Vitamin D und Vitamin K

Das starke Duo: Vitamin D und Vitamin K

Es gibt viele Nährstoffe und Vitamine, die für ein gesundes Leben wichtig sind. Ein Power-Duo innerhalb dieser Vielzahl an Stoffen: Vitamin D und Vitamin K. Während Sie von dem einen sicher schon gehört haben, führt das andere zu unrecht ein Schattendasein. Wir beleuchten für Sie, wie beide funktionieren und warum sie gemeinsam unschlagbar sind.

Vitamin D und Vitamin K Tabeletten

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Was verbindet Vitamin D und Vitamin K?

Um die erste Verwirrung vorweg zu legen: Streng genommen ist Vitamin D gar kein Vitamin, sondern ein Hormon. Zu dieser Erkenntnis gelangte die Forschung allerdings erst als der ursprüngliche Begriff bereits in die Umgangssprache Einzug gehalten hatte. Er wurde beibehalten und um den Fachausdruck Calciferol erweitert. Synthetisiert wird es in der Haut, sobald UV-Strahlung auf sie trifft. In sehr geringen Mengen wird Vitamin D auch aus der Nahrung gewonnen.

Bei Vitamin K handelt es sich hingegen tatsächlich um ein Vitamin und noch etwas genauer um eine Vitamin-Gruppe. Die K-Gruppe setzt sich aus Phyllochinon und Menachinons zusammen: kurz Vitamin K1 und Vitamin K2. Ersteres spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung, während Vitamin K2 für die Knochen wichtig ist und dabei eng mit Vitamin D zusammenarbeitet. Beide Vertreter der K-Gruppe werden über die Nahrung aufgenommen.

 

Was leisten Vitamin D und Vitamin K im Körper?

Vitamin D hat zwar mehrere Funktionen, die zentrale Aufgabe ist jedoch die eines „Chauffeurs“. Das Hormon dient dem über die Nahrung aufgenommenen Calcium als Transportmittel hin zu den Knochen. Ohne Vitamin D könnten Sie also noch soviel Calcium konsumieren, es würde dem Knochenaufbau nicht helfen.

Erst in jüngster Zeit fand die Medizin heraus, dass Vitamin D noch eine größerer Rolle im Organismus spielt. Alle Funktionen sind bislang nicht erforscht, doch man hat herausgefunden, dass nahezu alle Organe Rezeptoren für das Hormon besitzen. Das bedeutet, dass auch Herz und Gehirn, Bauchspeicheldrüse und co. Andockstellen für Vitamin D bereithalten.

Vitamin K1 gelangt über Blattgemüse in den Körper und wird über die Darmschleimhaut direkt an die Leber weitergeleitet. Tatsächlich landen 90 bis 95 Prozent hier. Die übrigen Prozente gelangen in den Blutkreislauf und unterstützen eine gesunde Gerinnung. Das macht Vitamin K1 für die Gesundheit zwar wichtig, allerdings trägt K2 eine größere Bedeutung.

Vitamin K2 steckt in Fleisch, Quark und nahezu allen tierischen Produkten. Die höchste Konzentration ist allerdings in fermentierten Sojabohnen zu finden. Das Vitamin aktiviert die sogenannten Gla-Proteine. Das sind Eiweiße, die für die Stärkung der Knochen und der Herzgefäße wichtig sind, indem sie Calcium zu den Knochen führen. Ohne Vitamin K2 würde Calcium vor allem in den Blutgefäßen abgelagert werden, was wiederum die Gefahr für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) erhöht.

 

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Beispielsweise gelingt dies mit einem Kombi-Produkt, in dem sich Cholecalciferol und das Vitamin K2 befinden. Suchen Sie Ihren Hausarzt auf, empfiehlt er Ihnen entsprechende Supplemente.

 

 

Wie arbeiten Vitamin D und Vitamin K zusammen?

Die spannende Frage ist natürlich, warum Vitamin D und Vitamin K ein starkes Duo sind. Dir Antwort: Sie arbeiten im Organismus zusammen, denn wenn Vitamin D der „Chauffeur“ für Calcium ist, könnte man Vitamin K zum einen als „Co-Chauffeur“ und zum anderen als „Portier“ bezeichnen. Während das Sonnenhormon das Calcium bis zur Knochenstruktur transportiert, hilft Vitamin K beim Transport und nimmt das Calcium zudem bei den Knochen in Empfang.

Diese Erklärung ist natürlich für das Sinnbild vereinfacht. Geht man ins Detail, dann ist Vitamin D dafür verantwortlich, dass ein Eiweiß namens Osteocalcin gebildet wird. Dieses Protein ist für den Transport von Calcium in die Knochen wichtig. Osteocalcin ist allerdings zunächst in einem Schlafzustand und wird erst vom Vitamin K2 aktiviert.

Darüber hinaus aktiviert Vitamin K2 ein weiteres Eiweiß: das Matrix-Gla-Protein. Hier kommt die Rolle des Portier zum Tragen, denn das Matrix-Gla-Protein sorgt dafür, dass Calcium wirklich in den Knochen wirkt und nicht in die Gefäßwände wandert, um dort eine Arterienverkalkung zu fördern.

 

 

Wie sichern Sie sich genügend Vitamin D und Vitamin K im Alltag?

Leidet ein Mensch an einem akutem Vitamin-Mangel, kann das Calcium nicht in die Knochenstruktur eingebaut werden. Es nützt also nichts, dass genügend Calcium konsumiert wurde, wenn Chauffeure und Portier fehlen. Damit keine Mangelerscheinungen entstehen, gibt es einfache Tipps, die sich auch im stressigen Alltag berücksichtigen lassen.

Für Vitamin D gilt:

  1.  Nutzen Sie auch bewölkte Tage und begeben Sie sich nach draußen. Ein Spaziergang von 30 Minuten genügt, um ausreichend Vitamin D zu produzieren.
  2.  Scheint die Sonne, reichen kurze Wege im Freien, um den inneren Speichern aufzufüllen. Fünf Minuten sind bereits genug.
  3.  Setzen Sie Fisch und Eier sowie Milchprodukte auf Ihren Speiseplan.

Für Vitamin K gilt:

  1. Da Vitamin K1 in grünem Blattgemüse vorkommt, sind Blattsalat oder Brokkoli ebenso wie Spinat und Portulak gute Quellen. Stehen diese Dinge eher selten auf Ihrem Speiseplan, sind Smoothies eine gute Getränk-Alternative.
  2. Vitamin K2 ist für Vegetarier und Veganer nur durch Sojabohnen oder über Nahrungsergänzungsmittel verfügbar. Auch Fleischkonsumenten sollten an Soja in der Ernährung als sinnvolle Ergänzung nachdenken.

 

Wie wird Vitamin D und Vitamin K richtig kombiniert?

Für ein gesundes Leben erhält ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig achten die Patienten auf den Gehalt des Vitamin K im Organismus. Vorrangig bei der Einnahme von Cholecalciferol-Präparaten lohnt es sich, den körpereigenen Vitamin-K-Spiegel zu optimieren. Der Zusatzstoff übernimmt den Transport von Kalzium im Körper. Kommt es zu einem signifikanten Mangel, bleibt der Mineralstoff als schädliche Schlacke zurück. Demnach interessieren sich gesundheitsbewusste Menschen dafür, wie sie Vitamin D und Vitamin K richtig kombinieren.

 

Der Zusammenhang von Cholecalciferol und Vitamin K

Das Cholecalciferol gilt seit mehreren Jahren als wesentlicher Faktor für die Gesundheit. Es stärkt die Immunabwehr und unterstützt die Mineralisierung der Knochen. In diesem Zusammenhang steuert es die Aufnahme von Kalzium. Um den Mineralstoff im Körper zu verwerten, benötigt das Cholecalciferol einen „Partner“. Bei diesem handelt es sich um das Vitamin K2. Neben dem Transport und der Einbindung von Kalzium fördert es die Aktivierung bestimmter Proteine. Dazu gehören beispielsweise das Matrix-GLA-Protein, kurz MGP, und das Peptidhormon Osteocalcin.

Letzteres nimmt bei der Regenration von Knochengewebe eine wichtige Position ein. Ohne die Zufuhr von Vitamin K sorgt die Inaktivität der Proteine für die nutzlose Ablagerung des aufgenommenen Kalziums. Dadurch bildet sich im Organismus eine schädliche Schlacke, die Verkalkungen im Bereich der Organe und Gefäße fördert. Dadurch entstehen verschiedene Erkrankungen, beispielsweise:

  • Arteriosklerose,
  • Herzinfarkt
  • oder Nierensteine.

 

Zu dem Ergebnis kommt die Studie: „The physiology of vitamin K nutriture and vitamin K-dependent protein function in atherosclerosis. Journal of Thrombosis and Haemostasis“. Sie stammt von Berkner, K. L. und Runge, K. W. und erschien im Jahr 2004. Um diese Schäden zu vermeiden, lohnt es sich, Vitamin D und Vitamin K richtig zu kombinieren.

 

Was stellt das Vitamin K dar?

Bisher kennen die Patienten die Relevanz der K-Vitamine kaum. Bei der Einnahme entsprechender Präparate achten Sie darauf, dass die Wirkung des Zusatzstoffs von seiner chemischen Form abhängt. Das Vitamin K existiert in zwei Varianten. Das Vitamin K1 nennt sich in der Fachsprache Phylloquinon. Es entfaltet vorrangig in der Leber seine Wirkung. Sie besteht im Wesentlichen in der Unterstützung der Blutgerinnung. Für die Verwertung des Kalziums im menschlichen Körper zeigt sich das Vitamin K2 verantwortlich. Die Mediziner verwenden auch die Bezeichnung Menachinon. Zu seinen Aufgaben gehört zudem:

  • die Aktivierung der Gerinnungsfaktoren in der Leber;
  • die Anregung von Osteocalcin, das zur Mineralisierung von Knochen und Zähnen beiträgt;
  • das Aktivieren von Gas6, das die Zellteilung und Zellmigration reguliert.

 

Dadurch unterstützt der Zusatzstoff die Gesundheit von Haut, Gefäßen und Knochen. Ebenso schützt es die Nerven und das Gehirn. Um Vitamin D und Vitamin K richtig kombinieren zu können, wählen Sie eine besondere Form des Vitamin K2. Diese besteht im MK7, die zahlreiche Vorteile zum ebenfalls verfügbaren MK4 aufweist. Speziell der lange Verbleib im Blut – knapp 72 Stunden – gewährleistet positive Effekte auf die Kalziumverwertung.

 

Des Weiteren wirkt das MK7 bereits in einer geringen Dosierung. Einen Teil des Bedarfs an Vitamin K2 produziert der Körper eigenständig. Jedoch reicht die Menge nicht aus, um die Einbindung des Kalziums in die Knochen zu verbessern. Aus dem Grund entscheiden sich die Patienten für die Einnahme von Supplementen. In der Regel enthalten die Tabletten je 100 Mikrogramm des Zusatzstoffes. Treten in Ihrer Familie vermehrt Fälle von koronaren Herzerkrankungen auf, greifen Sie besser zu höher dosierten Präparaten. Diese enthalten im Normalfall bis zu 200 Mikrogramm des MK7.

 

Dosierungsempfehlungen für das Vitamin K2

Der Bedarf an Vitamin K hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehören die Ernährung, das Alter sowie die Einnahme bestimmter Medikamente. Konsumieren Sie beispielsweise Arzneien, die zur Hemmung der Blutgerinnung beitragen, achten Sie auf eine MK7-Tagesdosis von 45 Mikrogramm. Dieser Wert stellt gleichzeitig die Mindestversorgung für gesunde Menschen unter dem 50. Lebensjahr dar. Entscheiden Sie sich für eine Verbesserung des Vitamin-D-Spiegels durch die Einnahme von täglich 2.500 Internationalen Einheiten Cholecalciferol, erhöhen Sie die Vitamin-K-Dosis. Diese liegt in dem Fall bei 100 Mikrogramm.

