Vitamin D Mangel Symptome

Autor:  Dr. rer. medic. Harald Stephan, Fachautor

Vitamin D-Mangel betrifft alle Zellen des Menschen, denn sie alle tragen an ihrer Oberfläche Rezeptoren für das Vitamin D3, das als Hormon wirkt und über die Blutbahn an jede Stelle des Körpers gelangt. Mithilfe dieser Andockstellen gelangt es in das Zellinnere und steuert die Ablesung von über 2.000 Genen.

Entsprechend vielfältig sind die Symptome des Vitamin D-Mangels – der Mangel beeinträchtigt praktisch alle Körperfunktionen. Dazu gehört nicht nur der Calciumstoffwechsel mit dem Aufbau und Abbau von Knochensubstanz, sondern auch Immunabwehr, Muskeltätigkeit, Nervenleitung wie auch das Herz-Kreislauf-System.




Was sind die ersten Symptome von Vitamin D-Mangel?

Die ersten Symptome bei Vitamin D-Mangel sind relativ unspezifisch und treten in ähnlicher Form auch bei anderen Erkrankungen auf. Dazu gehören

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • verringerte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • seelische Verstimmung bis hin zu Depressionen
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Schlafprobleme
  • trockene, schuppige Haut und brüchige Haare und Nägel
  • verschlechterte Wundheilung.

Bei längerem Fortbestehen eines Vitamin D-Mangels verschlimmern sich die Symptome. Einige Krankheiten sollen sich durch eine rechtzeitige Substitution von Vitamin D verhindern lassen.

Video zu den Symptomen des Vitamin-D-Mangels

Symptome von Vitamin D-Mangel bei Knochen und Skelett

Vitamin D und Calcium hängen eng miteinander zusammen. Calcium ist mit rund eineinhalb Kilo der häufigste Mineralstoff des Menschen und wird für zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt. Vitamin D hilft bei der Aufnahme von Calciumionen aus dem Darm und beim Einbau in den wichtigsten Calciumspeicher des Körpers, die Knochensubstanz.

Diese ist von ständigen Umbauarbeiten geprägt: Abhängig von der aktuellen Belastungssituationen wird an der einen Stelle Knochen abgebaut, um an anderer Stelle aufgebaut und verstärkt zu werden. Fehlt Calcium oder Vitamin D, überwiegt der Abbau, da die Ionen auch an anderer Stelle dringend benötigt werden.

Die Folge ist eine Entmineralisierung der Knochensubstanz, die zusehends brüchiger wird. Die Folgen dieses fortschreitenden Calciumentzuges sind Knochenerweichung (Osteomalazie) und Knochenschwund (Osteoporose). Osteoporose ist besonders typisch für Frauen nach den Wechseljahren, bedingt durch die damit verbundenen hormonellen Umstellungen. Fehlen hier Calcium oder Vitamin D, treten vermehrt Knochenbrüche auf, selbst an den Wirbelkörpern.

Sinterungsbrüche, bei denen sich die Deckplatten eines Wirbels annähern, verursachen Keilwirbel, die zum Buckel (Kyphose) vieler älterer Frauen beitragen. Besonders hoch ist der Vitamin D-Bedarf auch im Wachstum, da es hier nicht nur um Erhalt, sondern den Aufbau neuer Knochen geht.

Kinder litten zu Beginn der Industrialisierung häufig an Rachitis, einer Wachstumsstörung der Knochen. Grund dafür waren weniger Aufenthalt im Freien durch Kinderarbeit und die Verdunklung der Sonne durch Smog. Früher versuchte man dem mit dem von Kindern innig gehassten Lebertran abzuhelfen, der besonders reich an Vitamin D ist.

Erkrankungen

Nur der Arzt kann die Symptome zuordnen. Copyright: World Image bigstockphoto

Symptome von Vitamin D-Mangel bei der Immunabwehr

Vitamin D und Calcium sind ebenfalls wichtig für eine gut funktionierende Immunabwehr. Dementsprechend führt Vitamin D-Mangel zu einer verminderten Bildung von Antikörpern und beeinträchtigt die Abwehrbereitschaft der Immunzellen.

Die Folge ist eine erhöhte Infektanfälligkeit, von der vor allem die Atemwege betroffen sind. Sie äußert sich mit häufigen grippalen Infekten, Erkältungen und Bronchitis bis hin zur Lungenentzündung.

Im Winter kommen hier mehrere ungesunde Umstände zusammen: Die mangelnde Sonneneinstrahlung sorgt für einen erniedrigten Vitamin D-Spiegel im Blut, es sind vermehrt Krankheitserreger unterwegs und die Kälte zieht das Immunsystem zusätzlich in Mitleidenschaft. Entzündungshemmung und Abwehr von Mikroorganismen spielt auch bei Parodontose und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) eine Rolle.

Diese Symptome beruhen auf dem fehlenden Schutz infolge Vitamin D-Mangel, durch den sich die Bakterien ungehindert in Zahnbelag und Zahnstein vermehren, das Zahnfleisch durch Entzündungen zurückgehen lassen und letztlich für Zahnausfall sorgen.

Autoimmunerkrankungen als Symptome von Vitamin D-Mangel

Aktuelle Forschungen zeigen, dass Vitamin D-Mangel an mehreren Autoimmunerkrankungen beteiligt zu sein scheint. Dazu gehören die Symptome von

  • Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis,
  • rheumatische Erkrankungen,
  • allergischer Schnupfen (Heuschnupfen, Allergien gegen Tierhaare oder Hausstaubmilben),
  • Asthma,
  • Neurodermitis,
  • Psoriasis,
  • das Sjögren-Syndrom
  • und systemischer Lupus erythematodes.

Bei all diesen Erkrankungen greifen Immunzellen fälschlicherweise körpereigene Strukturen an, die normalerweise vor einem Angriff geschützt sind. Wie es zu einer solchen Überreaktion kommt, ist noch nicht vollständig geklärt.

Symptome des Vitamin D-Mangels bei der Wundheilung

Das Immunsystem ist wesentlich an der Wundheilung beteiligt, denn es hält Mikroorganismen aus der Wunde fern, die den Heilungsprozess behindern. Darüber hinaus beeinflusst Vitamin D die Bildung von neuem Bindegewebe und lässt die Haut schneller verheilen.

Außerdem verhindert es Entzündungen, sodass sich die Wunde schneller schließt. Auch hier sind Senioren häufig betroffen. Der verbreitete Vitamin D-Mangel verursacht nicht nur Symptome wie Muskelschwäche und Osteoporose, sondern behindert die Heilung chronischer Wunden wie

  • Druckgeschwüren (Dekubitus) und
  • Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris) sowie dem
  • diabetischen Fußsyndrom

Das geschwächte Immunsystem begünstigt zudem die Ansiedlung von Bakterien, die zur Eiterbildung und noch schlechterem Verheilen führen.

Symptome in der Muskulatur

Vitamin D ist wichtig für Aufbau von Muskelmasse und die Funktion der Muskulatur. Daher äußert sich ein Vitamin D-Mangel mit Muskelschwäche und verringerter körperlicher Leistungsfähigkeit.

Senioren zeigen diese Symptome häufig: Inbesondere wenn sie bettlägrig und pflegebedürftig sind, kommen sie kaum noch an die Sonne und bilden zu wenig Vitamin D.

Die geschwächte Muskulatur führt zu einer erhöhten Sturzneigung, was sich in Verbindung mit Osteoporose als fatal erweist. Häufige Folge sind Frakturen des Oberschenkelhalses, die dann meistens mit Teilendoprothesen chirurgisch versorgt werden müssen. Darüber hinaus ist die Kombination von Muskelschwäche und beeinträchtigtem Skelettsystem ein wichtiger Auslöser von chronischen Schmerzzuständen wie Rückenschmerzen, aber auch der Fibromyalgie.

Symptome im Nervensystem

Vitamin D wirkt neuroprotektiv, das heißt es schützt die Nervenzellen vor Schäden durch freie Radikale und altersbedingten Abbauerscheinungen. Daher vermutet man einen Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen wie

  • Schizophrenie,
  • Depressionen, aber auch
  • Alzheimer und anderen Formen der Demenz sowie
  • Multipler Sklerose (MS).

Diskutiert wird auch ein Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und Symptomen wie

  • Autismus sowie
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) und
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (AHDS).

Symptome von Vitamin D-Mangel bei Herz und Kreislauf

Vitamin D-Mangel beeinträchtigt das Gefäßsystem und beeinflusst die Blutfettwerte. Arteriosklerose verursacht Symptome wie Bluthochdruck und Herzerkrankungen und gilt als wichtigster Auslöser für Herzinfarkt und Schlaganfall. Schäden an den Blutgefäßen des Gehirns gelten als Ursache für transitorische ischämische Attacken (TIA) und vaskuläre Demenz (vD).

