Muskelschmerzen durch Vitamin-D-Einnahme

Führt die Einnahme von Vitamin D zu Muskelschmerzen?

Das Sonnenvitamin, besser als Vitamin D bekannt, erhält für die Gesundheit eine wesentliche Bedeutung. Befindet sich zu wenig des Zusatzstoffes im Blut, leiden die Betroffenen beispielsweise an Müdigkeit und Kopfschmerzen. Jedoch führt eine Überdosierung des Sonnenvitamins zu Komplikationen. Die Patienten leiden aufgrund der häufigen Einnahme von Vitamin D an Muskelschmerzen. Dies liegt an einer gleichzeitigen Steigerung des Kalzium-Spiegels im Blut. Durch das Kalzium kommt es zu Krämpfen in den Muskeln und Gelenken.

frau hat schmerzen im schultergelenk

Frau hat Schmerzen im Schultergelenk, | © Picture-Factory – Fotolia.com

 

 

Hypervitaminose D – Zu viel Vitamin D erweist sich als schädlich

Das Vitamin D, auch Calciferol genannt, erhält für den menschlichen Körper eine wichtige Bedeutung. Der Zusatzstoff hilft bei dem Transport von Kalzium und Phosphor in die Knochen. Eine negative Folge der Vitamin-D-Einnahme sind Muskelschmerzen. Diese entstehen, wenn Patienten über einen längeren Zeitraum zu viel des Sonnenvitamins zu sich nehmen. Auf einem natürlichen Weg geschieht das nicht. Der Organismus reguliert die Aufnahme des Vitamin D durch die Sonnenstrahlen selbstständig.

Bei der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten droht schnell eine Überdosierung. Ab einer Menge von 50 Milligramm am Tag sprechen die Ärzte von einer akuten Einzelüberdosis. Nehmen die Betroffenen über mehrere Monate einen bis zwei Milligramm zu sich, besteht eine chronische Überdosierung. Dieser Wert entspricht einer täglichen Einnahme von 40.000 Internationalen Einheiten. Zu den Folgen einer zu großen Menge Vitamin D im Organismus zählen:

  • Appetitlosigkeit,
  • Müdigkeit,
  • schmerzende Nieren,
  • Nierensteine,
  • Kopfschmerzen
  • sowie schmerzende Muskeln und Sehnen.

Durch Vitamin D erhöht sich der Kalzium-Spiegel

Bei einer zu hohen Dosis des Sonnenvitamins, sprechen die Mediziner von einer Hypervitaminose D. Dabei entstehen für die betroffenen Patienten schwerwiegende Folgen. Vorwiegend die Konzentration des Kalzium-Spiegels im Blut steigert sich drastisch. Das Element lagert sich in den Blutgefäßen und in den Nieren ab. Dadurch entstehen beispielsweise Nierensteine.

Bei Babys führt der zu hohe Vitamin-D-Spiegel im Fall eines kleinen Gendefekts zu einem gefährlichen Anstieg des Kalziums im Blut. Dies belegt eine Studie der Queens- sowie der Universität Münster aus dem Jahr 2011. Bei Erwachsenen führt die Einnahme von Vitamin D zu Muskelschmerzen. Dabei geht der toxische Effekt von der aktiven Form des Calciferols aus. Diese nennt sich in der Fachsprache Calcitriol.

Die Muskelschmerzen durch die Vitamin-D-Einnahme resultieren aus einer Hyperkalzämie. Dieser Begriff bezeichnet eine Überdosierung des Kalziums im Organismus. Befindet sich eine große Menge des Zusatzstoffes im Körper, lagert sich ein Teil des Kalziums in den Muskeln und Sehnen ab. Kalzium-Kristalle setzen sich zwischen den Gelenken und im Muskelgewebe ab. Vorwiegend bei älteren Menschen entsteht auf diese Weise die Pseudogicht.

Durch eine Verschiebung des Mineralstoff-Haushalts kommt es zu Krämpfen in der Muskulatur. Vorrangig spielt hierbei ein plötzlich erhöhter Kalzium- und Magnesium-Spiegel eine Rolle. Durch die Überdosierung der relevanten Stoffe ziehen sich die Muskeln unwillkürlich zusammen. Auf diese Weise entstehen schmerzhafte Krämpfe.

Eine langfristige Hyperkalzämie führt zu dauerhaften Myalgien. Das Fremdwort bezeichnet die Schmerzen in den Muskeln. Der Kalzium-Anstieg resultiert aus einer Überdosierung des Sonnenvitamins. Somit führt die Einnahme von Vitamin D zu Muskelschmerzen.

 

Flüssigkeitsverlust führt zu schmerzenden Muskeln

Die Schmerzen der Muskeln gründen aus einem starken Flüssigkeitsverlust. Durch diesen Mangel verliert der Organismus Magnesium. Dadurch beginnen die Muskeln zu krampfen. Durch eine hohe Dosis des Calciferols leiden die Patienten unter Durchfall und Erbrechen. Auf diese Weise verliert ihr Körper Flüssigkeit. In der Folge entsteht eine temporäre Dehydrierung.

In das Muskelgewebe gelangen weniger Mineralien. Dadurch entstehen Reizungen innerhalb der Muskulatur. Der Verlust des Magnesiums liegt an der großen Menge an Calciferol im Körper. Auch hierbei zeigt sich, dass die Muskelschmerzen aus der Einnahme des Vitamin D resultieren.

 

Zu viel Phosphor verengt die Gefäße

Durch die Einnahme des Sonnenvitamins gelangt eine hohe Dosis Phosphor in den Körper. Dadurch entsteht eine Hyperphosphatämie. Ebenso wie das Kalzium lagert sich der Phosphor in den Gefäßen ab. Dadurch kommt es zu Störungen der Blutversorgung in den Muskeln. In der Folge bilden sich Entzündungen in dem Gewebe. Die betroffenen Patienten leiden unter schmerzenden Muskeln und Krämpfen.

Die Hyperphosphatämie bildet sich in der Regel nach dem Anstieg des Kalzium-Spiegels im Blut. Dabei verengen vorwiegend die Kalzium-Kristalle die Blutgefäße. Hierbei kommt es zu einer Vasokonstriktion. Es folgt eine gestörte Filtration der Phosphate. Die Phosphor-Konzentration innerhalb des Körpers steigt weiter.

Der akute Anstieg des Phosphors begründet, dass nach längerer Zeit ein Kalzium-Abfall entsteht. Dabei bemerken die Erkrankten die charakteristischen Symptome. Sie leiden unter Krämpfen in der Muskulatur. Im gleichen Fall schwellen die Muskeln an und verhärten sich. Bei einer Berührung fühlen die Patienten den Druckschmerz. Vorwiegend treten die Myalgien in den Oberarmen und Oberschenkeln auf.

Wie verschwinden die Muskelschmerzen?

Bemerken die Betroffenen Schmerzen im Bereich der Muskulatur, kontrollieren sie ihren Vitamin-D-Spiegel. Bei einem dauerhaften Schmerz suchen sie am besten ihren Hausarzt auf. Nehmen die Patienten eine zu hohe Dosis des Sonnenvitamins ein, setzen sie die Präparate umgehend ab. Sobald sich der Vitamin-D-Spiegel reguliert, verbessert sich die Versorgung der Muskeln mit Kalzium und Phosphor. Die überschüssigen Ablagerungen bauen sich in der Regel selbstständig ab.

Um eine Überdosierung des Calciferols zu verhindern, nehmen die Interessenten die Tabletten und Tropfen ausschließlich sporadisch zu sich. Im Sommer erweist sich eine zusätzliche Aufnahme von Vitamin D als unnötig. Lediglich in der dunklen Jahreszeit profitiert der Organismus von einer Verabreichung der Präparate. Dabei achten die Betroffenen darauf, die empfohlene Tagesdosis in keinem Fall zu überschreiten.

Um den Verlust der Flüssigkeit durch zu viel Calciferol auszugleichen, trinken die Patienten mit Mineralien versehenes Wasser. Dadurch gelangt ausreichend Magnesium in das Muskelgewebe. Die Reizungen innerhalb der Muskulatur verschwinden und die Verhärtungen schwellen ab. Durch die Regulierung des Kalzium-Spiegels krampfen die Muskeln nicht länger. Dadurch verspüren die Betroffenen keine Schmerzen in den jeweiligen Bereichen.

 

Muskelschmerzen durch Vitamin D zusammengefasst

Das Sonnenvitamin nimmt eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit ein. Jedoch führt eine tägliche Einnahme von ein bis zwei Milligramm der entsprechenden Präparate zu einer Überdosierung. Dadurch gelangt zu viel Kalzium in den Körper. Im gleichen Fall steigt der Phosphat-Spiegel innerhalb des Organismus an. Die Gefäße verengen sich durch die Ablagerung der Mineralien. Dadurch krampfen sich die Muskeln zusammen. Somit führt eine häufige Einnahme von Vitamin D zu Muskelschmerzen. Die Störung nennt sich Hypervitaminose D.

⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

Redaktions Tipp: