Vitamin D in Milch und Milchprodukten

Wieviel Vitamin D steckt in Milchprodukten?

Vitamin D in Milch? Für die Gesundheit erhält das Cholecalciferol im menschlichen Organismus einen hohen Stellenwert. Es stärkt die körpereigene Immunabwehr und fördert die Aufnahme von wichtigen Mineralstoffen. Den Tagesbedarf an Vitamin D decken die Patienten, wenn sie sich täglich 20 bis 40 Minuten im Sonnenschein aufhalten. Auch in unterschiedlichen Lebensmitteln wie Fettfisch und Pilzen steckt das relevante Calciol. Zu den bekannten Lieferanten des Cholecalciferols gehören die Milchprodukte.

vitamin d in milch

vitamin d in milch, Copyright: beats bigstockphoto

 

 

Wichtiges Vitamin D in Milchprodukten

Wie viel Vitamin D in Milch steckt, hängt von deren Verarbeitung ab. Speziell Vollfettprodukte eignen sich als Calciol-Quelle. Jedoch reicht das in Lebensmitteln enthaltene Cholecalciferol nicht aus, um den Tagesbedarf zu decken. Aus dem Grund empfehlen Ärzte beispielsweise die zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.

Im menschlichen Körper übernimmt das Cholecalciferol mehrere wichtige Aufgaben. Beispielsweise sorgt es für die Aufnahme von Kalzium und Phosphat. Ebenso wirkt sich das Calciol positiv auf das Immunsystem aus. Personen mit einem ausreichenden Vitamin-D-Spiegel zeigen sich folglich weniger anfällig für Erkrankungen. Gehen Sie täglich längere Zeit ins Freie, synthetisiert der Organismus das Vitamin D3 unter Einfluss des Sonnenlichts. Der Prozess funktioniert von April bis Oktober. Zu einem späteren Zeitpunkt verhindert der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen in Deutschland die Eigensynthese des Calciols.

 

vitamin d in milch

vitamin d in milch, Copyright: beats bigstockphoto

 

Aus dem Grund leiden zahlreiche Patienten in der Winterzeit an einem Vitamin-D-Mangel. Oftmals fühlen sie sich müde und abgeschlagen. Bei einer gravierenden Mangelerscheinung zählen brüchige Fingernägel und Haare zu den typischen Symptomen. Daher raten die Ärzte dazu, das Cholecalciferol über die Ernährung aufzunehmen. Um den Vitamin-D-Spiegel auf einem normalen Niveau zu halten, verwenden Sie beispielsweise Cholecalciferol-Supplemente. Als Dosierung in der kalten Jahreszeit nehmen Sie 3.000 bis 5.000 Internationale Einheiten.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Vitamin aus natürlichen Nahrungsmitteln zu erhalten. Beispielsweise befindet sich in Milch Vitamin D. Hierbei handelt es sich um die tierische Form Vitamin D3. Im Vergleich zum pflanzlichen Calciferol weist es mehrere Vorteile auf. Der menschliche Körper nimmt es umstandslos auf, sodass eine schnellere Verwertung erfolgt. Ebenso bindet sich das Vitamin D3 besser an Transportmoleküle im Organismus. Das belegt die Studie: „Evidence that vitamin D3 increases serum 25-hydroxyvitamin D more efficiently than does vitamin D2“. Die 1998 veröffentlichte Publikation stammt von Trang HM et al.

 

Reicht das Vitamin D aus der Milch aus?

Achten Sie auf eine cholecalciferolreiche Ernährung, steht die Milch auf dem Speiseplan. In 100 Millilitern der Flüssigkeit befindet sich im Schnitt eine Internationale Einheit Vitamin D. Dieser Wert besteht, wenn die Verbraucher Milch mit einem Fettanteil von 1,5 Prozent wählen. Bei dem Nahrungsmittel mit 3,5 Prozent Fett steigt der Anteil an Calciol geringfügig. In beiden Fällen reicht die Menge jedoch nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Demnach stellt das Vitamin D in Milchprodukten eine Unterstützung der Tagesversorgung dar.

Bemerken Sie beispielsweise eine geringe Unterversorgung mit Cholecalciferol, bewährt sich eine entsprechende Nahrungsumstellung. Zu dem Zweck trinken Sie zweimal in der Woche ein Glas Milch und verspeisen Naturjoghurt. Des Weiteren zählen Käse und Butter zu den Milchprodukten, die über einen Anteil von Vitamin D verfügen. Da dem Körper speziell im Winter Calciol fehlt, achten Sie von Oktober bis April auf die Vitamin-D-reiche Ernährung.

Weitere Lebensmittel, die sich positiv auf den körpereigenen Cholecalciferol-Spiegel auswirken, zeigen sich in Form von:

  •  Rinderleber,
  •  Eiern,
  •  Spinat,
  •  Lachs,
  •  Forelle,
  •  Champignons
  •  und Lebertran.

