Nierensteine und Vitamin-D-Mangel

Warum entstehen Nierensteine bei Vitamin-D-Mangel?

Die Nierensteine und das relevante Sonnenvitamin Calciferol stehen in einem engen Zusammenhang. Vorwiegend bei einer dauerhaften Überdosierung mit dem Vitamin D bildet der Organismus Verhärtungen aus Kalzium, die sich in der Niere festsetzen. Jedoch besteht im gleichen Fall bei einer Unterversorgung mit dem Sonnenvitamin das Risiko, dass der betroffene Patient an einer zunehmenden Anzahl von Nierensteinen leidet.

nierenfunktion bei der Vitamin-D Bildung

Human Kidneys With Skeleton
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Sie bilden sich, da Kalzium und Phosphor nicht in die Struktur der Knochen gelangen und auf einem anderen Weg substituieren. Somit entstehen die Nierensteine bei Vitamin-D-Mangel durch eine fehlende Eingliederung der wichtigen Mineralien.

 

Nierensteine und Vitamin-D-Mangel in der Zusammenfassung

Aufgrund von Kalkablagerungen innerhalb der Niere bilden sich Verhärtungen, die sich umgangssprachlich Nierensteine nennen. Bei einer chronischen Überdosierung des Vitamin D befindet sich mehr Kalzium im Organismus als die Knochen zur Mineralisierung benötigen. Daher lagert sich der Zusatzstoff in den Gefäßen der Niere ab.  Jedoch besteht zusätzlich das Risiko der Nierensteine bei Vitamin-D-Mangel. Hierbei gelangen Kalzium und Phosphor nicht in die Struktur der Knochen, da das Vitamin D als Transportstoff fehlt. Auf diese Weise sammeln sich die Mineralien innerhalb der Blutgefäße und der Niere.

 

Warum bilden sich Nierensteine bei Sonnenvitamin-Mangel?

Unter der umgangssprachlichen Bezeichnung Nierenstein verstehen die Mediziner Nephrolithen, die sich innerhalb des Nierenbecken-Kelchsystems bilden. Dabei handelt es sich um kristalline Ablagerungen, die im schlimmsten Fall in den Harnleiter gelangen und bei den Patienten schmerzhafte Koliken hervorrufen. Die ebenfalls Nierengrieß genannten Harnsteine entstehen im Regelfall aufgrund einer Überdosierung mit dem Sonnenvitamin Calciferol. Durch eine verstärkte Kalzium-Synthese gelangen zu viele Mineralien in den Organismus.

Allerdings entstehen auch bei einer Unterversorgung mit dem relevanten Hormon gesundheitliche Komplikationen. Fehlt dem Körper das Sonnenvitamin, gelangen die Mineralien nicht in das Gewebe und die Knochen. Stattdessen setzt sich vorwiegend das Kalzium in den Gefäßen fest und führt innerhalb der Niere zu Ablagerungen. Somit ergibt sich ein Zusammenhang zwischen den Nierensteinen und dem Vitamin-D-Mangel.

Kommt es zu einer chronischen Unterversorgung mit dem Calciferol, verstärkt sich die Ablagerung kristalliner Verhärtungen. Dadurch vergrößern sich bei den Patienten bereits vorhandene Nierensteine. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass der Nierengrieß aus dem Nierenbecken in den Bereich des Harnleiters wandert. In dem Fall bezeichnen die Ärzte die Ablagerung als Harnleitersteine. Sie führen zu einer Verstopfung der Harnröhre und lösen auf die Weise schmerzhafte Koliken aus.

Leiden die Patienten an den Ablagerungen, sprechen die Mediziner von der Krankheit Nephrolithiasis. Um die kristallinen Verhärtungen aus der Niere zu entfernen, nehmen die Betroffenen Vitamin-D-haltige Präparate ein. Vorwiegend die innerhalb des Körpers umgewandelte Form des Sonnenvitamins, das Vitamin D3, sorgt für den sinnvollen Einbau von Kalzium und den Phosphaten. Somit bewirkt das Calciferol eine chemische Bindung zwischen den Mineralien und der Knochenstruktur.

 

Auf diese Weise gelangen keine Zusatzstoffe in den Bereich der Niere. Damit sinkt das Risiko, dass sich die Nephrolithen weiterhin vergrößern. Entstehen die Nierensteine durch Vitamin-D-Mangel, stellt eine Überdosierung des Sonnenvitamins in keinem Fall eine Behandlungs-Methode dar. Stattdessen riskieren die Betroffenen eine erneute Bildung der Harnsteine.

 

Wie erfolgt die Therapie der Nierensteine?

Diagnostiziert der Arzt bei den Patienten den Nierengrieß, hängt die Art der Behandlung von dem Ausmaß der Ablagerungen ab. Speziell bei einer geringen kristallinen Verhärtung eignen sich Vitamin-D3-Präparate, um die Bildung der Harnsteine zu verhindern. Um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, suchen die betroffenen zwingend ihren Hausarzt auf. Dieser empfiehlt ihnen die richtige Dosierung der Vitamin-D-Tabletten.

In keinem Fall überschreiten die Verwender die tägliche Vitamin-D-Dosis. Zu den ersten Folgen einer Über-Versorgung mit dem Calciferol gehören:

  • Übelkeit,
  • starker Durst,
  • Kopfschmerzen
  • und Erbrechen.

Bei einer längeren Überdosierung des Sonnenvitamins kommt es im schlimmsten Fall zu einer erhöhten Zufuhr von Mineralien. Das Kalzium lagert sich erneut in den Blutgefäßen und innerhalb der Nieren ab, sodass sich Harnsteine bilden. Daher nehmen Patienten, die an Nierensteinen durch den Vitamin-D-Mangel leiden, keine eigenständige Behandlung vor.

Neben einer zu hohen Dosierung des Calciferols führen andere Faktoren zu der Entstehen der Harnsteine. Beispielsweise beeinträchtigen zuckerhaltige Getränke den Abbau überschüssiger Mineralien, die sich somit im Nierenbecken sammeln. Zu dem Ergebnis kommt die Studie „Soda and Other Beverages and the Risk of Kidney Stones“ „Soda and Other Beverages and the Risk of Kidney Stones“ aus dem Jahr 2013.

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http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=48336

⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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