Vitamin D in der Schwangerschaft

Vitamin D schützt Mutter und Kind

Studien belegen einen häufigen Mangel an Vitamin D in der Schwangerschaft. Da der Körper Vitamin D für wichtige Funktionen im Körper benötigt, empfehlen Ärzte den Vitamin-D-Spiegel bei Bedarf mit Nahrungsergänzungsmitteln aufzustocken.

Vitamin D in der Schwangerschaft

Vitamin D in der Schwangerschaft: positive Auswirkungen auf Mutter und Baby

Vitamin D übernimmt im Körper eine wichtige Rolle. Der Körper benötigt Vitamin D, um das in der Nahrung enthaltene Kalzium zu verwerten. Kalzium stärkt die Zähne und die Knochen. Nimmt eine schwangere Frau Vitamin D zu sich, stärkt sie damit gleichermaßen die des heranwachsenden Kindes.

Außerdem verbessert das angesprochene Vitamin das Immunsystem. Die erhöhten Abwehrkräfte verringern die Gefahr einer Erkrankung und somit dessen negative Folgen auf das Kind. Ferner unterstützt Vitamin D das Muskel- und Nervensystem. Umgekehrt wirkt sich ein Mangel an Vitamin D negativ aus. Mit den Folgen befasste sich die Universität Gießen in einer Studie. Eine Unterversorgung an Vitamin D führe möglicherweise zu Komplikationen in der Schwangerschaft. Dazu gehören Bluthochdruck, Frühgeburten, Schwangerschaftsdiabetes und Infektionen.

 

Studien belegen Mangel an Vitamin D in der Schwangerschaft

Ausreichend Vitamin D während der Gravidität wirkt sich positiv auf das Wohlergehen von Mutter und Kind aus. Deshalb empfiehlt es sich, während der Zeit der Schwangerschaft auf die Einnahme des besagten Vitamins zu achten. Experten empfehlen eine tägliche Dosis in Höhe von fünf Nanogramm. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf pro Tag auf zehn Nanogramm. Neue Studien warnen vor zu hohen Einnahmen. In der Schwangerschaft besteht bei erhöhter Dosis die Gefahr einer Nahrungsmittelallergie bei den Kindern nach deren Geburt. Zu diesem Ergebnis kommen die Universität Halle-Wittenberg und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.

Experten raten, den Vitamin-D-Spiegel zu ermitteln. Die entsprechende Untersuchung nimmt der Arzt vor. Die Bestimmung des Vitamin-D-Haushalts gilt nicht als Bestandteil eines herkömmlichen Gesundheits-Checks. Deshalb besitzen viele Personen keine Kenntnis über ihren tatsächlichen Spiegel an Vitamin D. Ausgehend von den diagnostizierten Werten bespricht der Arzt mit der schwangeren Frau, ob Bedarf an erhöhenden Maßnahmen besteht.

 

Vitamin-D-Produktion über UVB-Strahlen

Die Aufnahme von Vitamin D erfolgt auf zwei Wegen. Der Körper bezieht den wichtigen Nährstoff über die Nahrung und über die Haut. Letzteres erfolgt unter Einstrahlung der Sonne. Die in der Sonne enthaltenen UVB-Strahlen bewirken in der Haut eine Synthese von Vitamin D.

Das setzt den Kontakt von Haut und Sonnenstrahlen voraus. Sonnenschutz mit hohem Faktor blockt UVB-Strahlung. Die Produktion von Vitamin D bleibt aus. Deshalb empfehlen sich zehn Minuten Sonnenkontakt ohne Schutz pro Tag. Besagte Zeit reicht, um genügend Vitamin D zu produzieren. Über die Wintermonate fehlt der Kontakt mit den UVB-Strahlen, daher herrscht insbesondere in der kalten Jahreszeit ein Mangel. Diese Erscheinung zeigt sich bei Schwangeren nochmals deutlicher – und nicht nur im Winter. Das belegt die erwähnte Gießener Studie. Mehr als 95 Prozent der Schwangeren besitzen zu dieser Jahreszeit einen Vitamin-D-Spiegel unterhalb des empfohlenen Richtwertes. Im Sommer offenbaren sich ebenfalls Mangelerscheinungen. Rund die Hälfte der werdenden Mütter besitzt zu wenig Vitamin D in der Schwangerschaft.

 

Nahrungsergänzung: Vitamin D in Präparaten

Die Ergebnisse der Studien legen die zusätzliche Einnahme von Vitamin D in der Schwangerschaft insbesondere von Oktober bis März nahe. Eine Erhöhung des Vitamin-D-Haushalts erfolgt über Nahrungsergänzungsmittel. Die Präparate stehen beispielsweise in Tablettenform zur Verfügung. Angesichts kritischer Erkenntnisse anderer Untersuchungen, die vor Allergien bei den Babys infolge eines zu hohen Konsums warnen, empfehlen Experten Vorsicht bei der Wahl der Dosierung. Eine Überdosierung gilt als unwahrscheinlich. Dennoch raten sie, die Einnahme der Präparate mit dem zuständigen Arzt zu besprechen. Er unterstützt beim Festlegen der Dosis nach der Messung des individuellen Vitamin-D-Haushalts.

Neben den Sonnenstrahlen und Präparaten besteht die Option, dem Körper Vitamin D in der Schwangerschaft über die Nahrung zuzuführen. Allerdings stammt lediglich ein kleiner Teil des Vitamin-D-Spiegels aus den Lebensmitteln. Die UVB-Strahlen der Sonne machen den Großteil aus. Einige Lebensmittel zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin D aus. Rinderleber und Fettfisch wie Lachs gehören dazu. Außerdem enthält Milch Vitamin D.

Zusammengefasst stellt Vitamin D in der Schwangerschaft ein wichtiges Thema dar. Das Vitamin besitzt positive Auswirkungen auf die Mutter und das ungeborene Kind. Deshalb empfehlen Experten, auf den persönlichen Vitamin-D-Haushalt zu achten – und eine Überdosierung

 

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

 Lizenzen und Literatur:   © V&P Photo Studio – Fotolia.com

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

Redaktions Tipp:

Bluthochdruck D3

Vitamin D bei Bluthochdruck

Einfluß von Vitamin D auf erhöhten Blutdruck Das nützliche Sonnenvitamin hilft gegen zahlreiche Krankheiten. Ebenso trägt das Vitamin D bei […]
x

gesund_vitamin-d_up