Kalzium und Vitamin D gegen Osteoporose

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Wie wirkt Kalzium und Vitamin D3 gegen Osteoporose

Zwischen Vitamin D und Osteoporose vermuteten Mediziner lange Zeit einen Zusammenhang, da ein geringer Vitamin-D-Haushalt die Knochenstärke reduziert. Es gibt verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Vitamin D bei Osteoporose hilft. Wir möchten Sie hier zu  diesem Thema informieren und Ihnen zeigen wie Sie Osteoporose unterstützend mit Vitamin-D verzögern können. Einige Experten behaupten, dass Vitamin D unverzichtbar zur Basistherapie von Osteoporose gehört. Daher empfehlen sie eine begleitende Einnahme zusätzlich zu der Therapie mit spezifischen Therapeutika gegen Osteoporose. Sie ziehen Studien heran, die den Schluss nahelegen, dass Vitamin D bei Osteoporose das Frakturrisiko senkt. Durchschnittlich sinkt es um 20 Prozent. Für die Hüfte, Handgelenke, Unterarme und Wirbel reduziert Vitamin D das Risiko um bis zu 30 Prozent.

vitamin D bei osteoporose

 

 

Ja, Vitamin D hilft bei Osteoporose

Was zu der Vermutung führt, dass Vitamin D bei Osteoporose wirkt

Tatsächlich besteht ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem erhöhten Risiko für Frakturen. Daher raten Ärzte Senioren und insbesondere Osteoporose-Patientinnen über 60 Jahren zu einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D. Sie definieren den Zielwert von Vitamin D im Blutserum als 75 Nanomol pro Liter oder 30 Nanogramm pro Milliliter.

Experten schätzen, dass 70 Prozent der Bevölkerung in Europa diesen Wert nicht erreicht. Zwischen Forschern besteht Uneinigkeit, ob Vitamin D Osteoporose und das damit verbundene Frakturrisiko allein ausreichend beeinflusst.

 

Vitamin D genügt nicht bei Osteoporose

An der Universität von Auckland werteten Wissenschaftler um den Neuseeländer Ian R. Reid in einer Meta-Analyse 23 Studien aus. Zusammengefasst nahmen an den Studien insgesamt 400 Patienten teil. Ihre Analyse zeigt, dass in nur fünf Studien Vitamin D bei Osteoporose wirkte. Den signifikanten Wert überschritten die Studien knapp. Bei vier Studien betraf der Effekt von Vitamin D ausschließlich den Oberschenkelhals. An dieser Stelle erhöhte sich die Knochendichte auf 0,8 Prozent durchschnittlich. An anderen Messpunkten wie Lendenwirbelsäule oder Hüfte blieb die Wirkung aus oder es ergab sich ein negativer Effekt.

 

Hohe Vitamin-D-Werte bleiben ohne Effekt

Durchschnittlich befanden sich die Teilnehmerinnen im Alter von 59 Jahren. In der Regel bestand nach Vermutungen der Analysten eine ausreichende Aufnahme von Kalzium bei den Teilnehmerinnen. In vielen Fällen wiesen sie einen niedrigen Ausgangswert für den Vitamin-D-Spiegel auf. Das gilt besonders für die Studien, die einen positiven Effekt verzeichnen. In acht Studien lag die Konzentration von Vitamin D im Blutserum unter 50 Nanomol pro Liter. Jedoch beeinflusste eine Vitamin-D-Therapie in vier die Knochendichte nicht, obwohl die Werte von 53 auf 92 Nanomol pro Liter stiegen.

Bei der Hälfte der Teilnehmerinnen kam eine Vitamin-D-Dosis von weniger als 800 Internationalen Einheiten am Tag zum Einsatz. Drei der positiven Studien setzten sogar nur 400 Internationale Einheiten ein. Bei höheren Dosen blieb der Effekt aus. Daraus schließen die neuseeländischen Forscher, dass kein Grund für eine Hochdosistherapie mit 1.000 Einheiten am Tag besteht. Dagegen legen die Studien die Vorteile von niedrigen Dosen nahe.

 

Kalzium und Vitamin D3 gegen Osteoporose

Wie hoch ist die Vitamin-D-Dosierung bei Osteoporose?

Die Osteoporose zählt zu den Erkrankungen, die das Skelettsystem des Menschen betreffen. Bei der Krankheit kommt es zu einer gestörten Remodellierung der Knochensubstanz. In der Folge ist die Skelettstruktur brüchig. Eine hohe Vitamin-D-Dosierung bei Osteoporose schützt vor einem schwachen Knochengewebe.

Der Grund besteht darin, dass das Vitamin D3 die Mineralisierung der Knochen begünstigt. Es sorgt für die Einbindung des Mineralstoffs Kalzium in die Skelettstruktur. Dadurch profitieren die Patienten von starken Knochen. Kommt es zu einem Mangel an dem Cholecalciferol, wie Vitamin D3 in der Fachsprache heißt, fehlen dem Organismus Kalzium und Phosphat. Neben der Osteoporose drohen weitere Erkrankungen wie Arthrose oder Arthritis.

 

Die Vitamin-D-Dosierung bei Osteoporose zusammengefasst

Fehlt es dem menschlichen Organismus an Vitamin D3, auch Calciol genannt, drohen schwerwiegende Folgeerkrankungen. Neben einer Schwäche der körpereigenen Immunabwehr, leiden die Patienten beispielsweise an Erkrankungen des Skelettsystems. Zu den bekannten Vertretern der Krankheiten gehört der Knochenschwund. Die Mediziner bezeichnen das Phänomen ebenfalls als Osteoporosis. Sie empfehlen Kalzium und Vitamin D3 gegen Osteoporose.

Für die Einbindung des Kalziums in die Skelettstruktur spielt das Cholecalciferol eine wesentliche Rolle. Es aktiviert im Organismus Stoffwechselprozesse sowie zahlreiche Proteine und Enzyme. Diese gewährleisten den Transport des Mineralstoffs in die Knochen. Speziell in der kalten Jahreszeit leidet die Mehrheit der deutschen Bevölkerung an einem Calciol-Mangel. Bleibt dieser über eine längere Zeit erhalten, steigt das Risiko, an der Osteoporose zu erkranken.

 

Wie hilft Vitamin D3 gegen Osteoporosis?

Durch die Osteoporose kommt es zu einer gesteigerten Frakturgefährdung bei den Betroffenen. Der Grund besteht darin, dass sich die Knochen durch eine mangelnde Mineralisierung als brüchig erweisen. Um dem Risiko des Knochenschwunds vorzubeugen, helfen Kalzium und Vitamin D3 gegen Osteoporose.

 

Was geschieht bei der Osteoporosis?

Die Knochenstruktur des Menschen unterliegt im Laufe des Lebens einer stetigen Veränderung. Bis zum 30. Lebensjahr verdichten sich die Knochen, später zeigt sich deren Struktur zunehmend brüchig. Den Rückgang der Knochenmasse bezeichnen die Ärzte als Knochenschwund. Leiden die Patienten zusätzlich an einem Mangel an Calciol, steigt die Wahrscheinlichkeit einer frühzeitig einsetzenden Osteoporose. Der Umstand resultiert aus dem Kalziummangel, der mit einer Unterversorgung mit Vitamin D3 einhergeht.

Zu den Wirkstoffen, die gegen den Knochenschwund helfen, gehören die Bisphosphonate. Jedoch treten bei den Medikamenten unter Umständen Nebenwirkungen ein. Dazu zählen beispielsweise atypische Brüche am Oberschenkelknochen. Ebenso belegt die 2011 veröffentlichte Studie „How to manage postmenopausal osteoporosis?“, dass durch die Bisphosphonate die Wahrscheinlichkeit von Osteonekrosen am Kieferknochen steigt. Die Publikation stammt von Body JJ. Um den Folgen des Knochenschwunds vorzubeugen, eignet sich ein hoher Vitamin-D3-Spiegel.

Durch die hohe Vitamin-D-Dosierung bei Osteoporose kommt es zu einer gestärkten Knochenstruktur, die Frakturen entgegenwirkt. Von einer ausreichenden Versorgung mit dem Cholecalciferol profitieren vorrangig Patienten, die im Sommer regelmäßige Sonnenbäder genießen. Bereits ein täglicher Aufenthalt von 15 bis 20 Minuten in der Mittagssonne sorgt für einen Anstieg des körpereigenen Vitamin-D3-Spiegels. Zwischen Oktober und März besteht in Mitteleuropa keine Möglichkeit, das Calciol unter Einfluss der ultravioletten B-Strahlung eigenständig zu synthetisieren.

Das liegt an einem niedrigen Einfallswinkel der Sonnenstrahlen. Nördlich des 40. Breitengrads reicht die UV-Strahlung in den Wintermonaten nicht aus, um eine Vitamin-D3-Synthese zu gewährleisten. Zu dem Ergebnis kommt die Studie „Influence of season and latitude on the cutaneous synthesis of vitamin D3: exposure to winter sunlight in Boston and Edmonton will not promote vitamin D3 synthesis in human skin“. Im Jahr 1988 erschien die von Webb AR et al. stammende Publikation.

Aufgrund der eingeschränkten Eigensynthese des Cholecalciferols, verwenden Patienten in der kalten Jahreszeit besser Vitamin-D3-Präparate. Die Supplemente existieren in unterschiedlichen Formen, beispielsweise:

  • Tabletten,
  • Tropfen,
  • Kapseln
  • sowie Softgelkapseln.

 

Ihre regelmäßige Einnahme gewährleistet eine ausreichende Zufuhr mit dem Calciol. Dadurch profitieren die Konsumenten gleichzeitig von einer guten Versorgung mit dem Mineralstoffen Kalzium und Phosphat. Beide sorgen für die Mineralisierung der Knochen und stärken dadurch auch im Alter die Skelettstruktur der Betroffenen.

 

Das Vitamin D3 und Kalzium

Das Cholecalciferol nimmt einen hohen Einfluss auf die Speicherung des Kalziums im menschlichen Organismus. Durch die Einnahme der Vitamin-D3-Präparate kommt es zu einer gesteigerten Aufnahme des Mineralstoffs. Dieser befindet sich vorerst im Speisebrei, danach erfolgt der Transport in den Darm. Den Abtransport übernimmt das Vitamin K2. Fehlt dieses im Körper, bleibt das aufgenommene Kalzium als funktionslose Schlacke im Organismus. Demnach bewährt es sich, Kombi-Präparate, die aus Cholecalciferol und dem Vitamin K2 bestehen, zu konsumieren.

In der Niere durchläuft das Kalzium einer Rückresorption. In der Folge entstehen Phosphat- und Kalziumionen. Diese gelangen in das Skelettsystem. Hier erfolgt der Einbau des kalziumhaltigen Hydroxylapatits in das organische Knochengewebe. Durch eine mangelnde Versorgung mit dem Calciol, nimmt der Organismus weniger Kalzium aus der Nahrung auf. Durch dessen fehlende Einbindung kommt es zu einer schwachen Struktur der Knochenmatrix. Der Umstand begünstigt die Entstehung der Osteoporose.

 

Vitamin-D-Überdosierung schädigt die Knochenstruktur

Für eine brüchige Skelettstruktur sorgt nicht ausschließlich eine Unterversorgung mit dem Vitamin D3. Eine über einen längeren Zeitraum andauernde Überdosierung geht mit gesundheitsgefährdeten Nebenwirkungen einher. Beispielsweise begünstigt die übermäßige Einnahme von Calciol-Supplementen einen Mangel an Vitamin K. Durch eine gesteigerte Proteinaktivierung baut sich die Substanz, die Ärzte auch als Menachinon bezeichnen, frühzeitig ab. Das bedeutet, dass für das Vitamin K2 keine Möglichkeit besteht, das Kalzium in die Zielregion – die Knochen – zu transportieren.

Eine Überdosierung mit Cholecalciferol entsteht jedoch ausschließlich bei einem dauerhaften Überschreiten der Tagesdosis. Sie liegt bei erwachsenen Menschen bei 5.000 Internationalen Einheiten. Eine zu hohe Dosierung des Vitamin D3 durch die körpereigene Synthese droht nicht.

 

Experten zur Therapie mit Vitamin D bei Osteoporose

Weiterhin gilt es, der Osteoporose mit einer gesunden Ernährung vorzubeugen. Dafür konsumieren die Patienten Lebensmittel, in denen sich ein hoher Kalziumgehalt befindet. Zu den Nahrungsmitteln zählen beispielsweise Milchprodukte, in denen sich auch Calciol befindet. An einem Tag nehmen die Betroffenen die empfohlene Kalziumzufuhr von 1.000 Milligramm ein. Speisen, die Phosphate enthalten, verringern die Kalziumaufnahme. Daher bewährt es sich, die jeweiligen Produkte ausschließlich in Maßen zu verzehren. Zu den Lebensmitteln mit einem hohen Phosphatgehalt gehören beispielsweise Wurstwaren und Cola-Getränke.

Die Forscher fordern in der Konsequenz, Patientinnen die Therapie mit Vitamin D bei Osteoporose freizustellen. Ein ausgeglichener Kalziumhaushalt führt in vielen Fällen dazu, dass der Körper zusätzliches Vitamin D nicht braucht. Die Fachwelt diskutiert, ob die Knochendichte über das Risiko zur Osteoporose Aufschluss gibt. Neben der neuseeländischen Meta-Analyse zeigten zwei weitere, dass Vitamin D Frakturen nicht verhindert.

Der Experte Clifford Rosen, der am Maine Medical Research Institute in Scarborough (USA) forscht, legt den Fokus auf das Kalzium statt auf das Vitamin D. Denn eine Wirkung von Vitamin D steht ausschließlich mit der Kalziumaufnahme im Zusammenhang. Seine Meta-Analyse ergab, dass die Hälfte der Studien Vitamin D und Kalzium verabreichten. Studien, die den Effekt von beiden Supplementen maßen, verzeichneten eine Senkung des Risikos für Hüftfrakturen um elf Prozent. Dabei verbesserte sich die Knochendichte nur minimal.

Aktuell rät der Dachverband Osteologie für die Gesundheit der Knochen, 1.000 Milligramm Kalzium über die Nahrung täglich aufzunehmen. Vitamin D gibt es bei ausreichender Sonnenlichtexposition über 30 Minuten in Höhe 800 bis 2.000 Internationale Einheiten täglich. Vitamin D bei Osteoporose stützt sich auf die Kalzium-Zufuhr. Nimmt eine Patientin nicht ausreichend Kalzium auf, bleibt eine Wirkung durch das Vitamin D aus.

 

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

Studien Literatur:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22338309
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2839537

 

© freshidea – Fotolia.com

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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