste Nebenwirkung ist das komplette Versagen der Nieren, was dazu führt, dass der Körper sich selbst nicht mehr von Giftstoffen befreien kann.

Nebenwirkungen einer kurzfristigen Überdosierung

  • Erbrechen
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • starker Durst
  • Appetitlosigkeit
  • Herzrhythmusstörungen

Dauerhafte Vitamin D Überdosierung

Eine dauerhafte überhöhte Einnahme von Vitamin D kann des Weiteren zu ischämischen Herzerkrankung führen. Ein stark erhöhter Kalziumgehalt führt dazu, dass sich der Gehalt von Kortikosteroiden und Bisphosphonate im Blut verringert. Diese Verringerung begünstigt wiederum die Schädigung von lebenswichtigen Organen wie das Herz oder die Nieren.

Die natürlichen, in jedem Körper zu findenden Abwehrzellen (Killerzellen) verringern sich bei einer Überdosierung über einen längeren Zeitraum. Die Folge ist, dass Infektionen nachweislich häufiger auftreten. Bei Kindern zum Beispiel steigt das Risiko an Rachitis zu erkranken um 13 Mal, auch bei Kindern, die im Vorfeld keine ähnlichen Vorerkrankungen aufwiesen.

Die T-Zellen sind für das menschliche Immunsystem sehr wichtig und werden durch einen hohen Vitamin-D-Gehalt unterdrückt. Dieses Unterdrücken der T-Zellen führt wiederum zu einer Schwächung der Immunabwehr.

Die Schwächung der Immunabwehr begünstigt ein Entstehen von entzündlichen Erkrankungen, Osteoporose, Krebserkrankungen, Leukämie und Autoimmunerkrankungen.

veröffentlicht von: Anna Nilsson,