Vitamin-D-Einnahme

Einnahme von Vitamin-D über Lebensmittel und Präparate

Bei der eigenverantwortlichen Vitamin-D-Einnahme über Nahrungsergänzungs-Mittel ist einiges zu beachten. Neben der Vitamin-D-Versorgung über Sonneneinstrahlung, gelangt das Vitamin über Lebensmittel und spezielle Präparate in den Körper. Gerade bei der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten sollte vorsichtig und mit ärztlicher Absprache vorgegangen werden.

Ergänzungsmittel richtig einnehmen:Vitamin D Tropfen Einnahme

 

Wieviel Vitamin-D kann man zusätzlich einnehmen?

Kinder bis zu einem Alter von 16 Jahren benötigen eine tägliche Vitamin-D-Einnahme von 15 bis 20 Mikrogramm. Experten befürworten bei Jugendlichen und Erwachsenen eine Tagesdosis von 20 Mikrogramm und bei Schwangeren bis zu 25 Mikrogramm.

Nach den Wintermonaten leidet über die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland an einem Mangel an Vitamin-D. In dieser Zeit reicht die Sonnenexposition auf der Haut nicht aus, um den Gehalt im Blut im optimalen Bereich zu halten. Um eine Überdosierung und somit eine Vitamin-D-Hypervitaminose zu vermeiden, überschreiten Erwachsene bei ihrer täglichen Vitamin-D-Einnahme die Dosis von 50 Mikrogramm nicht.

 

Vitamin-D in Lebensmitteln

Die Vitamin-D-Einnahme über Lebensmittel nimmt eine untergeordnete Rolle ein. Den Großteil der nötigen Vitamin-D-Menge erlangt der Körper über die UV-B-Strahlen, die der Organismus in das wichtige Hormon umwandelt. Nur Nahrungsergänzungsmittel ermöglichen es, dem Körper relevante Mengen an Vitamin-D zuzuführen.

Lebensmittel mit einem nennenswerten Gehalt an Vitamin-D sind tierischer Herkunft.

  • Ein Hühnereigelb enthält pro 100 Gramm 5,60 Mikrogramm und ist damit bei der Vitamin-D-Einnahme zu berücksichtigen.
  • Lachs, mit 16 Mikrogramm und Makrele mit vier Mikrogramm gehören ebenfalls auf den Speiseplan.
  • Margarine hat 2,5 bis acht Mikrogramm und Rinderleber 1,7 Mikrogramm pro 100 Gramm Vitamin D.
  • Auch Avocados und Pilze gehören zu sinnvollen Lebensmitteln, um den Vitamin-D-Haushalt zu kontrollieren.

Für Vegetarier und vor allem Veganer gestaltet es sich als besonders schwierig, eine genügende Vitamin-D-Einnahme über Lebensmittel zu erreichen. Sie können dieses Defizit mit längeren Aufenthalten in der Sonne oder mittels Vitamin-D-Präparaten ausgleichen.

 

Vitamin-D-Präparate

Sich nicht häufig der Sonne aussetzende Personen haben ein hohes Risiko einen Vitamin-D-Mangel zu bekommen. In den dunklen Wintermonaten reichen die für die Bildung des Hormons verantwortlichen UV-B-Strahlen nicht aus. Dieser Umstand verursacht die bekannte Winterdepression.

Besteht ein Mangel an dem sogenannten Sonnenhormon, nehmen die Betroffenen zusätzlich zu der ergänzenden Vitamin-D-Einnahme Kalzium-Präparate ein. Aufgrund eines dauerhaften Mangels an dem Hormon ist auch der Kalzium-Gehalt beeinträchtigt. Das Blutbild gibt nicht immer Aufschluss darüber. Der Körper zieht Kalzium aus den Knochen, um den Gehalt im Blut möglichst lange aufrechtzuhalten. Das begünstigt die Entstehung von Osteoporose.

Ein, durch eine ungenügende Vitamin-D-Einnahme entstandener Mangel ist mit speziellen Ergänzungsmitteln therapierbar. In den Mitteln ist eine genügende Menge des Hormons enthalten, sodass eine zusätzliche Sonnenexposition unnötig ist.

Erwachsene müssten sich täglich vier Stunden der Sonne aussetzen. Das ist für viele Personen heute kaum machbar. Bei dieser Rechnung reicht eine Sonneneinstrahlung auf Händen und Gesicht nicht aus, sondern bezieht sich auf den gesamten Körper. Mängel entstehen nicht selten. Die Vitamin-D-Einnahme über Ergänzungsmittel bedarf ärztlicher Betreuung. Eine Überdosierung verursacht schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen.

 

Wie schnell wirkt Vitamin D nach der Einnahme?

Vitamin-Präparate sind überall im Handel erhältlich. Wie schnell wirkt sich Vitamin D positiv auf die Gesundheit aus? Diese Frage beantworten Ärzte unterschiedlich. Deshalb ist es ratsam, sich auf die Anweisungen des Fachpersonals zu verlassen. Weit wichtiger ist es, sich auf die natürlichen Quellen der Vitamin-D-Versorgung zu konzentrieren, da diese einen besseren Wirkungsgrad erzielen.

 

Alarmierender Vitamin-D-Mangel in Deutschland und der Schweiz

Die Forschung in Sachen Vitamin D ist so weit vorangeschritten, dass mittlerweile niemand mehr seinen signifikanten Beitrag an die Gesundheit infrage stellt. Eine Studie aus dem Jahre 2012 ergab einen Vitamin-D-Mangel bei der Hälfte der Schweizer Bevölkerung. Nur 50 % wiesen die Minimal-Werte von 75 nmol/l auf. In Deutschland sind die Ergebnisse ähnlich: Bei 57 % der Frauen sowie 58 % der Männer liegt der gemessene Wert unterhalb des kritischen Grenzwerts.

Der Mangel entsteht vor allem durch geringen Aufenthalt im Freien. Die Sonne ist der entscheidende Lieferant des Vitamins. Wer nur im Haus arbeitet, nimmt ungenügend viel Vitamin D auf. Dies kann sich in diversen Krankheiten niederschlagen. Um schnelles Wirken von Vitamin D zu erreichen, haben Patienten unterschiedliche Optionen.

 

Möglichkeiten um den Vitamin-D-Mangel auszugleichen

Folgende Quellen dienen zur Aufnahme von Vitamin D:

  • Sonne,
  • Nahrung,
  • Nahrungs-Ergänzung.

Der Hauptlieferant ist die Sonne. Experten empfehlen, sich dreißig Minuten täglich ihrem Licht auszusetzen. Die Verwendung von Sonnenschutz-Mittel verhindert die Vitamin-Bildung in der Haut. Deshalb verzichten Patienten darauf. Die Aufnahme von Vitamin D aus der Sonne hängt von der Person ab. Hautfarbe, Alter und Gewicht spielen eine Rolle.

Im Winter reicht die Sonnen-Einstrahlung in europäischen Breitengraden nicht zur optimalen Vitamin-D-Versorgung. Im Sommer speichert der Körper überschüssige Mengen, die im Winter zum Einsatz kommen. Übergewichtige Menschen verlieren die Möglichkeit, das Vitamin zu speichern. Nahrungsmittel tragen nur bedingt zur Zufuhr bei. Fettreiche Fische, Pilze und Milchprodukte leisten einen Beitrag an die tägliche Ration. Bei der Zufuhr von künstlichen Vitamin-D-Präparaten besteht die Gefahr einer Überdosierung. Nur der Arzt verordnet die richtige Dosis je nach Person und Krankengeschichte.

 

Wie schnell wirkt Vitamin D nach Einahme?

Es existiert keine einheitliche Antwort auf diese Frage. Jeder Mensch braucht täglich Vitamin D. Mit 125 bis 200 nmol/l Vitamin D im Blut überstehen Europäer den Winter ohne Mangel-Erscheinungen. Die Aufnahme von 1.000 bis 2.000 IE (internationale Einheiten) pro Tag senkt das Risiko für diverse Krankheiten wie beispielsweise Krebs und multiple Sklerose. Wer früh auf seinen Vitamin-D-Spiegel achtet, läuft weniger Gefahr, ernsthaft zu erkranken. Die präventive Anwendung in der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus.

Laut einer Studie reduzierten sich Schübe bei MS-Erkrankungen nach einer sechsmonatigen Vitamin-D-Therapie von 1.000 IE täglich signifikant. Der Mangel in europäischen Breitengraden ist oft wegen der Umstände nicht zu beheben. Deshalb sind Vitamin-D-Therapien auf Langzeit ausgelegt. Meistens verordnet der Arzt eine höhere Anfangsdosis, die er später vermindert. Die neue Dosierung bleibt für mehrere Monate bestehen.

Wer sich präventiv mit seinem Vitamin-D-Spiegel befasst verringert die Möglichkeit, ernsthaft zu erkranken. Die Sonne deckt 80 bis 90 % des täglichen Bedarfes. Der Aufenthalt im Freien von 15 bis 30 Minuten trägt entscheidend zur Deckung bei. Die ideale Aufenthalts-Dauer schwankt je nach Person unter Berücksichtigung von Alter, Gewicht und Hautfarbe. Schnell wirkt Vitamin D gegen drohende ernsthafte Erkrankungen. Die Einnahme des Vitamins abzusetzen, ist keine Lösung. Es schützt nur, wenn sein Spiegel konstant auf dem nötigen Level ist.

 

Überdosierung nach der Vitamin-D Einahme

Bei gesunden Menschen liegt der Vitamin-D-Gehalt zwischen 30 und 70 Mikrogramm pro Liter. Eine Überdosierung ermöglicht einen um das 15-fache erhöhten Wert. Stellt der Arzt eine Überdosierung mittels einer Untersuchung des Blutes fest, reduziert der Betroffene die Vitamin-D-Einnahme beziehungsweise stellt er sie komplett ein.

Als Folge einer überdosierten Vitamin-D-Einnahme, bedingt durch den erhöhten Kalziumgehalt, entsteht ein Bluthochdruck. Den Magen-Darm-Trakt betreffende Symptome stellen

  • Appetitlosigkeit,
  • Übelkeit und
  • Erbrechen

dar. Das überdosierte Hormon löst eine übermäßige Produktion von Urin aus, was ein anhaltendes Durstgefühl, Nervosität, Juckreiz, sowie ein Schwächegefühl mit sich bringt.

Dauerhafte Überdosierungen rufen Erkrankungen der Herzkranzgefäße hervor. Mit der Vitamin-D-Überdosierung geht auch ein zu hoher Wert an Kalzium im Blut einher. Durch zu viel Kalzium im Blut verringert sich der Gehalt von Kortikosteroiden und Bisphosphonate. Dies führt zur Schädigung lebenswichtiger Organe, wie Herz und Nieren.

Natürliche Abwehrzellen des Körpers verringern sich bei einer dauerhaft überdosierten Vitamin-D-Einnahme. Als Folge wehrt sich der Körper nicht mehr ausreichend gegen Infektionen. Es entstehen vermehrt entzündliche Krankheiten, wie Autoimmun-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Leukämie.

Ein Mangel des Hormons aufgrund einer unzureichenden Vitamin-D-Einnahme ist zur Volkskrankheit geworden. Es ist sinnvoll, einen Mangel mittels Vitamin-D-Präparaten unter der Aufsicht eines Arztes auszugleichen. Die Gefahr einer Überdosierung und ihrer Symptome ist bei einer Eigenmedikation zu groß.

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,




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