Vitamin D Mangel bei Rachitis

Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und Rachitis

Bei der Rachitis handelt es sich um eine Krankheit, die vorwiegend im Kindesalter auftritt. Sie betrifft die Knochen, die ihre Mineralstoffe verlieren. Fehlt im Körper das wichtige Vitamin D, kommt es nicht zur Mineralisierung derselben. Mangelt es an den Stoffen, die den Knochen die notwendige Stabilität verleihen, bleiben sie weich. Somit löst ein Mangel an Vitamin D die Rachitis aus. Die betroffenen Kinder leiden unter Verformungen des Skeletts und einer gestörten Zahnentwicklung.

Untersuchung Kind

Knochenaufweichungen durch D3 Mangel? © endostock – Fotolia.com

 

Die Entstehung der Rachitis

Das Sonnenvitamin sorgt für die Regulation bestimmter Stoffe im Blutspiegel. Dazu gehören Kalzium und Phosphat. Beide Mineralstoffe baut das Vitamin D in die Knochen ein. Es sorgt auf diese Weise für deren Mineralisierung. Die ausreichende Menge des Sonnenvitamins erhalten Babys und Kleinkinder durch den Aufenthalt im Freien. Über die Haut nehmen sie aus dem UV-Licht das Cholecalciferol auf. So lautet der Fachbegriff für den im Volksmund „Vitamin D“ genannten Stoff.

Kinder, die nicht oder kaum mit Sonnenlicht in Berührung kommen, bilden kein Cholecalciferol. Die Aufnahme des Vitamins über die Nahrung erfolgt ausschließlich geringfügig. Daher leiden sie an einem Vitamin-D-Mangel. Die Stärkung der Knochen fehlt, sodass diese weich und brüchig bleiben. Verursacht das Defizit an Vitamin D die Rachitis, folgen innerhalb kurzer Zeit Verformungen der Knochenstruktur. Das Eigengewicht des Körpers drückt auf die weiche Grundsubstanz der Knochen. Sie verbiegen sich aufgrund der fehlenden Festigkeit. Daraus folgen im schlimmsten Fall Schmerzen, die ein Leben lang andauern. Zudem betrifft die Krankheit nicht ausschließlich die Knochen. Die Zähne bestehen zu großen Teilen ebenfalls aus Kalzium. Fehlt das Sonnenvitamin im Körper, entwickelt sich das Gebiss langsamer und unter Umständen fehlerhaft.

Vitamin D und die Rachitis bei Säuglingen

Heute erkranken in Deutschland ausschließlich wenige Babys an der Rachitis. Eine flächendeckende Grundversorgung mit dem Sonnenvitamin schützt die Säuglinge vor dieser Krankheit. Bereits im ersten Lebensjahr erhalten die Kinder besonders Babys eine ausreichende Vitamin-D-Prophylaxe. Trotzdem tritt die Rachitis in einigen Fällen auf. Die Betroffenen leiden in vielen Fällen zusätzlich an einer chronischen Darm-Erkrankung, wodurch es zu einem Mangel an Nährstoffen kommt. Fehlt die präventive Versorgung mit Vitamin D, erkranken die Kinder an Rachitis. In Entwicklungsländern geschieht dies noch immer häufig.

Die genauen Ursachen der Rachitis

Die weichen Knochen bei einer Rachitis verursacht das Fehlen von Kalzium. Dieses Mineral sowie Phosphate gelangen mithilfe des Sonnenvitamins Cholecalciferol in die Struktur der Knochen. Dieser Vorgang nennt sich Mineralisierung. Er findet nicht oder ausschließlich ungenügend statt, wenn den Patienten eine ausreichende Sonnenbestrahlung der Haut fehlt. Somit verursacht hauptsächlich der Mangel an Vitamin D die Rachitis.

Kinder mit einem Nährstoffmangel leiden ebenfalls an der Krankheit. Dabei kommt es zu einer Beeinträchtigung der Nährstoff-Aufnahme innerhalb des Magen-Darm-Trakts. Mögliche Ursachen bestehen in den entzündlichen Darm-Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Auf diese Weise gelangen weder Kalzium noch Phosphate oder das Vitamin D aus den Lebensmitteln in den Organismus. Dies schwächt die Struktur der Knochen und führt zu Fehlbildungen. In einigen Fällen leiden auch Erwachsene darunter. Bei ihnen nennt sich die Krankheit Osteomalazie.

Die Symptome der Rachitis bei Säuglingen

Kommt es durch das Fehlen von Vitamin D zu der Rachitis, weisen die betroffenen Babys spezielle Symptome auf. Ab dem zweiten Lebensmonat erkennen Eltern und Ärzte die typischen Anzeichen für die Krankheit. Dazu gehören die allgemeine Unruhe der Kleinen sowie deren Schreckhaftigkeit. Säuglinge mit einem Mangel an Vitamin D und Rachitis schwitzen stark. Dabei zeigt sich der Kopfschweiß charakteristisch. Durch die vermehrte Transpiration entsteht ein von Juckreiz begleiteter Hautausschlag.

Zudem bilden eine allgemeine Muskelschwäche und Verstopfungen Merkmale der Rachitis. Das deutlichste Symptom besteht in der schlaffen Bauchdecke der betroffenen Babys. Ärzte bezeichnen diesen Zustand als „Froschbauch“. Weitere Anzeichen der Erkrankung zeigen sich in Form:

  • eines langsamen Schließens der Schädelnähte,
  • weichen, leicht einzudrückenden Knochen am Hinterkopf,
  • Aufreibungen an den Rippen
  • und häufigen Krampfanfällen.

Die Therapie der Rachitis

Eine Behandlung erfolgt bei einer Diagnose der Rachitis durch Vitamin D. Die an der Krankheit leidenden Babys und Kleinkinder erhalten das Sonnenvitamin in Kombination mit Kalzium in hohen Dosierungen. Die Menge der zu verabreichenden Arzneien hängt von dem Alter des Kindes ab.

Die Rachitis zeigt sich als im Kindesalter vorkommende Erkrankung der Knochen. Durch das Fehlen des Sonnenvitamins bleiben diese weich und verformbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um dem Mangel an Vitamin D und der Rachitis vorzubeugen. Hierbei spielt der Aufenthalt im Freien eine tragende Rolle.

 

Bei Rachitis liegt meist ein Mangel an Vitamin D vor

Das Vitamin D, auch Sonnenvitamin genannt, übernimmt im menschlichen Organismus relevante Aufgaben. Nicht zuletzt benötigt der Körper den in der Fachsprache als Cholecalciferol bezeichneten Stoff für die Stärkung der Knochen. Das Vitamin unterstützt den Transport von Kalzium und Phosphor. Somit entsteht im Organismus eine gesunde Knochenstruktur. Fehlt das Sonnenvitamin, kommt es zu einer gestörten Mineralisierung der Knochen. Diese als Rachitis bezeichnete Krankheit tritt vorwiegend bei Kindern auf. Rachitis und ein Vitamin-D-Mangel stehen in Zusammenhang.

Hand

Verformung der Knochen – © blackboard1965 – Fotolia.com

 

Wie entsteht die Erkrankung Rachitis?

Rachitis stellt eine Krankheit des wachsenden Knochens dar. Bei einer gestörten Mineralisierung entstehen beispielsweise Wachstumsfugen in denselben. Die betroffenen Personen leiden an einer Fehlstellung der Gelenke oder an brüchigen Knochen. Mögliche Auswirkungen sind eine oder mehrere Verformungen. In der Regel geht Rachitis mit einem Mangel an Vitamin D einher. Das Sonnenvitamin unterstützt die Mineralisierung der Knochen. Dies geschieht durch den erleichterten Transport von Kalzium und Phosphaten.

Beide Stoffe benötigt der Organismus, um eine feste Knochenstruktur zu bilden. Vorwiegend bei Kindern tritt Vitamin D Mangel bei Rachitis auf. Hierbei kommt es durch eine Desorganisation bei den Wachstumsfugen zu einer Verformung der Knochen. Im Blut der Patienten befindet sich aufgrund des fehlenden Sonnenvitamins ein geringes Kalzium-Phosphat-Produkt. Diese niedrige Konzentration des Stoffs ruft einen hormonellen Gegen-Regulations-Mechanismus hervor.

