Vitamin D Mangel Diagnose und Ursachen

Vitamin D Mangel Diagnose zu den Ursachen der Mangelerkrankung

Licht und Sonne sind gut fürs Gemüt – und die Gesundheit. Denn Vitamin D wird in der Haut unter dem Einfluss von UVB-Strahlung gebildet. Mit der Nahrung nehmen wir zu wenig auf, sodass schnell ein Vitamin D Mangel auftritt. Wie wichtig dieses Vitamin ist zeigt unsere Hautfarbe. Als unsere Vor-Vorfahren aus Afrika nach Norden auswanderten, wurde die seltene helle Haut zum Selektionsvorteil. Denn diese kann mehr Vitamin D produzieren als dunkle. Vitamin D Mangel und eine Diagnose wie Osteoporose ist vorwiegend ein Phänomen nördlicher Breitengrade. Am Winterende lässt sich bei 60 Prozent aller Erwachsenen Vitamin D Mangel als Diagnose stellen. Das ist nicht nur schlecht für Knochen und Immunsystem, sondern erhöht das Risiko für Krebs.

Vitamin D Diagnose

Vitamin D Mangel Diagnose beim Arzt, Copyright: PongMoji, bigstockphoto

 

 

Vitamin D Mangel Diagnose: Welche Formen von Vitamin D gibt es?

Um eine Vitamin D Mangel Diagnose stellen zu können muss man die verschiedenen Formen von Vitamin D kennen, die der Körper aufnimmt, produziert und speichert.

80 bis 95 Prozent des notwendigen Vitamin D produziert die Haut unter UVB-Einstrahlung. Bei diesem und bei dem mit tierischen Produkten aufgenommenen Vitamin D handelt es sich um Vitamin D3 (Cholecalciferol). Mit pflanzlicher Nahrung wird dem Körper Vitamin D2 (Ergocalciferol) zugeführt. Normalerweise reicht diese Nahrungszufuhr kaum aus, um einen Vitamin D Mangel zu verhindern.

Die Umwandlung des Calciferols in 25-Hydroxy-Vitamin D (Calcidiol) findet in der Leber statt, wo es gespeichert und bei Bedarf an das Blut abgegeben wird.

Die Nieren überführen Calcidiol in die aktive Form Calcitriol, das als Hormon fungiert. Ähnlich wie ein Steroidhormon gelangt es nach Bindung an einen speziellen Rezeptor in den Zellkern, wo es die RNA-Synthese bestimmter Gene in Gang setzt.

Einen Überschuss speichert der Körper in Fett- und Muskelgewebe. Vitamin D ist fettlöslich und wird daher nicht wie wasserlösliche Vitamine über die Niere ausgeschieden. So legt der Körper im Sommer Reserven für den lichtarmen Winter an. Wird zu schnell zu viel verbraucht, kommt es zu Vitamin D Mangel.

 

Vitamin D Mangel Diagnose: Welche Funktionen hat Vitamin D?

Physiologisch wichtig ist die Vitamin D-gesteuerte Regulation der Kalzium-Aufnahme aus dem Dünndarm. Daher kann man eine Vitamin D Mangel Diagnose am Kalziummangel festmachen. Der Körper holt sich bei Vitamin D Mangel die fehlenden Kalziumionen aus den Knochen. Dadurch nimmt die Knochendichte ab (Osteoporose). Wichtig ist die Erkennung von Vitamin D Mangel in der Jugend. Denn versäumt man rechtzeitig den Vitamin D Mangel zu behandeln, führt das zu irreversiblen Deformationen und verringertem Längenwachstum der Knochen (Rachitis).

 

Vitamin D Mangel Ursachen

Was verursacht einen Vitamin D Mangel?

Wurde eine Vitamin D Mangel Diagnose gestellt, können folgende Ursachen zugrunde liegen:

  • Vitamin D Mangel durch zu wenig Sonneneinstrahlung
    • in den Wintermonaten
    • bei dunkler Hautfarbe
    • bei Bettlägrigen
    • bei Abdeckung der Hautpartien
    • bei Verwendung von Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor
  • Vitamin D Mangel durch zu wenig Vitamin D in der Nahrung
  • Vitamin D Mangel infolge Krankheiten
    • vor allem der Leber und der Nieren
  • Vitamin D Mangel durch gestörte Aufnahme im Darm

    • Gluten-Unverträglichkeit (Sprue, Zöliakie)
    • medikamentenbedingt.

 

Vitamin D Mangel Diagnose der Symptome und Mangelerscheinungen

Eine Vitamin D Mangel Diagnose wird meistens erst sehr spät gestellt, weil die ersten Anzeichen sehr unspezifisch sind. Dazu gehören Schwindelgefühl, anhaltende Müdigkeit, Übelkeit oder ein Kribbeln in Zehen und Fingern. Erst dann wenn die ersten konkreten und typischen Symptome vorliegen, lässt sich ein Vitamin D Mangel als Diagnose stellen. Dieser beeinflusst zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Sind diese gestört, hat das Folgen, anhand derer man einen Vitamin D Mangel festmachen kann:

  • Vitamin D Mangel bei Auf- und Abbau von Knochensubstanz
    • bei Kindern und Jugendlichen Wachstumsstörungen durch gestörtes Wachstum der Knochen und Knochendeformationen (Rachitis)
    • vorwiegend bei älteren Menschen und Frauen Knochenschwund und eine erhöhte Brüchigkeit der Knochen (Osteoporose, Osteomalazie)
  • Vitamin D Mangel im Immunsystem
    • erhöhte Infektanfälligkeit: Erkältungen, Bronchitis, Lungenentzündung, Grippe
    • schlechte Wundheilung
    • Zahnfleischentzündungen (Parodontiden)
    • Allergien
    • Tumoren
  • Vitamin D Mangel und Haarwachstum
    • Haarausfall
  • Vitamin D Mangel und Nervensystem
    • verminderte Konzentrationsfähigkeit
    • chronische Müdigkeit und Erschöpfung
    • Schlafstörungen
    • Nervosität
    • Depressionen
    • Stimmungsschwankungen
    • Kopfschmerzen
    • Epilepsie
    • Demenz
    • Morbus Parkinson
    • Multiple Sklerose
  • Vitamin D Mangel und Muskelaktivität
    • Rückenschmerzen
    • Fibromyalgie
  • Vitamin D Mangel im Herz-Kreislauf-System
    • Bluthochdruck
    • erhöhter Cholesterinspiegel
    • Arteriosklerose
    • Herzinfarkt
    • Herzinsuffizienz
    • Schlaganfall
  • Vitamin D Mangel im Stoffwechsel
    • Diabetes mellitus
    • Nierenschädigungen

Vitamin D Mangel und eine entsprechende Diagnose betrifft vor allem ältere Menschen. Deren Haut bildet mit zunehmendem Alter immer weniger Vitamin D. Ähnlich sieht es mit dem Vitamin D Mangel dunkelhäutiger Menschen in nördlichen Breitengraden aus. Dunkle Haut produziert weniger Vitamin D als helle, da das Hautpigment Melanin die Synthese vermindert. Ebenso verursachen Sonnenschutzcremes Vitamin D Mangel. Sie verhindern Sonnenbrand und Hautkrebs, können aber auch zu einer Vitamin D Mangel als Diagnose führen.

Eine rechtzeitige Vitamin D Mangel Diagnose ist wichtig, da mittlerweile eine Assoziation mit verschiedenen Krebserkrankungen diskutiert wird. Dazu gehören Mamma-, Colon- und Prostata-Karzinom sowie Tumoren von Bauchspeicheldrüse und Eierstöcken.

 

 

Vitamin D Mangel erkennen: Diagnose

Folgende Personengruppen betrifft ein möglicher Vitamin D Mangel. Darum sollten sie eine Diagnose stellen lassen:

  • Bettlägrige
  • alte Menschen
  • Menschen, die sich vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten
  • Schichtarbeiter
  • Menschen mit Fettleibigkeit (Adipositas).

Wenn der Verdacht auf Vitamin D Mangel eine entsprechende Diagnose erfordert, wird der Arzt eine Blutprobe untersuchen lassen. Die Abnahme erfolgt über eine Armvene. Ein Labor bestimmt die Konzentration von Vitamin D im Blut. Dabei wird 25-Hydroxy-Vitamin D3 (Calcidiol) gemessen. Dieses wird in der Leber gebildet und kommt hauptsächlich im Blut vor. Was ein Vitamin D Mangel ist und was ein Überschuss sagen die Normbereiche aus. Die Bereiche von Hypovitaminose und Hypervitaminose für eine Vitamin D Mangel Diagnose werden meist wie folgt definiert:

Interpretation Blutwert
schwerer Vitamin D Überschuss (Vitamin D-Vergiftung) über 150 ng/ml
moderater Vitamin D Überschuss (Hypervitaminose) 90 – 150 ng/ml
leichte Hypervitaminose 60 – 90 ng/ml
Normalwerte 30 – 60 ng/ml
leicher Vitamin D Mangel (Hypopvitaminose) 16 – 30 ng/ml
moderater Vitamin D Mangel
6 – 16 ng/ml
schwerer Vitamin D Mangel
unter 6 ng/ml

 

Für eine korrekte Vitamin D Mangel Diagnose muss man berücksichtigen, dass die Werte abhängig von der Jahreszeit und damit verbundenen Sonneneinstrahlung schwanken. Gegen Herbst sollte der Wert durch den vorangegangenen Sommer und die Speichermöglichkeit des Vitamin D im Fettgewebe am höchsten sein. Ist er hier bereits niedrig, wird in den Wintermonaten der Speicher nicht hinreichend aufgefüllt werden. In der kalten Jahreszeit ist ein Vitamin D Mangel dann bereits als Diagnose sicher.

 

Rund 40 Prozent aller Deutschen leiden bei einer vorgenommenen Vitamin D Mangel Diagnose an einer leichten und rund zwei Prozent an einem schwerwiegenden Hypovitaminose. Bei Kindern kann man sogar in vier Prozent eine schwerwiegende Hypovitaminose als Vitamin D Mangel Diagnose stellen.

 

Die Kosten für eine entsprechende Vitamin D Mangel Diagnose wird von der Krankenkasse nur bei medizinischer Indikation wie Rachitis oder Osteoporose übernommen.

Mittlerweile kann man einen Bluttest für eine Vitamin D Mangel Diagnose selbst vornehmen. Man gibt einige Tropfen Blut aus der Fingerkuppe in ein Röhrchen und schickt sie an ein Labor. Nach einigen Tagen erfährt man per Post oder per Email, ob man einen Vitamin D Mangel hat.

Wenn ein Vitamin D Mangel zu einer entsprechenden Diagnose geführt hat, wird der Arzt Ursachen und Auswirkungen suchen. Aufnahmestörungen durch Zöliakie kann man mit Dünndarmspiegelung und/oder Stuhluntersuchung nachweisen. Osteoporose wird bei einer Knochendichtemessung nachgewiesen und lässt gegebenenfalls einen Vitamin D Mangel als Diagnose stellen.

 

Vitamin D Mangel: Die Diagnose und ihre Aussagekraft

In einigen Fällen muss ein möglicher Vitamin D Mangel und seine Diagnose anhand des Blutwertes vorsichtig betrachtet werden. Gemessen wird immer nur das im Blut zirkulierende Calcidiol, dessen Synthese aus Calciferol und dessen Umbau zu Calcitriol durch viele Parameter gesteuert wird. So kann es kommen, dass wenig Calcidiol einen Vitamin D Mangel erkennen lässt, obwohl der Calciferol-Speicher in Wirklichkeit voll ist.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) führt zu erhöhter Bildung von Calcitriol, das aus dem im Blut zirkulierenden Calcidiol gebildet wird. Die Blutwerte lassen dadurch einen vorgeblichen Vitamin D Mangel erkennen, der in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Ebenso verhindert ein Magnesiummangel die Umwandlung von Calciferol in Calcidiol und von Calcidiol in Calcitriol. Auch in diesem Fall ist der Vitamin D Speicher möglicherweise voll, obwohl der Blutwert des Calcidiols eine Vitamin D Mangel Diagnose vermuten ließe.

Literatur

  1. Holick MF (2007): Vitamin D deficiency. N Engl J Med 19; 357 (3): 266-281.
  2. Thomas MK, Lloyd-Jones DM, Thadhani RI, Shaw AC, Deraska DJ, Kitch BT, Vamvakas EC, Dick IM, Prince RL, Finkelstein JS (1998): Hypovitaminosis D in medical inpatients. N Engl J Med 19; 338 (12): 777-783.
  3. Lapid MI, Drake MT, Geske JR, Mundis CB, Hegard TL, Kung S, Frye MA (2013): Hypovitaminosis D in psychogeriatric inpatients. J Nutr Health Aging 17(3): 231-4.

Autorenprofil

Dr. rer. medic. Harald Stephan Fach-/Wissenschaftsredakteur

Dr. rer. medic. Harald Stephan ist Naturwissenschaftler mit medizinischer Promotion und als Autor und Fach-/Wissenschaftsredakteur tätig..

Redaktions Tipp:

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