Burn-out und Vitamin-D-Mangel

Der Zusammenhang von Burn-out Erschöpfung und Vitamin-D

Ein chronischer oder extremer Vitamin-D-Mangel führt bei vielen Menschen zu Depressionen oder Burn-out. Auch wenn den Erkrankungen häufig psychische Ursachen zugrunde liegen, ist ein Zusammenhang zwischen einem Burn-out und Vitamin-D-Mangel wahrscheinlich. An Burn-out erkrankte Menschen arbeiten viel und das geschieht in der Regel in geschlossenen Räumen. Da der Körper Vitamin D hauptsächlich mithilfe der Einstrahlung der Sonne bildet, sind viel arbeitende Menschen mit wenig Freizeit besonders gefährdet, einen Mangel des Vitamins zu entwickeln.

Eine Frau mit Mangelerscheinungen

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Wer viel arbeitet, hält sich weniger im Freien auf

Vitamin D enthalten zwar auch einige Lebensmittel. Mit ihnen lässt sich der tägliche Vitamin-D-Bedarf des Menschen jedoch nicht decken. Notwendig ist dazu die Strahlung der Sonne. Mit ihrer Hilfe bildet die Haut das Vitamin D. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte, sich täglich mindestens 20 Minuten lang mit unbedeckten Händen und Armen in der Sonne aufzuhalten.

Abgesehen davon, dass es in den gemäßigten Klimazonen während der Wintermonate nicht möglich ist, den täglichen Bedarf an Vitamin D allein durch die Sonne zu decken, fehlt viel arbeitenden Menschen häufig die Zeit, sich täglich für längere Zeit im Freien aufzuhalten. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Betroffene von Burn-out an Vitamin-D-Mangel leiden. Zwar speichert der Körper einmal aufgenommenes Vitamin für mehrere Monate, für einen dauerhaft stabilen Vitamin-D-Spiegel reicht dies jedoch nicht aus.

 

Gemeinsame Symptome von Burn-out und Vitamin-D-Mangel

Die Symptome des Vitamin-D-Mangels bewegen sich in verschiedenen Stadien. Bereits bei einem leichten Mangel weisen einige Betroffene Antriebs-Störungen auf, fühlen sich müde, lustlos und leiden an depressiven Verstimmungen. Hinzu kommen Konzentrations-Schwierigkeiten, Nervosität und Schlafstörungen. Zudem sind Betroffene leicht reizbar. Sie haben Kopfschmerzen und Schmerzen in verschiedenen Teilen des Bewegungsapparats.

Herz-Kreislauf-Probleme, Muskelschwäche, Gliederschmerzen, Schwindel und Blutdruck-Probleme sind ebenfalls Symptome für einen Vitamin-D-Mangel. Im chronischen Stadium fühlen sich Betroffene extrem antriebslos und abgeschlagen. Eine Veränderung der Persönlichkeit lässt sich feststellen.

Die Symptome für einen Vitamin-D-Mangel und Burn-out weisen einige Ähnlichkeiten auf. Typische Burn-out-Symptome, die denen des Vitamin-D-Mangels gleichen, sind:

  • ständige Müdigkeit tagsüber,
  • Schlafstörungen,
  • Antriebslosigkeit,
  • Konzentrations-Schwierigkeiten,
  • Stimmungs-Schwankungen,
  • Aggressivität,
  • Nervosität,
  • Schwindelgefühle,
  • Herz- und Kreislaufprobleme,
  • Kopfschmerzen,
  • Rückenschmerzen,
  • Magen-Darm-Beschwerden

 

Diese bei einem Burn-out auftretenden Beschwerden sind denen bei Vitamin-D-Mangel sehr ähnlich, was auf einen Zusammenhang schließen lässt. Weitere psychologische und soziale Symptome sind beispielsweise Frustration, das Gefühl zu versagen, Überforderung, Gleichgültigkeit, Depersonalisation und Probleme mit dem sozialen Umfeld.

 

Bedeutung von Vitamin D für die psychische Gesundheit

Auf einen Zusammenhang von Vitamin-D-Mangel und Burn-out deuten beispielsweise die sogenannten Winter-Depressionen hin, die möglicherweise die Vorstufe eines Burn-outs darstellen. Depressionen, die ein Vitamin-D-Mangel mit verursacht, finden deshalb häufig im Winter statt, weil es während der dunklen Jahreszeiten schwer möglich ist, den Tagesbedarf an Vitamin D auf natürliche Weise zu decken. In vielen Fällen bleibt dieser Zusammenhang jedoch lange unentdeckt.

Eine Studie, die Wissenschaftler der Universität Kalifornien, der medizinischen Fakultät der Universität San Diego und der medizinischen Fakultät der Creighton-Universität in Omaha durchführten, belegt, dass 90 Prozent der Bevölkerung unter einem Vitamin-D-Mangel leidet.

 

Ursache dafür sind zum einen die sonnenarmen Wintermonate in den gemäßigten Klimazonen, zum anderen sind es die modernen Lebensgewohnheiten. Diese beinhalten das Leben und Arbeiten hauptsächlich in geschlossenen Räumen. Gemeinsam mit stressigen Arbeitsbedingungen führt dies zu einem steigenden Vorkommen von Depressionen und Burn-out-Erkrankungen.  Durch eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr ist es möglich, nicht nur psychischen Erkrankungen wie Burn-out und Depressionen, sondern auch physischen Erkrankungen vorzubeugen. Dazu gehören beispielsweise Krebserkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose oder multiple Sklerose.

 

Bei Burn-out zusätzlich mit Vitamin D behandeln

Bei einer Burn-out-Erkrankung oder dem Verdacht darauf ist es ratsam, zunächst den Vitamin-D-Spiegel untersuchen zu lassen, bevor Betroffene über eine Einnahme von Psychopharmaka nachdenken. Der Zusammenhang zwischen Burn-out und Vitamin-D-Mangel legt die Vermutung nahe, dass ein solcher Mangel vorliegt.

Im normalen Bereich liegt der Vitamin-D-Spiegel bei 20 bis 30 Nanogramm je Milliliter. Optimal wäre ein Wert von 50 Nanogramm je Milliliter. Bei Personen ohne einen Vitamin-D-Mangel beträgt der tägliche Bedarf zwischen 1.000 und 2.000 internationale Einheiten bei Erwachsenen und 400 bis 1.000 internationale Einheiten bei Kindern.

Liegt ein Mangel beispielsweise in Verbindung mit einem Burn-out vor, bestimmt der Arzt die individuelle Dosis. Bis zu einer Menge von 10.000 internationalen Einheiten ist die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten unbedenklich. Frei verkäuflich sind Präparate mit einer Dosis von 1.000 internationalen Einheiten, was bei einem Mangel jedoch nicht ausreicht. Daher ist eine Absprache mit dem Arzt vor der Einnahme sinnvoll.

 

 

⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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