 

 

Phsychische D3 Mangel Symptome

Stimmungstief aufgrund eingeschränkten Serotonins

Zu den Symptomen, die auf einen Mangel an Cholecalciferol hindeuten können, zählen die Depressionen. Der Grund besteht darin, dass durch das fehlende Vitamin D keine Aktivierung relevanter Enzyme entsteht. Zu ihnen gehört das Serotonin, das den Beinamen „Glückshormon“ trägt. Es übernimmt Verantwortung für das Glücksempfinden, indem es beispielsweise das Belohnungszentrum im menschlichen Gehirn stimuliert. Demnach gehört die Adynamie zu den charakteristischen Vitamin-D-Mangel-Symptomen.

Der Fachbegriff bezeichnet neben einer depressiven Verstimmung ein Gefühl der Abgeschlagenheit. Daraus resultiert ein Energieverlust, der ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Stimmung ausübt. Bleibt die Depression als Symptom für den Vitamin-D-Mangel lange Zeit unbemerkt, beeinträchtigt sie das Leben der Betroffenen stark. Die gesundheitliche Komplikation gehört dabei zu den weitverbreiteten Leiden. Allein in Deutschland weisen drei Millionen Menschen Anzeichen für das dauerhafte Stimmungstief auf. Das belegt die Publikation „Erscheinungsformen, Häufigkeit und Versorgung von Depressionen. Ergebnisse des bundesweiten Gesundheitssurveys”. H. U. Wittchen et al. veröffentlichten diese im Jahr 2000.

Des Weiteren bewies eine Studie der WHO, dass die Depressionen bereits zu Krankheitsbeginn das Leben der Patienten beeinträchtigen. Sie nennt sich: „The global burden of disease: 2004 update“ und stammt von C. Mathers et al. Die Veröffentlichung erschien im Jahr 2008.

Die Depression als Vitamin-D-Mangel-Symptom

Zu den Hauptursachen der depressiven Verstimmung gehört ein Mangel an Cholecalciferol. Hierbei zeigt sich, dass zwischen der Schwere der gesundheitlichen Komplikation und der Mangelerscheinung eine umgekehrte Abhängigkeit besteht. Das heißt, je weiter die Calciol-Konzentration im Blut sinkt, desto ausgeprägter sind die Anzeichen der Depression. Im Umkehrschluss führt die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zu einer verbesserten Stimmung.

In der kalten Jahreszeit besteht keine Möglichkeit, das Calciol eigenständig unter Einfluss der Sonnenstrahlen zu synthetisieren. Aus dem Grund leiden vorrangig Frauen an einem im Volksmund „Winterdepression“ genannten Stimmungstief. Früher gingen die Forscher davon aus, dass der Mangel an Licht die Schwermut begünstigt. In der heutigen Zeit wissen sie, dass fehlendes Vitamin D sich negativ auf den Gemütszustand auswirkt. Der Grund besteht darin, dass das Calciol die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn reguliert. Fehlt es im Körper, fühlen sich die Betroffenen müde, abgeschlagen und lustlos.

Vorrangig in der Winterzeit leiden die Patienten an einem niedrigen Cholecalciferol-Spiegel. Begaben sie sich im Sommer nicht ausreichend lange ins Sonnenlicht, besitzen sie keinen körpereigenen Vitamin-D-Speicher. Demnach besteht in der kalten Jahreszeit keine Möglichkeit, die Cholecalciferol-Konzentration auf natürliche Weise zu erhöhen. Vorrangig Frauen spüren in dem Fall die Winterdepression. Bei älteren Patienten führt das Phänomen unter Umständen zur Lebensmüdigkeit. In der Folge werden sie dem Alltag überdrüssig. Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, empfehlen die Mediziner, eine Vitamin-D-Lampe zu erwerben. Deren ultraviolette B-Strahlen regen die Eigensynthese des Vitamin D3 an.

Wie wirkt Cholecalciferol auf das Serotonin?

Die depressive Verstimmung stellt ein Symptom des Vitamin-D-Mangels dar, da dem Organismus das Serotonin fehlt. Das resultiert aus dem Umstand, dass Calciol sich an der Regulation des Hirnbotenstoffs beteiligt. Demnach sorgt eine Unterversorgung mit Vitamin D zu einer strukturellen Veränderung im Gehirn. Diese bewirkt eine fehlerhafte Verwertung des Dopamins. Zusätzlich droht aufgrund der Mangelerscheinung eine gestörte Synthese des Norepinephrins. Die Substanz kennen die Patienten besser unter dem Namen Noradrenalin. Die drei Enzyme nehmen einen starken Einfluss auf die psychische Verfassung der Patienten.

Eine weitere Aufgabe des Calciols besteht darin, das interzelluläre Antioxidans Glutathion zu steuern. Aufgrund der Fähigkeit des Vitamin D, die Nerven zu schützen, bewahrt es den Organismen vor neuralen Erkrankungen. Leiden die Patienten an dem charakteristischen Vitamin-D-Mangel-Symptom, bewährt es sich, den Calciol-Spiegel zu erhöhen. Hierbei empfehlen die Mediziner beispielsweise eine Anfangstherapie, bei der sie Cholecalciferol-Präparate einnehmen.

Als vorteilhaft erweisen sich die Vitamin-D-Tropfen, da sie eine flexible Dosierung ermöglichen. Aufgrund der enthaltenen Zusatzstoffe verzichten die Patienten besser auf den Konsum der Cholecalciferol-Tabletten. Bei einer fortgeschrittenen Depression suchen die Betroffenen zudem Unterstützung bei der Familie oder einem Psychologen.

Verringerte Zellgesundheit als Symptom des Vitamin-D-Mangels

Das Vitamin D übernimmt im menschlichen Organismus die Steuerung von mehr als 2.000 Genen. Diese erhalten für diverse Prozesse einen hohen Stellenwert. Zu den gravierenden Symptomen des Vitamin-D-Mangels gehört das Abfallen der Zellgesundheit. Auf lange Sicht drohen schwerwiegende Schäden an den Organen. Im schlimmsten Fall gilt die Mangelerscheinung als Ursache für das vorzeitige Ableben der Patienten. In Deutschland sterben im Jahr 18.000 Menschen an den Folgen des Calciol-Mangels. Das belegt die Studie: „An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult german population“. Armin Zittermann et al. veröffentlichte die Publikation im November 2009.

Allerdings widersprechen einige Wissenschaftler der Hypothese, da die niedrige Vitamin-D-Konzentration in mehreren Fällen aus einer Vorerkrankung resultiert. Um dennoch Organschäden zu vermeiden, testen Sie bei Bedarf die Menge des Cholecalciferols im Blutkreislauf. Zu dem Zweck eignet sich beispielsweise ein im Internet erhältliches Test-Kit. Alternativ bitten Sie Ihren Hausarzt, eine entsprechende Blutuntersuchung vorzunehmen. Bemerken Sie erste Symptome des Vitamin-D-Mangels, bewähren sich beispielsweise Calciol-Supplemente. Durch die Kapseln, Tropfen oder Tabletten gelingt es den Patienten, den Vitamin-D-Spiegel auf den Normbereich zu erhöhen.

Das Calciol und die Knochengesundheit

Neben der vorwiegend bei Kindern auftretenden Rachitis führt ein Mangel an Cholecalciferol auch bei Erwachsenen zu brüchigen Knochen. Das gesamte Knochensystem bildet sich bis zum 20. Lebensjahr der Patienten aus. Daher betrifft die verminderte Knochengesundheit als Symptom des Vitamin-D-Mangels oft junge Erwachsene. Halten sie sich wenig in der Sonne auf und nehmen keine Cholecalciferol-Präparate ein, leiden sie unter einer Demineralisierung des Skeletts.

Im Laufe des Lebens führt die verminderte Konzentration des Calciols zudem zu Knochenschwund und einer Knochenerweichung. Die Ursache besteht in der Aufgabe des Vitamin D, das die Aufnahme von Kalzium und Phosphor steuert. Fehlt es im Organismus, wirkt dieser mit dem Herauslösen der Mineralien aus dem Knochen einem Kalziummangel entgegen. Zunächst folgt eine Aufweichung der Knochenstruktur, anschließend erscheinen sie brüchig. Speziell ältere Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel leiden unter Knochenbrüchen.

Infektionsanfälligkeit als Symptom für den Vitamin-D-Mangel

Zu den typischen Merkmalen eines Calciol-Mangels gehört die bereits in den Aufzählungen genannte Infektionsanfälligkeit. Das Vitamin D übernimmt zellregulierende Aufgaben und beeinflusst dadurch die körpereigene Immunabwehr. Sobald es zu einer Mangelerscheinung kommt, klagen die Betroffenen über eine höhere Anfälligkeit für Erkältungen und andere Infekte. In den Wintermonaten bleibt auch die Eigensynthese des Cholecalciferols unter Einwirkung der ultravioletten B-Strahlung aus. Daher steigt das Risiko bakterieller und viraler Infektionen weiterhin.

