Sind Vitamin-D-Tabletten unwirksam oder sinnvoll?

Vitamin-D und der Profit mit der Angst

Ein Mangel an Vitamin D wirkt sich negativ auf den Organismus des Menschen aus – dies ist bewiesen und der Mangel begünstigt sicher eine Vielzahl von Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf- und Krebs-Erkrankungen und Depressionen. Da es in Deutschland vor allem in den Wintermonaten schwierig ist, Vitamin D auf natürlichem Wege zu bilden, greifen viele auf Vitamin-D-Präparate zurück. Es stellt sich die Frage, ob diese Mittel mit Vitamin-D unwirksam sind oder wirklich helfen.

Pillen Schachteln

D3 Tabletten – Geldmacherei?
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Kann man Vitamin-D-Mangel mit Tabletten ausgleichen – macht das Sinn?

Um den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, eignen sich verschiedene Präparate. Rezeptfreie Nahrungsergänzungs-Mittel sind in der Apotheke und in der Drogerie erhältlich. Sie existieren in Form von Tabletten, Brausetabletten oder Sticks mit Mikro-Pellets. Ihre niedrigen Preise verleiten zur Vorbeugung, auch ohne einen vom Arzt festgestellten Vitamin-D-Mangel.

Es empfiehlt sich, den Vitamin-D-Gehalt im eigenen Blut von einem Mediziner testen zu lassen. Dieser stellt fest, ob ein Mangel vorliegt. Ist das der Fall, verschreibt er in der Regel ein rezeptpflichtiges Medikament, das den Vitamin-D-Speicher auffüllt. Nicht zwingend unwirksam sind Vitamin-D-Tabletten aus der Drogerie. Für die richtige Dosierung ist eine Absprache mit dem Arzt notwendig. Dieser muss auch wissen ob es schon zu Vitamin-D-Mangel Symptomen gekommen ist die er durch Blut- und Labor Untersuchungen nicht feststellen kann, wie zum Beispiel anhaltende Müdigkeit, depressive Stimmungen oder Haarausfall.

 

Auf das richtige Maß kommt es an

Die Dosierung von Vitamin-D-Präparaten spielt eine wichtige Rolle für deren Wirksamkeit. Daher ist es ratsam, diese nicht eigenmächtig einzunehmen, sondern vorher einen Arzt zu konsultieren.

Viele von den Drogerien angebotenen Vitamin-D-Tabletten sind unwirksam, weil sich die Dosierung des Vitamins als zu gering erweist. In den Tabletten sind in der Regel 400 internationale Einheiten Vitamin D enthalten. Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt ca. 1000-2.000 I. E., um seinen Vitamin-D-Bedarf zu decken. Abhängig vom Körpergewicht sind bis zu 10.000 internationale Einheiten möglich. Die Dosierung von 200 bis 400 I. E. eignet sich für Babys und Kleinkinder. Die genaue Menge bestimmt der Arzt.

 

Schätzwerte für eine angemessene Vitamin-D-Zufuhr bei fehlender endogener Synthese

Alter Vitamin D bei fehlender endogener Synthese µga/Tag
Säuglinge (0 bis unter 12 Monate) 10b
Kinder (1 bis unter 15 Jahre) 20c
Jugendliche und Erwachsene
(15 bis unter 65 Jahre)
20c
Erwachsene (ab 65 Jahre) 20c
Schwangere 20c
Stillende 20c
a1 µg = 40 Internationale Einheiten (IE); 1 IE = 0,025 µg

( Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung  www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/ )

 

Dosierung und Nebenwirkungen von Vitamin-D-Tabletten

Die Dosierung von Vitamin-D-Tabletten hängt stark von Körpergewicht, Vor-Erkrankungen und bisherigem Vitamin-D-Gehalt im Blut ab. Daher ist es wichtig, vor Einnahme des Präparats eine Absprache mit dem Arzt zu treffen.

Dieser hat die Möglichkeit, den Vitamin-D-Gehalt im Blut des Patienten genau zu bestimmen. Auf der Basis der Ergebnisse entscheidet er, welches Präparat und welche Dosierung geeignet ist. Da der Körper Vitamin D nur zusammen mit Öl und Fetten aufnimmt, empfiehlt sich die Einnahme der Tabletten zu den Mahlzeiten. Alternativ nehmen Patienten zusätzlich zu dem Medikament Öl ein.

Vitamin-D-Tabletten haben in der Regel keine Nebenwirkungen. Lediglich eine Überdosierung hat eine Erhöhung des Kalzium-Spiegels zur Folge, die beispielsweise zu Verkalkungen, Herzrhythmus-Störungen und Nierenschäden führt. Eine Überdosierung liegt jedoch erst bei einer Einnahme von 40.000 internationalen Einheiten Vitamin D vor.

 

Die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten ist sinnvoll

Es ist möglich, einen Vitamin-D-Mangel mit Tabletten auszugleichen. Einige Vitamin-D Mittel sind aber unwirksam. Dazu zählen vor allem rezeptfreie Nahrungsergänzungs-Mittel aus der Apotheke und der Drogerie. Grund dafür ist ein zu geringer Anteil an Vitamin D in den Präparaten.

 

Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt mindestens 1.000 bis 2.000 internationale Einheiten Vitamin D pro Tag. Abhängig von Körpergewicht und Vor-Erkrankungen schwankt dieser Wert. Für einen ausreichend hohen Vitamin-D-Spiegel zu sorgen, ist wichtig. Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für zahlreiche Krankheiten. In Deutschland ist die Bildung von Vitamin D durch die unzureichende Sonnen-Einstrahlung in den Wintermonaten beeinträchtigt. Der Fakt bewirkt, dass viele Menschen an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Dennoch empfiehlt es sich, vor der Einnahme von Vitamin-D-Tabletten einen Arzt aufzusuchen. Er bestimmt die individuelle Dosierung und verschreibt sinnvolle Medikamente.

 

weiterführend:

http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/2014/07/vitamin-d-ein-vitamin-d-mangel.html

https://www.vitamindmangel.net/

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

Redaktions Tipp: