Vitamin D anabole Wirkung

Die anabole Wirkung von Vitamin D in der Bodybuilding Erfahrung

Das „Sonnenhormon“ Vitamin D besitzt eine sogenannte anabole Wirkung. Es wird durch UV-Strahlung in der menschlichen Haut gebildet und zählt streng genommen nicht zu den Vitaminen, sondern zu den Botenstoffen. Erfahren Sie, wie Vitamin D eine anabole Wirkung entfaltet und wie Sie diesen Effekt sowohl als Sportlerin und Sportler als auch für den Alltag nutzen können.

Vitamin D und die anabole Wirkung

Anabole Aufbau Wirkung von D3 Copyright: HalfPoint, Bigstockphoto

 

 

Zusammenhang von „Vitamin D“ und der  „anabolen Wirkung“

Um zu verstehen, wie Vitamin D eine anabole Wirkung entstehen lässt, ist es sinnvoll, beide Begriffe kurz zu umreißen.

1. Vitamin D trägt in der Wissenschaft den Namen Calciferol, seit die Forschung heraus fand, dass es sich nicht um ein Vitamin handelt, sondern vielmehr um ein Hormon. Der Botenstoff wird in Hautzellen synthetisiert, wenn UV-Licht darauf trifft. Daher kann die Gewinnung für den Körper zu 90 Prozent nur über UV-Licht und nicht über die Nahrung erfolgen. Einzige Alternative ist die Supplementierung durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel.

2. Das Wort anabol kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Aufschiebung“. Mit der wörtlichen Bedeutung allein lässt sich nicht ableiten, was in der Medizin damit gemeint ist. Eine anabole Wirkung bedeutet, dass ein Vorgang stattfindet, der etwas aufbaut. Das Endergebnis befindet sich quasi noch aufgeschoben in der Ferne. So können beispielsweise Medikamente eine anabole Wirkung haben, wenn sie den Aufbau von Knochen etc. fördern.

Fazit: Bringen Sie nun Vitamin D und anabole Wirkung zusammen, geht es um die Prozesse, die stattfinden, wenn das Hormon sich am Aufbau von körperlichen Dingen beteiligt. Der am häufigsten genannte, jedoch nicht einzige Bereich, ist der Knochenaufbau. Aber auch der Muskelaufbau profiteiert von einem gesunden Vitamin-D-Spiegel im Körper.

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Vitamin D und die anabole Wirkung auf die Knochen

Wird der Botenstoff in der Haut gebildet, verbleibt er nicht dort, sondern beginnt eine Reise durch den Körper. Er trifft dabei vor allem auf das durch die Nahrung aufgenommene Kalzium und wird zu einer Art „Mitfahrgelegenheit“. Das Kalzium heftet sich an das Hormon und wird vom Hormon zu den Knochen transportiert. Vitamin D stößt demnach eine anabole Wirkung an, denn es wirkt indirekt daran mit, dass Knochensubstanz aufgebaut wird.

Vitamin D und die anabole Wirkung

Anabole Aufbau Wirkung von D3 Copyright: HalfPoint, Bigstockphoto

 

Vitamin D und die anabole Wirkung auf die Muskeln

Seit einigen Jahren ist in der Medizin auch bekannt, dass die Muskeln sich in einem engen Zusammenspiel mit Vitamin D befinden. Die Hormone können an speziell für sie vorgesehenen Rezeptoren der Muskelzellen andocken. Dadurch wird die Proteinsyntheserate beeinflusst. Diese Syntheserate gibt an, wie viele Proteine vom Muskel hergestellt werden können. Je mehr das sind, desto mehr Muskelmasse wird aufgebaut. Vitamin D und die anabole Wirkung setzt also in den Muskelfasern an, die bereits vorhanden sind und weiter aufgebaut werden.

Die anabole Wirkung findet jedoch nicht nur in vorhandenem Muskelgewebe statt, sondern auch in den Satellitenzellen. Diese Zellen gelten als Vorläufer der Muskelzellen und werden durch Vitamin D dazu angeregt, gesund zu bleiben und bei entsprechenden Impulsen neue Muskelzellen zu bilden.

 

Vitamin D und die anabole Wirkung auf das Immunsystem

Die aufbauende Wirkung auf den Körper findet nicht nur in Knochen und Muskeln statt, sondern beeinflusst im gesamten Organismus die Abwehrkräfte. Vitamin D kommuniziert als Hormon mit dem Immunsystem und steuert dessen Prozesse mit. Dringt beispielsweise ein Erreger in den Körper ein und es ist genügend Vitamin D vorhanden, kann das Hormon sowohl das Wachstum bereits vorhandener Zellen ankurbeln als auch die Zellteilung insgesamt anregen, damit neue Abwehrzellen entstehen. Ähnlich wie bei den Muskeln ist die anabole Wirkung also sowohl bei vorhandenen Zellen als auch bei der Neubildung von Zellen messbar.

 

Zusätzliches Vitamin D: die anabole Wirkung durch Nahrungsergänzungsmittel steigern

Ernährungswissenschaftler sind kritisch, wenn es um die Supplementierung geht. Grundsätzlich sollte eine ausgewogene Ernährung sowie Bewegung im Freien bei einem gesunden Menschen genügen, um den Organismus mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Es gibt jedoch Risikogruppen, bei denen eine Supplementierung eher sinnvoll als bei anderen ist. Dazu zählen vor allem:

  •  Vegetarier
  •  Veganer
  •  Schwangere
  •  Senioren
  •  Leistungssportler
  •  Patienten mit Osteoporose

Natürlich kann eine Einnahme von Vitamin D auch bei anderen Lebensumständen sinnvoll sein. Ebenso benötigen Sie nicht zwangsweise eine Supplementierung, nur weil Sie in eine der genannten Gruppen fallen. Wer beispielsweise aus unterschiedlichen Gründen eine längere Zeit nicht ins Freie kann, bekommt schneller einen Mangel. Gleichzeitig können Senioren mit täglichen Spaziergängen sehr wohl genügend Vitamin D aufbauen.

Bevor Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, sollte daher die Notwendigkeit mit dem Hausarzt besprochen werden. Ein einfaches Blutbild genügt, um den persönlichen Wert zu ermitteln. Liegen sie unterhalb der Norm, kann Vitamin D zusätzlich eingenommen werden.

Quellen und Literatur:

http://bodyweight-workout.com/anabol-und-katabol/
Armin Zittermann: Vitamin D in der Präventivmedizin. 2. Auflage. UNI-MED-Verlag, Bremen 2012
Dr. med. Raimund von Helden: Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie. 18. Auflage. Hygeia-Verlag, 2015

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

Redaktions Tipp:

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