Das Calciol steuert das Ausschütten der körpereigenen Antibiotika. Dadurch reguliert es die angeborene und die erlernte Abwehrreaktion des Immunsystems. Nehmen Sie wenig Vitamin D auf, erkranken Sie häufiger an Grippe oder Atemwegserkrankungen. Ferner begünstigt die Mangelerscheinung das Entstehen verschiedener Autoimmunerkrankungen. Dazu gehört beispielsweise die multiple Sklerose. Wissenschaftler fanden heraus, dass ein Mangel an Cholecalciferol zur Entstehung der Krankheit beiträgt. Leiden Sie bereits an dem Phänomen, stellt die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten eine empfehlenswerte Begleittherapie dar.

Vitamin-D-Mangel und Symptome des Blutkreislaufs

Das Calciol beeinflusst mehrere Teilbereiche des Herz-Kreislauf-Systems. Eine große Meta-Studie aus dem Jahr 2010 belegt, dass das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung durch einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel um 33 Prozent sinkt. Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, verringert sich durch eine angemessene Calciol-Konzentration im Blut um 55 Prozent. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen zählen, beeinflusst der Vitamin-D-Spiegel nachweislich die Mortalität.

Überdies verhindert das Cholecalciferol die Verkalkung der Gefäße. Die Ablagerungen verursachen die Störungen im Herz-Kreislauf-System. Auch der Umstand belegt die Relevanz des Vitamins D für den menschlichen Körper. Hierbei kommt es jedoch darauf an, dass die Patienten Vitamin K2 konsumieren. Dieses sorgt für den Transport des aufgenommenen Kalziums und dessen Einbindung in die Knochenstruktur. Fehlt es, bildet sich im Körper schädliche Schlacke.

Fehlendes Vitamin D führt zu Nervenschäden

Eine Vielzahl der Vitamin-D-Rezeptoren existiert im zentralen Nervensystem und im Gehirn. In diesen Bereichen übernimmt das Calciol unterschiedliche Aufgaben. Beispielsweise schützt es die Neuronen effektiv vor Schäden. Zu den Symptomen des Vitamin-D-Mangels gehören daher auch psychische Defekte. Die Betroffenen bemerken eine verminderte Leistungsbereitschaft und einen Abfall der geistigen Fähigkeiten. Speziell im Alter leiden Personen mit einem geringen Calciol-Spiegel unter einer verminderten Sinneswahrnehmung und Konzentrationsschwäche.

Nehmen Sie ausreichend Vitamin D zu sich, schützen Sie Ihren Organismus effektiv vor einer altersbedingten Degeneration. Zusätzlich regelt es eine Vielzahl von im Gehirn angesiedelten Botenstoffen. Ebenso unterstützt das Cholecalciferol das das Hirn beim Entgiften. Es reguliert das Ausschütten eines starken Antioxidans namens Glutathion. Ferner hemmt es die Fertigung des gesundheitsschädigenden Stickstoffmonoxids.

Fehlt Ihnen das Calciol im Körper, gehört ein erhöhtes Demenzrisiko zu den charakteristischen Symptomen des Vitamin-D-Mangels. Zudem begünstigt die Mangelerscheinung die Entstehung von Depressionen und Schizophrenie.

Ferner stellt die Muskelschwäche ein charakteristisches Symptom für den Vitamin-D-Mangel dar. Bei älteren Menschen führt ein geringer Calciol-Spiegel im Blut zu einer deutlichen Schwächung der Muskulatur, sodass vermehrt Stürze drohen. Um das zu vermeiden, empfehlen die Mediziner ebenfalls die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Die handelsüblichen Tabletten verfügen über eine Dosierung von 1.000 Internationalen Einheiten. Interessieren Sie sich für eine Anfangstherapie, verschreibt Ihnen der Hausarzt geeignete Cholecalciferol-Präparate.

Leiden Sie unter einer geringen Vitamin-D-Konzentration, steht zunächst das Auffüllen der körpereigenen Speicher im Vordergrund. Daher eignen sich hoch dosierte Supplemente, um den Calciol-Spiegel in den normalen Bereich zu bringen. Anschließend steht bei Personen, die sich wenig im Freien aufhalten, die Erhaltungstherapie im Fokus. Mithilfe der regelmäßig eingenommenen Kapseln oder Tropfen gewährleisten Sie einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel in Ihrem Organismus. Aufgrund der flexiblen Dosierung stellen die Tropfen die bessere Alternative dar.

 

Hilfe bei Vitamin-D-Mangel Symptomen:

weiterlesen:

Quellen, Links und weiterführende Literatur