Vitamin D und der Blutzucker

Wie hilft Vitamin D gegen erhöhten Blutzucker und die Zuckerkrankheit 

Bei der Entstehung des Diabetes mellitus – auch Zuckerkrankheit genannt – nimmt der Lebenswandel des Patienten Einfluss. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass es sich um die genetisch bedingte Form der gesundheitlichen Komplikation handelt. Um dem Diabetes mellitus vorzubeugen, hilft die Einnahme von Cholecalciferol-Präparaten. Dies liegt an dem Umstand, dass Vitamin D den Blutzucker positiv beeinflusst. Entscheiden Sie sich für den täglichen Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln, achten Sie besser darauf, dass das Präparat einen Vitamin-K-Anteil besitzt. Sonst droht aufgrund der Kalziumaufnahme und der fehlenden Verwertung die Bildung ungesunder Schlacke.

Vitamin D und der Blutzucker

Vitamin D und der Blutzucker Copyright: dolgachov, bigstockphoto

 

 

Zusätzlich synthetisiert der menschliche Organismus das Cholecalciferol eigenständig unter Einfluss der Sonnenstrahlen. Damit ausreichend ultraviolette B-Strahlung auf Ihre Haut gelangt, nehmen Sie zwischen April und Oktober mehrere kurze Sonnenbäder. Pro Tag reicht ein zwanzigminütiger Aufenthalt im Freien.

 

Warum schützt Sie Vitamin D3 vor Diabetes?

Um gegen die Erkrankung Diabetes vorzubeugen, raten die Ärzte zum maßvollen Verzehr von Süßspeisen und gegebenenfalls einer Reduktion von Übergewicht.

Gleichzeitig spielt das Vitamin D für den Blutzucker eine wesentliche Rolle. Leiden Sie unter einer Mangelerscheinung, steigt das Risiko, an der Typ-2-Diabetes zu erkranken. Eine Studie aus dem Jahr 2015 kam zu dem Schluss, dass die Zuckerkrankheit nicht ausschließlich aufgrund von Übergewicht entsteht. Die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, sinkt bei übergewichtigen Menschen mit ausreichendem Vitamin-D-Spiegel. Die Publikation stammt von Dr. Mercedes Clemente-Postigo et al. und trägt den Titel: „Serum 25-Hydroxyvitamin D and Adipose Tissue Vitamin D Receptor Gene Expression: Relationship With Obesity and Type 2 Diabetes“.

weiterlesen: Vitamin D bei Diabetes

 

Zudem besitzt das Cholecalciferol eine stabilisierende Wirkung, die den Blutzuckerstoffwechsel bei Diabetes betrifft. Um den Umstand nachzuweisen, untersuchten die Mediziner das Gewebe der Muskeln und der Leber sowie die Betazellen von Betroffenen. Professor Klaus Badenhoop von der Deutschen Diabetes Gesellschaft, kurz DDG, erklärte, durch die Verbesserung des Vitamin-D-Spiegels steige die Insulinsensitivität um 60 Prozent. Demnach besteht die Möglichkeit, die Diabetes durch Vitamin D3 positiv zu beeinflussen.

 

Leiden die Patienten unter einem geringen Vitamin-D-Spiegel, liegt der Wert unter zehn Nanogramm pro Milliliter Blut. Um den wünschenswerten Effekt auf den Blutzuckerspiegel zu erzielen, sollte die Calciol-Konzentration auf 30 Nanogramm pro Milliliter steigen. Befindet sich ausreichend Cholecalciferol im Organismus, regt es die insulinproduzierenden Zellen an. In der Folge profitieren die Patienten von einem Anstieg des wichtigen Hormons.

Leiden Sie unter der Zuckerkrankheit, bewährt es sich, durch Vitamin D den Blutzucker zu verbessern. Zu dem Zweck suchen Sie beispielsweise Ihren Hausarzt auf, der Ihnen entsprechende Nahrungsergänzungsmittel verschreibt. Sie beinhalten in der Regel 1.000 Internationale Einheiten des Calciols. Kennen Sie die Vitamin-D-Konzentration in Ihrem Blut nicht, geben Sie einen Bluttest in Auftrag. Anhand der Ergebnisse erfahren die Patienten, ob sie bereits einen Calciol-Mangel erleiden. In dem Fall schafft eine Anfangstherapie Abhilfe. Hierbei nehmen Sie hoch dosiertes Vitamin D zu sich, um den körpereigenen Cholecalciferol-Spiegel auf das normale Maß zu steigern.

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Wie hängen Vitamin D und der Blutzucker zusammen?

Durch die regelmäßige Einnahme der Vitamin-D-Supplemente gelingt es Ihnen, die Insulinempfindlichkeit Ihres Körpers zu optimieren. Dadurch profitieren nicht nur Zuckerkranke von dem Cholecalciferol. Auch Personen, die vermehrt süße Speisen essen oder zum Übergewicht neigen, treffen auf die Weise vorbeugende Maßnahmen. Während der Sommerzeit reicht es oftmals aus, sich täglich bis zu zwanzig Minuten im Sonnenschein aufzuhalten. Jedoch üben zahlreiche Menschen ihre Arbeit in geschlossenen Räumen aus, sodass eine geringe körpereigene Vitamin-D-Synthese stattfindet. Des Weiteren existiert das Calciol ausschließlich in wenigen Lebensmitteln. Dazu gehören beispielsweise:

  • Rindsleber,
  • Eier,
  • Milch,
  • Champignons
  • und Fettfische.

Da während der Winterzeit keine Möglichkeit besteht, das Cholecalciferol unter Einfluss des Sonnenlichts zu synthetisieren, erhalten die Nahrungsergänzungsmittel Priorität. In den Tabletten befinden sich oftmals zusätzliche Stoffe, die unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen. Aus dem Grund stellen die flexibel dosierbaren Vitamin-D-Tropfen die empfehlenswertere Alternative dar. Auch bei ihnen existiert die Option, Kombi-Produkte zu erwerben. Bei diesen mischen die Hersteller Vitamin K unter das Calciol. Bei Weichkapseln, die ebenfalls keine Zusatzstoffe beinhalten, liegt die Dosis des MK7 zwischen zehn und 20 Mikrogramm.

 

Verursacht Diabetes einen Cholecalciferol-Mangel?

Eine Vielzahl der Typ-2-Diabetiker leidet unter einem niedrigen Calciol-Spiegel. Dr. Stephan Scharla, Privatdozent in den Bereichen Endokrinologie und Diabetologie, erklärt, dass bisher keine Gründe für das Phänomen bekannt sind. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Vitamin D3 vor Diabetes Typ eins schützt. Kommt es bei Kindern zu einem erhöhten Risiko, die Zuckerkrankheit zu erleiden, denken die Eltern besser über die Gabe von Vitamin-D-Präparaten nach. Die Gefahr einer Diabetes-Typ-1-Erkrankung steigt beispielsweise, wenn bereits Familienmitglieder an der gesundheitlichen Komplikation leiden.

 

Blutzucker mit Vitamin D senken?

Unter dem Blutzuckerspiegel verstehen die Ärzte den Anteil von Glukose im Blut. Dieser Stoff verleiht den Zellen die Energie für zahlreiche Stoffwechselprozesse. Speziell das Gehirn, die roten Blutzellen und die Nebennieren beziehen die Produktionsenergie direkt vom Zuckeranteil im Blutkreislauf. Erhöhte Werte führen jedoch zu gesundheitlichen Gefährdungen. Aus dem Grund kümmern sich im Organismus die Hormone Insulin und Glukagon und die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Leiden Sie an erhöhten Blutzuckerwerten, liegt dies an einer gestörten Insulinproduktion. Ebenso kommt es vor, dass ausschließlich eine reduzierte Wirkung des Hormons besteht.

Nehmen Patienten mit Diabetes Vitamin D3 ein, sorgt dieses für eine bessere Verwertung des Insulins. Auf die Weise sinkt der Blutzuckerspiegel der Betroffenen nachweislich. Weitere Substanzen, die einen ähnlichen Effekt erzielen, zeigen sich in Form von Zimt oder Chromextrakt. Durch die regelmäßige Einnahme von zimthaltigen Speisen gelingt es Ihnen, den Blutzucker um 18 bis 29 Prozent zu reduzieren.

 

Weitere Tipps für Patienten

Neben dem Cholecalciferol helfen auch andere Vitamine dabei, Ihren Blutzuckerspiegel zu senken. Dazu gehören beispielsweise die Vitamine C und E. Gleichermaßen beeinflussen Selen und das L-Arginin den Blutzucker der Betroffenen positiv. Vorrangig Diabetiker weisen aufgrund der hohen Glukosekonzentration im Blut an oxidativem Stress. Dadurch kommt es zu einer starken Schädigung der Zellen, woraus die Zerstörung von Nervenzellgewebe und Gefäßen resultiert. Abhilfe schaffen die Antioxidantien, welche die Zellen vor den freien Radikalen schützen.

Daher lohnt es sich, Lebensmittel, die viel Vitamin C enthalten, zu konsumieren. Gute Beispiele stellen Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen dar. Durch die zusätzliche Einnahme von Extrakten, die Vitamin B1 beinhalten, bewahren Sie Ihren Körper vor einer Glykation. Sie begünstigt die diabetischen Folgeerkrankungen.

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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