Knochenschmerzen und Arthrose durch Vitamin-D-Mangel

Wirkung von Vitamin-D auf unsere Knochen

Besonders nach langen Wintern mit anhaltendem schlechtem Wetter fühlen sich die Knochen schmerzend an. Unklare Knochenschmerzen durch Vitamin-D-Mangel treten infolge einer Unterversorgung des Körpers mit dem direkten Sonnenlicht auf. Der Grund dafür ist, dass die Sonne die eigene Produktion des Vitamin D im Körper steigert. Fehlt das Sonnenlicht über längere Zeit hinweg, bestehen für den Körper kaum andere Möglichkeiten das benötigte Vitamin-D zu erhalten. Bei ersten Anzeichen eines Mangels ist ein Besuch beim Arzt wichtig, um irreversiblen Folge-Schäden vorzubeugen.

Vitamin D Schmerzen der Knochen

Knochenschmerzen © decade3d – Fotolia.com

 

Starke Knochenschmerzen durch Vitamin-D-Mangel

Knochenschmerzen durch Vitamin-D-Mangel treten ab einem schweren Defizit auf. Der Körper stellt den größten Teil des Vitamins selbst, mithilfe des Sonnenlichts und den UV-Strahlen, her. Besonders wichtig sind Sonnenbäder bei ersten Anzeichen oder Symptomen für einen Vitamin-D-Mangel, die häufig nach langen und sonnenarmen Winter auftreten. Um den Mangel aufzuheben, existieren viele verschiedene Präparate, wie Tabletten, Kapseln und hoch dosierte Spritzen. Ist der Patient von Knochenschmerzen oder Muskelschwäche geplagt, verschafft ein Besuch bei einem Nuklearmediziner nähere Erkenntnis.

 

Unklare Knochenschmerzen identifizieren

Treten unklare Knochenschmerzen auf, verweisen Hausärzte meist auf Nuklearmediziner. Ein solcher klärt mithilfe einer Skelettszintigrafie, ob der Grund der Schmerzen in einer Knochen-Veränderung liegt. Weist das Skelett keine Merkmale für eine solche auf, nimmt der Mediziner eine Blutprobe. Mithilfe eines Bluttestes entdecken Ärzte häufig einen weitläufigen Vitamin-D-Mangel. Die Pharmazeutische Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe 15/2013 über eine in 2009 publizierten Studie, die belegt, dass durchschnittlich 35 Prozent der deutschstämmigen Patienten unter einem Cholecalciferol-Mangel leiden.

 

Symptome für einen Vitamin-D-Mangel

Neben Knochenschmerzen führt ein Vitamin-D-Mangel zu weiteren Beschwerden, die den ganzen Körper befallen. Müdigkeit, Depressionen, Muskel-Schwäche oder -Krämpfe, Schlaf- und Haut-Probleme, höhere Anfälligkeit für Infekte und eine Überfunktion der Neben-Schilddrüsen sind weitere Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels. Der Normalwert eines Erwachsenen liegt bei über 25 Nanomol pro Liter Vitamin D im Blut. Liegt der Wert darunter, besteht ein kleiner Mangel. Unter zehn Nanomol pro Liter Vitamin D im Blut ergibt sich ein schweres Defizit, das umgehend zu behandeln ist.

Meist plagt Patienten zuerst ein Heißhunger auf alle Arten von Süßigkeiten gefolgt von allgemeinem Unwohlsein und depressiver Stimmung. Aus dieser heraus entwickeln sich Antriebs-Störungen und Lustlosigkeit. Zu Beginn klagen Patienten über schlechten Schlaf, dem Schlappheit und Müdigkeit folgt. Ebenso verzeichnen diese Konzentrations-Schwächen und Nervosität. Schnippische Antworten und gereizte Aussagen auf alltagsübliche Fragen sind ebenfalls erste Anzeichen eines Mangels. Verbleibt das Defizit in diesem Stadium, entwickeln sich keine irreversiblen Schäden am Körper.