Das bedeutet, dass sich die Struktur der Knochen schwächer als im Normalfall herausbildet. Die Rachitis tritt ausschließlich bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Bei ausgewachsenen Patienten nennt sich das Krankheitsbild Osteomalazie. Neben einem Mangel an Cholecalciferol stellt eine Vitamin-D-Stoffwechselstörung einen Grund für die Erkrankung dar. Zu den charakteristischen Symptomen der Krankheit zählen:

  • Verformungen,
  • Wachstums-Störungen
  • und Auftreibungen der Knochen-Knorpel-Grenzen.

 

Vitamin D Mangel bei Rachitis und Übergewicht hängen zusammen

An der Krankheit leiden Kinder mit einem Mangel an Vitamin D. Jedoch weist eine niedrige Konzentration des Sonnenvitamins nicht zwingend auf eine Mangel-Ernährung hin. Stattdessen führt auch Übergewicht zu einer verminderten Aufnahme des Cholecalciferols. Die entsprechende Studie des University College Londons veröffentlichte die Public Library of Science, kurz PLoS.

Somit zeigt sich, dass ein hoher Anteil an Körperfett den Mangel an Vitamin D und die Rachitis begünstigt. Der Organismus speichert zwar das Cholecalciferol in den Fettzellen, dennoch führt Übergewicht zu einem niedrigen Sonnenvitamin-Spiegel. Eine ungesunde Ernährung sowie wenig Bewegung im Freien stellen weitere Faktoren für einen drohenden Vitamin-D-Mangel dar.

 

Hilft Vitamin D gegen die Rachitis?

Die Krankheit Rachitis entwickelt sich in der Regel im Kindesalter. Der Grund besteht in einem Mangel an dem Sonnenvitamin D. Das Cholecalciferol erhält für zahlreiche Prozesse im Körper einen wichtigen Stellenwert. Bei der Heilung der Erkrankung spielt das Vitamin D eine tragende Rolle. Vorwiegend bei jungen Menschen zeigen sich die Veränderungen des Skeletts reversibel. Um einer Verformung der Knochen vorzubeugen, verschreiben die Ärzte den Patienten hoch dosierte Vitamin-D-Präparate.

In einigen Fällen nehmen die Betroffenen zusätzliche Kalzium-Tabletten ein. Beide Arzneien stärken die Struktur der Knochen. Auf diese Weise sorgt das weiche Gewebe nicht für eine Veränderung des Skeletts. Die Vitamin-D-Präparate nehmen die Patienten über einen Zeitraum von mehreren Wochen ein. Danach achten sie darauf, dass es nicht zu einem erneuten Cholecalciferol-Mangel kommt. Dazu begeben sich die Kinder häufig ins Sonnenlicht. Bereits der zehnminütige Aufenthalt in der Sonne sorgt für die Aufnahme des wichtigen Vitamins.

Nach einer Therapie ruft ein erneuter Mangel an Vitamin D unter Umständen eine Rachitis hervor. Reicht die Sonneneinstrahlung nicht für eine optimale Versorgung aus, greifen die kleinen Patienten auf Vitamin-D-Tabletten zurück. Vorwiegend in der dunklen Jahreszeit helfen die Präparate, den Tagesbedarf an dem Cholecalciferol zu decken.

Zusätzlich existiert eine Vielzahl an Nahrungsmitteln, die das relevante Sonnenvitamin enthalten. Jedoch kommt das Cholecalciferol in den jeweiligen Lebensmitteln ausschließlich in geringer Konzentration vor. Daher deckt das Vitamin D aus der Nahrung nicht den gesamten Tagesbedarf ab. Nahrungsmittel, die das Sonnenvitamin enthalten, sind:

  • Fettfische,
  • Milchprodukte,
  • Hühnereier
  • und Leber.

 

Der Vitamin D Mangel bei Rachitis zusammengefasst

Bei Vitamin D Mangel bei Rachitis stellt sich eine Erkrankung der wachsenden Knochen dar. Kinder und junge Erwachsene leiden beispielsweise an einer weichen Knochenstruktur und Verformungen des Skeletts. Bei der Rachitis kommt es zu einer gestörten Mineralisierung der Knochen. Diese entsteht bei einem mangelhaften Transport des Kalzium-Phosphat-Produkts. Fehlendes Cholecalciferol stellt die Ursache für den Mangel an Kalzium und Phosphaten in den Knochen dar. Somit hängt die Rachitis mit einem Mangel an Vitamin D zusammen. Übergewicht sorgt ebenfalls für einen niedrigen Sonnenvitamin-Spiegel.

⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

Redaktions Tipp: