Vitamin D Qualitätsunterschiede beim Wirkstoff

Mögliche Vitamin-D-Qualitätsunterschiede bei Wirkstoff, Dosierung oder Zusatzstoffen

Zur Therapie oder Prävention eines Vitamin-D-Mangels bieten sich entsprechende Supplemente an. Diesbezüglich erhalten Sie in der Apotheke kostenpflichtige Präparate. Alternativ existieren im Handel frei erhältliche Nahrungsergänzungsmittel. Als Konsument stellen Sie sich vor dem Kauf die berechtigte Frage, ob es bei den Produkten mit Vitamin D Qualitätsunterschiede gibt. Die nachfolgenden Abschnitte befassen sich detailliert und aus unterschiedlichen Perspektiven mit der genannten Fragestellung. Sie erfahren, bei welchen Kriterien sich Unterschiede zwischen den angebotenen Präparaten zeigen.

Pillen Schachteln

D3 Tabletten – Geldmacherei?
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Drohende Qualitätsunterschiede erschweren den Kauf

Vitamin D übernimmt im Körper zahlreiche wichtige Funktionen. Der menschliche Körper deckt den Großteil seines Bedarfs über die Haut. Die eigene Produktion setzt ausreichenden Kontakt mit der UV-Strahlung der Sonne voraus. Allerdings herrschen die hierfür idealen Bedingungen lediglich in den Sommermonaten zur Mittagszeit. Bleibt der notwendige Kontakt der Haut mit der Sonne aus, droht ein Vitamin-D-Mangel. Zur Therapie oder zur Vorbeugung von Mangelerscheinungen empfiehlt sich die Gabe von Vitamin-D-Präparaten.

Es existieren bei den Produkten mit Vitamin D Qualitätsunterschiede. Das erschwert für Sie als Käufer die Auswahl eines geeigneten Medikamentes, sofern Ihnen der behandelnde Arzt kein spezifisches Präparat verschreibt. Im Hinblick auf die Qualitätsunterschiede besitzen unterschiedliche Kriterien Relevanz. Als erster und wichtigster Aspekt fungiert der enthaltene Wirkstoff. Darüber hinaus zeigen sich Vitamin-D-Qualitätsunterschiede bei der Dosierung und bei der Anreicherung mit zusätzlichen Inhaltsstoffen.

 

Qualitätsunterschiede bei Vitamin D: Wirkstoff Cholecalciferol empfohlen

Bezüglich des Wirkstoffes gilt es, zwischen den verschiedenen Unterformen von Vitamin D zu differenzieren. Streng genommen handelt es sich bei „Vitamin D“ lediglich um einen übergeordneten Sammelbegriff. In den Präparaten befindet sich dagegen stets eine spezifische Form. Prinzipiell kommen in dieser Hinsicht Vitamin D1, D2, D3, D4 und D5 in Frage. Bei den Vitamin-D-Präparaten spielen überwiegend D2 und D3 eine wichtige Rolle. Der Fachbegriff für Vitamin D2 lautet Ergocalciferol. Das Äquivalent für Vitamin D3 bildet Cholecalciferol. Während Ergocalciferol überwiegend in Pflanzen vorkommt, stellen tierische Fette den Ursprung von Vitamin-D3-Präparaten dar.

Mit Ergocalciferol und Cholecalciferol ergeben sich relevante Vitamin-D-Qualitätsunterschiede. Der Körper transportiert und verarbeitet Vitamin D3 besser. Zugleich zeichnet sich Cholecalciferol durch eine höhere Halbwertszeit aus, wodurch die Wirkung ansteigt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, ausschließlich auf Präparate mit Vitamin D3 zu setzen. Der Ratschlag gilt auch, falls Sie sich vegetarisch oder vegan ernähren. Mittlerweile existieren Vitamin-D3-Supplemente, deren den Wirkstoff die Hersteller aus Flechten gewinnen. Das „vegane Vitamin D3“ weist aus chemischer Sicht keine Unterschiede zu der tierischen Variante auf.

 

Präparate mit unterschiedlichen Dosierungen erhältlich

Weitere Unterschiede zeigen sich bei der Vitamin-D-Dosierung in den Präparaten. Als Maß für die Dosis fungieren die „Internationalen Einheiten“ (kurz IE). Schwachdosierte Produkte bewegen sich im Bereich von 400 Internationalen Einheiten pro Kapsel oder Tablette. Präparate mit sehr hoher Vitamin-D-Konzentration erreichen Werte zwischen 20.000 und 50.000 Internationalen Einheiten.

Hinsichtlich der optimalen Dosierung lässt sich keine allgemeingültige Aussage formulieren. Diesbezüglich besitzen der individuelle Vitamin-D-Spiegel und das Ziel der Supplementierung eine entscheidende Rolle. Bei einem akuten Vitamin-D-Mangel bedarf es einer sehr hohen Dosis während der Anfangszeit der Therapie. Zur Prävention oder Erhaltungstherapie reicht eine geringe bis mittlere Dosierung.

 

Hochwertige Produkte mit zusätzlichen Nährstoffen

Einige Vitamin-D-Präparate enthalten nicht ausschließlich Ergocalciferol oder Cholecalciferol. Stattdessen reichern die Hersteller einige ihrer Produkte mit weiteren Nährstoffen an, die in diesem Kontext als sinnvoll erscheinen. Diesbezüglich liegt beispielsweise die Ergänzung mit Vitamin K2, Magnesium oder Kalzium nahe. Alle genannten Faktoren spielen bei der Aufnahme, Verwertung und Umwandlung von Vitamin D im Körper eine wichtige Rolle. Aus der Anreicherung mit den zusätzlichen Nährstoffen ergeben sich demnach weitere denkbare Qualitätsunterschiede bei Vitamin D.

 

Unterschiede bei der Darreichungsform

Abhängig von Ihren persönlichen Präferenzen interpretieren Sie womöglich auch die Darreichungsform als Qualitätsunterschied. Sie finden im Handel überwiegend Produkte in Form von Tabletten, Tropfen oder Kapseln vor. Bereiten Ihnen Kapseln oder Tabletten Schluckbeschwerden, bietet sich die Tropfen-Lösung an. Vitamin-D-Tropfen zeichnen sich durch die individuelle Dosierung und ihre sehr einfache Einnahme aus.

 

Erfahrungsberichte oder Experten-Tests als Indikator für die Qualität

Letztendlich zeigen die Ausführungen, dass durchaus Qualitätsunterschiede bei Vitamin D existieren. Letztere beziehen sich insbesondere auf den enthaltenen Wirkstoff. Achten Sie darauf, ausschließlich Präparate zu erwerben, die Vitamin D3 (Cholecalciferol) enthalten. Im Hinblick auf die Dosierung richtet sich die richtige Qualität nach dem Ziel der Therapie. Den vermeintlich höchsten Komfort bei der Einnahme versprechen Präparate mit Tropfen. Tipp: Erfahrungsberichte und Tests von Experten liefern nützliche Indizien im Hinblick auf die Qualität eines bestimmten Produktes. Informieren Sie sich vor dem Kauf und suchen Sie gezielt nach vertrauenswürdigen Bewertungen.

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

Redaktions Tipp: