Vitamin D in der Stillzeit

Vitamin D in der Stillzeit ‒ Einnahme, Risiken und Wirkung

Vitamin D beeinflusst den Knochen-Stoffwechsel und die Funktion der menschlichen Organe. Die Einnahme von Vitamin D in der Stillzeit gewährleistet eine ausreichende Nährstoff-Zufuhr für den Säugling.  Vitamin D entsteht im menschlichen Körper mithilfe der UV-B-Strahlen der Sonne. Es beeinflusst den Knochen-Stoffwechsel, das Immunsystem sowie die Funktion sämtlicher Organe. In der Stillzeit besteht ein erhöhter Bedarf an Vitamin D. Eine angemessene Sättigung der Muttermilch garantiert eine optimale Versorgung des Säuglings. Um einen Nährstoff-Mangel vorzubeugen, empfiehlt es sich, während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Vitamin-D-Präparate zurückzugreifen.

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Stillen © Svetlana Fedoseeva – Fotolia.com

 Vitamin-D-Versorgung durch die Muttermilch

Ein Arzt ermittelt den aktuellen Vitamin-D-Gehalt anhand einer Blutprobe. Anschließend berät er die Stillende bezüglich der Einnahme eines angemessenen Präparates. Frauen, die in den Herbst- oder Winter-Monaten entbinden, weisen in der Regel einen Mangel des Vitamins auf. Mithilfe eines Ergänzungs-Mittels gelingt es, den Anteil von Vitamin D in der Stillzeit zu erhöhen. Dies geht mit einem erhöhten Nährstoff-Gehalt der Muttermilch einher.

Der Säugling nimmt während der Stillzeit Vitamin D über die Muttermilch auf. Zusätzlich bildet er eine geringe Menge des Nährstoffes über die Sonnen-Einstrahlung in der Haut. Ein angemessener Vitamin-D-Gehalt begünstigt das Wachstum der Muskeln und stimuliert das kindliche Immunsystem. Darüber hinaus benötigt das Baby das Vitamin für den Aufbau des Knochensystems. Ein Vitamin-D-Mangel der Mutter führt zu Entwicklungs-Beeinträchtigungen vonseiten des Kindes.

 

Präparate verhindern Vitamin-D-Mangel in der Stillzeit

Je nach Art des Vitamin-D-Präparates erfolgt die Einnahme täglich oder wöchentlich. Bei der Berechnung der Dosis spielt das Körpergewicht der Stillenden eine wesentliche Rolle. Grund hierfür ist die Ablagerung des Vitamins im Fettgewebe. Folglich benötigen übergewichtige Frauen eine größere Menge als Normal-Gewichtige.

 

Bei der Einnahme von Vitamin D in der Stillzeit gilt es, die durch den Arzt ermittelte Tages- oder Monats-Dosis einzuhalten. Ein erhöhter Nährstoff-Gehalt wirkt sich schädigend auf die menschliche Gesundheit aus. Im Gegensatz hierzu erhöht ein Vitamin-D-Mangel das Krankheits-Risiko für das Kind. Diverse Allergien, multiple Sklerose und Diabetes korrelieren mit einem Defizit. Bei der Berechnung fragt der zuständige Arzt nach dem Körpergewicht und der Größe der Stillenden. Zusätzlich misst er mithilfe der Blutprobe den aktuellen Gehalt des Vitamins.

 

Einige Nahrungsmittel und Medikamente begünstigen einen Vitamin-D-Mangel. Hierzu gehören Anti-Epileptika, Cortico-Steroide und Johanniskraut. Bei einer notwendigen Einnahme der genannten Substanzen empfiehlt es sich, auf ein Vitamin-D-Präparat zurückzugreifen. Dieses steigert den Vitamin-Gehalt der Muttermilch und verhindert einen Defizit desselben.

 

Vitamin-D-Mangel beim Säugling

Ein nächtliches Kopfschwitzen deutet auf einen Vitamin-D-Mangel vonseiten des Kindes hin. In diesem Fall gilt es für die Stillende, ihren eigenen Nährstoff-Gehalt zu erhöhen. Zusätzlich empfiehlt sich die Gabe eines Vitamin-D-Präparates für das Kind. Hierfür ist eine Beratung durch einen Facharzt unerlässlich. Dieser berechnet die optimale Menge an Vitamin D in der Stillzeit. Falls die Stillende und das Kind ein Vitamin-D-Präparat einnehmen, findet der Nährstoff-Gehalt der Muttermilch ebenfalls Berücksichtigung.

 

Benötigt der Säugling ein Vitamin-D-Präparat, erfolgt die Gabe einmal täglich in Form einer kleinen Tablette. In der Regel erstreckt sich die Einnahme über ein Jahr. Alternativ besteht die Möglichkeit, das Kind mit ausreichend Sonnenlicht zu versorgen. Dabei hält sich die Stillende mit dem Baby jeden Tag rund zwei Stunden im Freien auf. Eine direkte Sonneneinstrahlung ist nicht notwendig.

 

Bei Säuglingen empfiehlt sich während der Stillzeit eine regelmäßige Kontrolle des Vitamin-D-Gehaltes. Dabei untersucht der zuständige Arzt das Neugeborene in vierwöchigen Abständen. Fallen Symptome eines Vitamin-D-Mangels auf, ist die Gabe eines Ergänzungs-Mittels unerlässlich. Die Kontroll-Besuche sind insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten zu empfehlen. Die kurzen Zeitspannen zwischen den Untersuchungen ermöglichen eine schnelle und gezielte Intervention, falls eine Unterversorgung an Vitamin D in der Stillzeit vorliegt.

 

Die Gabe eines Vitamin-D-Präparates führt möglicherweise zu Nebenwirkungen und Überreaktionen vonseiten des Säuglings. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, mit der Gabe nicht vor der vierten Lebenswoche zu beginnen. Treten Blähungen oder Verhaltens-Auffälligkeiten auf, ist ein Arztbesuch vonnöten.

 

Vitamin D in Nahrungsmitteln

Neben der Einnahme eines zusätzlichen Präparates deckt eine gesunde Ernährung den Vitamin-D-Bedarf einer Stillenden ab. Folgende Lebensmittel enthalten den besagten Nährstoff:

  • Eier,
  • Milchprodukte,
  • Fisch,
  • Pilze,

Für die Bildung des Vitamins benötigt der menschliche Körper Sonnenlicht. Aus diesem Grund raten Ärzte dazu, sich während der Stillzeit häufig im Freien aufzuhalten.

 

Der Säugling benötigt Vitamin D in der Stillzeit für den Stoffwechsel, das Knochen-Wachstum und die Funktion seiner Organe. Ein angemessener Vitamin-D-Spiegel der Stillenden gewährleistet eine optimale Versorgung des Kindes. Mit einer gesunden Ernährung, dem Kontakt mit Sonnenlicht sowie eines Ergänzungs-Mittels gelingt es, den Vitamin-Bedarf zu decken.

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

 Lizenzen und Literatur:

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Literatur:

Leitzmann, C., Müller, C., Michel, P., Brehme, U., Hahn, A., Laube, H.
Ernährung in Prävention und Therapie.
Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG 

⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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