Nehmen Sie hoch dosierte Vitamin D3-Supplemente zu sich, steigt der Vitamin-K-Bedarf auf 200 Mikrogramm pro Tag. Gleiches gilt, wenn die Patienten erste Anzeichen von Osteoporose oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung aufweisen.

 

Vitamin D und Vitamin K richtig kombinieren – Wie geht das?

Um eine zuverlässige Verwertung von Kalzium zu gewährleisten, nehmen Sie Vitamin-K-Präparate besser ganzjährig ein. Hierbei bewährt es sich, die Dosis an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Eine bessere Alternative stellen Kombi-Produkte dar, in denen sich Cholecalciferol und MK7 befinden. Um die richtige Dosierung des Vitamin D in Erfahrung zu bringen, konsultieren Sie beispielsweise Ihren Hausarzt. Dieser nimmt eine Messung des 25(OH)D-Spiegels vor.

Nehmen Sie ausreichend Calciol zu sich oder synthetisieren das Vitamin D durch Einwirkung von ultravioletten B-Strahlen, liegt der Idealwert zwischen 50 und 80 Nanogramm pro Milliliter Blut. Die Mehrzahl der Patienten verrichtet die Arbeit in geschlossenen Räumen, sodass sie auch im Sommer nicht vom optimalen Vitamin-D-Spiegel profitiert. Aus dem Grund konsumieren Sie zusätzliche Supplemente, deren Dosierung abhängig von der Jahreszeit zwischen 2.500 und 4.000 Internationalen Einheiten schwankt.

 

Leiden Sie an einem Mangel an Cholecalciferol, hilft eine Anfangstherapie, bei der Sie hoch dosierte Supplemente einnehmen. Hierbei bewährt es sich, von Beginn an Vitamin-K-Präparate einzunehmen. Die beiden Zusatzstoffe arbeiten innerhalb des Körpers, die eigentliche Dosierung hängt jedoch nicht zwingend voneinander ab. Demnach steigt der Tagesbedarf des Vitamin K2 nicht kontinuierlich bei erhöhter Vitamin-D-Zufuhr, sondern bleibt bei 100 bis 200 Mikrogramm pro Tag.

 

Hilfreiche Tipps für die Verbraucher

Nehmen Sie über einen längeren Zeitraum mehr als 5.000 Internationale Einheiten Vitamin D3 ein, bestimmen Sie im Abstand von drei Monaten den 25(OH)D-Wert im Blut. Der Sinn besteht darin, den körpereigenen Vitamin-D-Spiegel im Auge zu behalten. Pegelt sich dieser auf den Normwert ein, beenden Sie die Anfangstherapie. Um den idealen Vitamin-D-Wert im Blut zu behalten, steht die Erhaltungstherapie im Mittelpunkt. Auch hierbei erhalten die Kombinationspräparate einen hohen Stellenwert. In der Regel finden Sie im Internet Supplemente, die je Tablette 1.000 Internationale Einheiten Cholecalciferol und 50 Mikrogramm Vitamin K aufweisen.

Eine Überdosierung beider Zusatzstoffe brauchen die Patienten kaum zu befürchten. In Lebensmitteln kommen Vitamin D und Vitamin K2 ausschließlich in geringen Mengen vor. Daher nimmt Ihre Ernährung keinen Einfluss auf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Literatur: Quellen:
Armin Zittermann: Vitamin D in der Präventivmedizin. 2. Auflage. UNI-MED-Verlag, Bremen 2012
Dr. med. Raimund von Helden: Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie. 18. Auflage. Hygeia-Verlag, 2015
Hans K. Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein: „Ernährungsmedizin“ 3. Auflage 2004, Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart

 

 

 


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