Durch die Vielzahl an Nahrungsmitteln variieren Sie die täglichen Gerichte. Hierbei reicht es, wenn Sie die Milchprodukte zwei- bis dreimal wöchentlich verzehren. Schmeckt Ihnen die pure Milch nicht, verarbeiten Sie diese beispielsweise in gesunden Shakes. Des Weiteren bewährt es sich, Käse als Vitamin-D-Quelle zu benutzen. Zu den empfehlenswerten Sorten gehört der Gouda. In 100 Gramm befinden sich 52 Internationale Einheiten Calciol. Das entspricht 1,3 Mikrogramm. Am Tag nehmen Sie insgesamt fünf Mikrogramm Cholecalciferol auf, um Ihren Bedarf zu decken.

Um die Vitamin-D-Spiegel der deutschen Bevölkerung zu erhöhen, schlugen Wissenschaftler vor, den Cholecalciferol-Anteil in den Grundnahrungsmitteln zu steigern. Bisher existiert die Vitamin-D-Anreicherung ausschließlich bei der Margarine. Interessieren sich die Patienten für eine calciolreiche Nahrungsaufnahme, wählen sie daher den angereicherten Brotaufstrich. Reicht das Vitamin D in Milchprodukten nicht aus, um die Unterversorgung zu verhindern, stehen die Nahrungsergänzungsmittel im Vordergrund.

Diese erhalten die Betroffenen in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen. Speziell die beiden letzten Varianten überzeugen durch ihre Reinheit. In ihnen befinden sich keine zusätzlichen Inhaltsstoffe. Des Weiteren ermöglichen die Cholecalciferol-Tropfen eine flexible Dosierung.

 

Fördert Milch die Gesundheit des Menschen?

Da Milch Vitamin D sowie Kalzium und weitere Nährstoffe enthält, gilt sie in der Bevölkerung als gesundes Nahrungsmittel. Jedoch zeigt sich die positive Wirkung der Flüssigkeit in der Wissenschaft umstritten. Speziell Personen, die unter einer Laktose-Unverträglichkeit leiden, klagen nach dem Konsum von Milch über Magenprobleme. Ihnen fehlt die Fähigkeit, den Milchzucker zu verarbeiten. In der Folge entstehen Krämpfe, ein Blähbauch sowie Durchfall. Des Weiteren existiert in der Flüssigkeit das Protein Casein, das strukturell dem Gluten ähnelt. Daher vermuten einige Wissenschaftler eine darmschädigende Wirkung.

Ebenso steht der Vorwurf im Raum, Milch würde mehrere Krankheiten – beispielsweise Krebs – verursachen. Der Grund besteht in den krebserregenden Hormonen, die sich in dem Lebensmittel befinden. Jedoch bezieht sich der Umstand auf verarbeitete Milch, beispielsweise fettarme Produkte. Um von der Natürlichkeit des Nahrungsmittels zu profitieren, wählen Sie alternativ Weidemilch. Der Name verrät, dass die Kühe viel Zeit auf der Weide verbringen und natürliches Futter erhalten. Dadurch überzeugt die Milch durch das Fehlen von Zusatzstoffen, die unter Umständen die Gesundheit beeinträchtigen. Ebenso eignet sich Heumilch als gesunde Vitamin-D-Quelle.

 

Weitere Tipps für die Verbraucher

Da Milchprodukte Vitamin D enthalten, sollten sie auf dem Speiseplan gesundheitsbewusster Kunden nicht fehlen. Speziell der Naturjoghurt leistet für das Wohlbefinden einen guten Dienst. Er reguliert die Darmtätigkeit und beugt damit Verdauungsstörungen und Verstopfung vor. Entscheiden Sie sich dafür, mehr Vitamin D durch Milch und andere Speisen aufzunehmen, lohnt sich ein wöchentlicher Essensplan. In diesem halten Sie beispielsweise zwei Tage fest, in denen die calciolreiche Ernährung im Vordergrund steht.

Morgens verspeisen Sie eine Schüssel Müsli mit Obst und Naturjoghurt. Ebenso besteht die Möglichkeit, Vollkornbrot mit Käse zu konsumieren. Dazu trinken Sie ein Glas Milch. Als Mittagessen eignen sich Fettfische mit frischem Gemüse. Alternativ entscheiden Sie sich für Rinder- oder Kalbsleber.

 

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

Redaktions Tipp:

vitamindspiegel

Vitamin-D-Spiegel

 Wie hoch ist ein gesunder Vitamin-D-Spiegel? Einen Vitamin-D-Spiegel unter 20 Mikrogramm pro Liter bezeichnen Experten als Vitamin-D-Mangel. Zwischen 20 und […]