Vitamin D bei Schilddrüsenunterfunktion

Wie wirkt Vitamin D bei einer Hypothyreose?

Einfluss von Calciol auf die Schilddrüse

Leiden die Patienten an einer Fehlfunktion der Schilddrüse, treten charakteristische Symptome auf. Bei einer Unterfunktion bemerken die Betroffenen beispielsweise eine Gewichtszunahme und Müdigkeit. Um die Krankheitsanzeichen abzumildern, eignet sich Vitamin D bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Das Cholecalciferol beeinflusst die Aktivität der Schilddrüsenhormone positiv. Dadurch verbessern sich die Stoffwechselprozesse innerhalb des Organs. Durch die Einnahme von Vitamin-D3-Supplementen beugen die Verbraucher einer Schilddrüsenfehlfunktion vor.

Speziell bei einem starken Mangel an Calciol steht eine Anfangstherapie im Vordergrund. Bei dieser nehmen die Patienten hoch dosiertes Vitamin D3 zu sich. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, geschieht das besser unter ärztlicher Aufsicht. Auf die Weise gelingt es den Behandlungswilligen, ihre Schilddrüsenwerte unter Kontrolle zu halten.

Vitamin D Mangel bei Schildrüsenunterfunktion

Schildrüsen-Untersuchung Urheber: alexraths / 123RF.com

 

Vitamin D bei Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion verringert sich die Arbeit der Schilddrüse. Die Ärzte sprechen in dem Fall von einer Hypothyreose. Durch die geringe Tätigkeit des Organs kommt es im Organismus zu einem Mangel an den wichtigen Schilddrüsenhormonen. Diese nehmen beispielsweise Einfluss auf die psychische Gesundheit der Patienten. Eine leichte Fehlfunktion der Schilddrüse regulieren die Betroffenen mit der Einnahme von Cholecalciferol-Präparaten. Konsumieren sie Vitamin D bei einer Schilddrüsenunterfunktion, aktiviert das Calciol die Hormone innerhalb des Organs.

In der Folge befinden sich im Körper der Patienten ausreichend Schilddrüsenhormone, sodass die Fehlfunktion abklingt. Eine Vitamin-D3-Therapie führen sie unter Aufsicht ihres Hausarztes durch. Dadurch beugen sie eine Fehldosierung des Cholecalciferols vor.

 

Was ist eine Hypothyreose?

Der Begriff Hypothyreose bezeichnet eine mangelhafte Versorgung des Organismus mit den Schilddrüsenhormonen. Dazu gehören vorwiegend das Thyroxin und das Trijodthyronin. Abgekürzt heißen sie T4 und T3. Die Mangelerscheinung resultiert in der Regel aus einer Unterfunktion der Schilddrüse. Das bedeutet, der Stoffwechsel verlangsamt sich im Organismus der Betroffenen. Dadurch entsteht eine verringerte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Die Patienten bemerken eine zunehmende Abgeschlagenheit. Die Mediziner diagnostizieren die gesundheitliche Komplikation nach einer Blutuntersuchung.

Um eine Hypothyreose zu erkennen, achten die Ärzte auf den Thyreotropin-Spiegel der Patienten. Die Referenzbereiche veröffentlichten O. Okosieme et al. in einer 2015 publizierten Studie. Sie trägt den Titel: „Management of primary hypothyroidism: statement by the British Thyroid Association Executive Committee“. Um die Unterfunktion der Schilddrüse zu behandeln, erhalten die Betroffenen Tabletten, in denen sich beispielsweise das T4 befindet. Des Weiteren eignet sich die Einnahme von Vitamin D bei einer Schilddrüsenunterfunktion.

 

Warum hilft Vitamin D bei der Schilddrüsenunterfunktion?

Das Cholecalciferol nimmt auf die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers einen starken Einfluss. Es sorgt für die Aktivierung verschiedener Proteine und Hormone. Dazu gehören die Schilddrüsenhormone. Aus dem Grund bewährt sich die Einnahme von Calciol-Supplementen als prophylaktische Maßnahme, um eine Fehlfunktion der Schilddrüse zu verhindern. Leiden die Patienten an einer Hypothyreose, erzielen sie durch das Cholecalciferol bessere Blutwerte. Vor der Behandlung mit Vitamin D bei einer Schilddrüsenunterfunktion, halten die Verbraucher Absprache mit ihrem behandelnden Arzt.

Eine überhöhte Dosierung des Calciols führt unter Umständen zu einer Vitamin-D3-Vergiftung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass sich die Unterfunktion der Schilddrüse zu einer Überfunktion entwickelt. Kommt es zur Aktivierung übermäßig vieler Schilddrüsenhormone, beschleunigt sich der Stoffwechsel innerhalb des Organs. Der medizinische Fachbegriff lautet Hyperthyreose. Sie erhöht das Risiko, an folgenden Komplikationen zu leiden:

  • Nervosität,
  • Palpitation (Herzklopfen),
  • Vorhofflimmern,
  • Herzinsuffizienz
  • und Durchblutungsstörungen des Herzens.

 

Die Folgen der Hyperthyreose untersuchte Christine Baumgartner in der Studie: “ Subclinical hypothyroidism: summary of evidence in 2014″. Ihre Publikation erfolgte am 23. Dezember 2014. Oftmals geht eine Schilddrüsenfehlfunktion mit einer Entzündung einher. Die Erkrankung bezeichnen die Mediziner als Thyreoiditis. Durch die Zufuhr von Cholecalciferol-Präparaten stärken die Verbraucher ihr Immunsystem. Auf die Weise beugen sie der chronischen Schilddrüsenentzündung vor.

 

Wie wirkt Vitamin D bei der Schilddrüsenunterfunktion?

Das Vitamin D3 sorgt im menschlichen Organismus für die Aktivierung der Schilddrüsenhormone. Durch den Einfluss des Cholecalciferols produziert das Organ vermehrt Thyroxin und Trijodthyronin. Beide Hormone beeinflussen die psychische Gesundheit der Patienten. Beispielsweise führt ein Mangel der Stoffe zu depressiven Verstimmungen. Durch die Einnahme von Vitamin D bei einer Schilddrüsenunterfunktion wirkt sich das Calciol gleichermaßen auf die Zytokine aus. Es verhindert deren Bildung und schützt die Schilddrüse damit vor entzündlichen Prozessen.

Das Vitamin D3 nehmen die Patienten über Supplemente auf. Gleichermaßen bewährt es sich, die körpereigene Synthese des Cholecalciferols unter Einfluss der Sonnenstrahlen zu gewährleisten. Dafür gönnen sich die Betroffenen beispielsweise ein Sonnenbad, bei dem sie auf Sonnencreme verzichten. Diese blockt die wichtigen UV-B-Strahlen ab, sodass keine Synthese stattfindet. Um Vitamin D bei einer Schilddrüsenunterfunktion eigenständig zu produzieren, bedecken die Sonnenbadenden ihren Körper mit wenig Stoff.

 

Die Ernährung kann die Hypothyreose abmildern

Leiden die Patienten an einer Unterfunktion der Schilddrüse, sorgt die richtige Ernährung für eine Verbesserung der Blutwerte. Vorwiegend lohnt es sich, Lebensmittel, die Cholecalciferol enthalten, zu konsumieren. Dazu zählen beispielsweise Fettfische wie Lachs oder Forelle. Ebenso befindet sich das Vitamin D3 in Milchprodukten, Hühnereiern oder Leber. Mit der Calciol-Aufnahme über die Nahrung decken die Verbraucher ihren Tagesbedarf nicht. Daher stellt eine Vitamin-D-reiche Kost nur eine zusätzliche Quelle für das Cholecalciferol dar.

 

Nehmen die Betroffenen einer Schilddrüsenunterfunktion Hormontabletten zu sich, konsumieren sie diese besser auf nüchternen Magen. Kalzium blockiert die Aufnahme der zugeführten Schilddrüsenhormone. Aus dem Grund verzichten die Patienten eine halbe Stunde nach dem Verzehr der Präparate auf Milchprodukte und Kaffee. Weiterhin befindet sich in den Tabletten Jod, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion benötigt. In der Regel benötigen Jugendliche und erwachsene Menschen einen Tagesbedarf von 200 Mikrogramm.

Jedoch gehört Deutschland zu den natürlichen Jodmangelländern. Das liegt daran, dass sich im Trinkwasser und im Boden kaum Jod befindet. In der Folge existiert der Stoff in den angebauten Nahrungsmitteln in geringen Mengen. Ein Vorteil besteht in der Tatsache, dass sich Jod vorrangig in Seefischen befindet. Zu ihnen gehören der Kabeljau, die Scholle und der Seelachs. Das bedeutet, mit einer jodreichen Ernährung nehmen die Nutzer in der Regel auch Vitamin D3 über die Nahrung auf.

 

Um eine Unterfunktion der Schilddrüse zu behandeln, eignet sich die Einnahme von Jod-Präparaten. Ebenso wie bei der Zufuhr von Vitamin-D3-Supplementen fragen die Verbraucher den Hausarzt um Rat. Eine Überdosierung des Jods führt unter Umständen ebenfalls zu einer Überfunktion der Schilddrüse.

 

weiterführend:

http://www.smw.ch/content/smw-2014-14058/

http://www.netdoktor.de/krankheiten/schilddruesenunterfunktion/ernaehrung/

 

 

 

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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