 

Ärztliche Behandlung bei Verdacht auf Vitamin-D-Mangel

Es existiert kein typischer Symptom-Verlauf, der auf einen Vitamin-D-Mangel explizit hinweist. Je nach Person und allgemeinem Empfinden treten andere Anzeichen auf. Deshalb ist es schwierig, eine genaue Diagnose selbst zu stellen, ohne das Blut zu untersuchen oder den Körper zu durchleuchten. Liegen Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Infekte, Diabetes, Schuppenflechte oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

 

Prophylaxe gegen Knochenschmerzen durch Vitamin-D-Mangel

Die beste und natürlichste Art, den Vitamin-D-Mangel auszugleichen, stellen Sonnenbäder dar. Bereits zwei- bis dreimal pro Woche, das Gesicht, Arme und Beine direkt ins Sonnenlicht zu strecken, für circa fünf bis 30 Minuten, sorgt für eine ausreichende Produktion des Vitamin-D. Eine Vitamin-D-Zufuhr mittels Nahrung zu erreichen, ist um einiges schwieriger. Der Körper vermag höchstens 20 Prozent des täglichen Bedarfs über diesen Weg aufzunehmen. Die restlichen 80 Prozent fehlen und es bildet sich ein Mangel. Tabletten, Kapseln und ölige Tropfen dienen zur Supplementierung des Vitamins-D. Bei schwerwiegendem Defizit, helfen stark dosierte Spritzen.

 

Für Knochenschmerzen anfällige Risikotypen

Besonders gefährdet, Knochenschmerzen durch Vitamin-D-Mangel zu erhalten, sind ältere Menschen. Sie bleiben meist das ganze Jahr hinter verschlossenen Türen oder gehen nur wenig am freien Himmel spazieren. Genauso betrifft es Personen mit Migrations-Hintergrund, die durch die verhüllende Kleidung, kaum Sonnenlicht auf die Haut gewähren. Übergewichtige Menschen besitzen das Problem, dass Vitamin-D fettlöslich ist. Der menschliche Organismus lagert bei einem höheren Fettanteil des Körpers, vermehrt das Vitamin ungenutzt im Fettgewebe ab.

 

 


 

Arthrose und Vitamin-D-Mangel

Die Verbindung von der Verschleißerscheinung Arthrose und Vitamin-D-Mangel präsentiert sich durch die Funktion des Sonnenvitamins. In der Medizin unter der Bezeichnung Calciferol bekannt, sorgt das Vitamin D innerhalb des Körpers für den Transport relevanter Elemente.

Zu diesen gehören Phosphor und das Kalzium, das aufgrund der Mineralisierung für starke Knochen sorgt. Leiden die Patienten unter einer geringen Konzentration des Sonnenvitamins, befindet sich weniger Kalzium im Blut. In der Folge besteht eine Schwächung der Gelenks- und Knochenstruktur, die zu einer Arthrose führt.

 

Wie beeinflusst das Sonnenvitamin die Gelenke?

Das im Volksmund als Sonnenvitamin bekannte Calciferol nimmt der menschliche Organismus über die Haut auf. Innerhalb der Leber kommt es zu der Umwandlung zu dem Vitamin D3, das im Körper eine Transportfunktion einnimmt. In der Blutbahn bindet das Hormon die Elemente Kalzium und Phosphor, die beide die Mineralisierung der Knochen gewährleisten, an sich. Danach erfolgt die Weiterleitung der Stoffe zu den Knochen und Gelenken. Fehlt das Vitamin D im Körper, gelangt deutlich weniger Kalzium in die Knochenstruktur, sodass diese brüchig erscheint. Somit entsteht die Arthrose durch Vitamin-D-Mangel.

 

 

Warum kommt es zu der Arthose?

Bei der Arthrose handelt es sich um einen Gelenkverschleiß, der eine altersbedingte Schädigung der Knochen übersteigt. Als Ursachen kommen verschiedene Faktoren infrage. Vorrangig entsteht die schwache Knochenstruktur durch:

  • Übergewicht,
  • angeborene Fehlstellungen,
  • traumatische Ursachen (Knochenbruch)
  • und eine Deformierung der Knochen.

Letztere kann ebenfalls durch das Fehlen des Sonnenvitamins verursacht werden und nennt sich Osteoporose. Bei der Arthrose und Vitamin-D-Mangel besteht der Zusammenhang durch die Fähigkeiten des Calciferols. Neben der Transportfunktion sorgt das relevante Vitamin für die Speicherung von Spurenelementen. Zudem unterstützt der Stoff die Anlagerung verschiedener Mineralien. Besteht eine niedrige Konzentration des Sonnenvitamins im Organismus, verschlimmert sich aus dem Grund der Verschleiß der Gelenke.

Dabei verursachen die brüchigen Knochen zusammen mit einer eingeschränkten Knorpelbildung die Entzündungen an den Gelenken. Aufgrund einer entstehenden Reibung verschlimmert sich die bereits deformierte Struktur der Knochen. Daher verspüren die Patienten vorwiegend bei der Bewegung der Beine einen stechenden Schmerz.

 

Wann entsteht die Arthrose durch Vitamin-D-Mangel?

Führt ein Vitamin-D-Mangel zu Arthrose, leiden die Betroffenen bereits längere Zeit unter einer niedrigen Konzentration des Sonnenvitamins. Dadurch kommt es innerhalb des Körpers zu einem Mangelzustand der mineralisierenden Elemente. In der Folge weicht das Knochengewebe auf, sodass die Gefahr einer Entzündung besteht. Des Weiteren nimmt das Vitamin D Einfluss auf die Stärke der Zähne und Nägel. Bei beiden besteht durch das Fehlen des Calciferols das Risiko einer brüchigen Struktur.

Um die Schmerzen bei dem Gelenkverschleiß zu lindern, eignen sich spezielle Vitamin-D-Präparate. Eine hohe Konzentration des Sonnenvitamins führt zu einer Stärkung des Gewebes. Dadurch kommt es zu einer Entschleunigung des Krankheitsbildes. Während die Arthrose durch den Vitamin-D-Mangel fortschreitet, dämpft die optimale Tagesdosis des Calciferols die Schädigung der Gelenke.

 

Heilt Vitamin D die Arthrose?

Jedoch besteht nicht die Möglichkeit, die Erkrankung vollständig durch die Einnahme der entsprechenden Tabletten zu heilen. Zudem erhält der Aufenthalt in der Sonne ausschließlich eine schmerzlindernde Funktion. Um den Verschleiß zu therapieren, konzentrieren sich die Mediziner auf das Entfernen der Schmerzreize. Leiden die Betroffenen unter starken Schädigungen der Knochenstruktur, kommt ein operativer Eingriff infrage.

Speziell zu Beginn einer Arthrose eignet sich die Akupunktur als nützliche Behandlung. Hierbei besteht das Ziel in einer Schmerzstimulanz. Eine im Juli 2005 veröffentlichte Studie „Acupuncture in patients with osteoarthritis of the knee: a randomised trial“ bestätigt die Wirksamkeit der Methode. Bildet sich an dem betroffenen Gelenk eine entzündliche Reaktion, sprechen die Experten von einer aktivierten Arthrose. In diesem Fall kommen andere Therapieformen als bei dem beginnenden Verschleiß zum Einsatz. Zu der klassischen Behandlung gehört die kurzfristige Gabe von intraartikulären Kortisonen. Vorrangig steht hierbei das Betäuben des Schmerzes im Fokus. Zusätzlich konzentrieren sich die Ärzte darauf, eine mögliche Infektion zu unterbinden.

Des Weiteren eignen sich stetes Kühlen und eine Gelenkspülung als Behandlung für die aktivierte Form der Erkrankung. Die Patienten achten darauf, die betroffenen Gelenke zu entlasten und ein Ruhigstellen der jeweiligen Körperteile zu gewährleisten. Vorteilhaft zeigt sich eine kurmäßige Vitamin-D-Einnahme, um für eine Stärkung der Immunabwehr zu sorgen. Damit verringert sich das Risiko einer durch die Entzündung hervorgerufenen Infektion.

⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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