Erhöhte Leberwerte bei Vitamin-D-Mangel

Welcher Zusammenhang besteht bei erhöhten Leberwerten und Vitamin-D-Mangel

Als Sonnenvitamin bekannt, spielt das Vitamin D eine relevante Rolle für die Gesundheit der Menschen. Beispielsweise beeinflusst das Cholecalciferol die Aufnahme und Abgabe von Flüssigkeiten innerhalb des Organismus. Damit erhält der Stoff eine wichtige Bedeutung bei zahlreichen Stoffwechsel-Prozessen. Innerhalb der Leber kommt es zu der Umwandlung des durch die Haut aufgenommenen Vitamin D zu dem Vitamin D3. Daher bedingen erhöhte Leberwerte den Vitamin-D-Mangel. Zugleich wirkt sich das Fehlen des Sonnenvitamins auf die Leberwerte aus. Zu diesen gehören die Enzyme GOT und GGT. Beide Werte weisen die Mediziner im Blut der Patienten nach.

Erhöhte Lebewerte| © VIPDesign - Fotolia.com

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Warum beeinflussen Leberwerte den Vitamin-D-Spiegel?

Erhöhte Leberwerte und Vitamin-D-Mangel stehen im Zusammenhang. Der Umstand resultiert aus der Aufgabe der Leber, das aufgenommene Vitamin D in das Hormon Calciferol umzuwandeln. Leiden die Patienten an Leberwerten, die über der Normgrenze liegen, weist das Phänomen auf eine Schädigung der Leber hin.

Besteht eine Fehlfunktion des Organs, zeigt sich das Umwandeln des Vitamin D gestört. Auf diese Weise leiden die Betroffenen an einem Mangel des wichtigen Sonnenvitamins. Des Weiteren beeinflusst die geringe Konzentration des Stoffs das Bilden der wichtigen Enzyme GOT und GGT. Beide gelten in der Medizin als relevante Leberwerte. Damit besteht eine gegenseitige Einflussnahme.

 

Welche Leberwerte existieren im menschlichen Körper?

Unter der Bezeichnung „Leberwerte“ verstehen die Ärzte mehrere Blutwerte, die auf eine Fehlfunktion der Leber hinweisen können. Durch das Erstellen einer Blutprobe finden die Experten heraus, ob die jeweiligen Leberwerte ihre Normgrenze über- oder unterschreiten. Zu den relevanten Faktoren gehören die Leberenzyme:

  • GOT,
  • ALT (=GPT),
  • und GGT.

Des Weiteren erhält die Konzentration des Bilirubins, einem Stoffwechselprodukt, einen hohen Stellenwert. Zusätzlich geben die Daten der Cholinesterase, kurz CHE, und der Quickwert Auskunft über die Stoffwechselfunktion der Leber. Hierbei weisen erhöhte Leberwerte auf Vitamin-D-Mangel hin. Besteht eine Fehlfunktion des Organs, verringert sich die Fähigkeit, das Vitamin D in das relevante Hormon umzuwandeln.

Zudem kommen mehrere Ursachen für einen Anstieg der entsprechenden Blutwerte infrage. Beispielsweise sorgt eine Vielzahl von Medikamenten für eine Erhöhung des GOT und GGT. Bakterielle, parasitäre und virale Krankheiten verursachen hohe Leberwerte ebenso wie toxische Einflüsse. Letztere zeigen sich in Form von Alkohol und Drogen. Durch die Einnahme der Substanzen entsteht eine Schädigung der Leber. In der Folge leiden die Patienten unter einer gestörten körpereigenen Produktion des Vitamin D. Auf diese Weise bildet sich über einen längeren Zeitraum der Mangel des Sonnenvitamins.

 

Welche Leberwerte sind normal?

Bei der Bestimmung der Leberwerte spielen vier Enzyme eine Rolle. Das GOT und das ALT bilden zusammen die Transaminasen. Des Weiteren kontrollieren die Mediziner die Werte der alkalischen Phosphatase und des Gamma-GT. Ebenso wie das GOT kommen die Enzyme in zahlreichen Organen vor und präsentieren sich nicht auf die Leber begrenzt. Die Bezeichnung Leberwert resultiert aus der relevanten Bedeutung der Stoffe für das Organ.

Sämtliche Leberwerte ermitteln die Forscher aus dem Blutserum. Dabei gelten bei Männern und Frauen unterschiedliche Normgrenzen der einzelnen Enzyme. Der normale Wert des GOT liegt bei Frauen unter 35 Units in einem Liter Blut, bei Männern bei unter 50 Units pro Liter. Ähnliche Daten zeigen sich bei dem Enzym GTP, wohingegen sich das Gamma-GT erneut unterscheidet. Dieses beträgt bei Frauen unter 40 Units pro Liter Blut und bei Männern unter 60 Units.

Des Weiteren verfügen die männlichen Patienten über eine höhere Aktivität der alkalischen Phosphatase. Sie liegt bei ihnen zwischen 40 und 130 Units in einem Liter Blut. Dagegen senkt sich die Zahl bei Frauen auf 35 bis 105 Units. Eine starke Erhöhung der vier Werte deutet auf einen Leberschaden hin, wodurch eine gestörte Umwandlung der Hormone, beispielsweise des Vitamin D, resultiert. Daher stehen die erhöhten Leberwerte mit einem Vitamin-D-Mangel in Zusammenhang.

 

Warum verursachen erhöhte Leberwerte den Vitamin-D-Mangel?

Die Aussage, dass erhöhte Blutwerte einen Mangel des Sonnenvitamins bedingen, zeigt sich ausschließlich teilweise korrekt. Tatsächlich verursacht eine Fehlfunktion der Lunge einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut. Die Leberwerte geben über die Komplikation innerhalb des Organs Auskunft.

In diesem erfolgt die Synthese des Sonnenvitamins in das für den Menschen relevante Hormon. Erst nach der Umwandlung des Vitamins D in das Calciferol entfaltet der Stoff seine nützlichen Fähigkeiten. Dazu gehört beispielsweise die Fertigkeit, Kalzium und Phosphor zu den Knochen und in das Muskelgewebe zu transportieren. Hierbei besteht ein Kreislauf zwischen dem Sonnenvitamin und der Funktion der Leber. Im schlimmsten Fall erleidet das Organ durch einen Vitamin-D-Mangel Schädigungen.

Beispielsweise sorgt der aus dem Sonnenlicht gewonnene Stoff für die Weiterleitung relevanter Enzyme. Diese erhalten für die Arbeit der Leber eine wesentliche Priorität. Auch andere Organe profitieren von einer ausreichenden Konzentration des Vitamin D im Organismus. Fehlt der relevante Stoff im Körper, leiden die Betroffenen an allgemeinen Krankheits-Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Eine Studie aus dem Jahr 2001 untersuchte zudem den Zusammenhang zwischen dem Vitamin D und dem Diabetes-Risiko.

 

 




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