Vitamin-E-Mangel

Der Mangel an dem relevanten Vitamin E

Bei dem Vitamin E handelt es sich um bestimmte Substanzen, die durch anti-oxidative und nicht-anti-oxidative Auswirkungen Fette lösen. Fehlen dem Körper diese sogenannten Tocopherole, bezeichnen Ärzte den Zustand als Vitamin-E-Mangel.

Der Körper des Menschen produziert das Vitamin E nicht eigenständig. Daher nimmt der Organismus die Tocopherole über die Nahrung auf. Beispielsweise steckt das Vitamin in der Margarine, in pflanzlichen Ölen und in Nüssen. Bei einer falschen Ernährung kommt es nach einiger Zeit zu einem Vitamin-E-Mangel. Die Betroffenen erkennen das Defizit an speziellen Symptomen.

Eine Frau mit Mangelerscheinungen

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Die Ursachen der Mangel-Erscheinung

Das Vitamin E befindet sich in einer Vielzahl von Lebensmitteln. Trotzdem schafft der Organismus es selten, den Bedarf an Vitamin E vollständig zu decken. Fehlt es dem Körper an den Tocopherolen, greift er die in der Leber befindlichen Reserven an. Somit gleicht er den Mangel über einen bestimmten Zeitraum aus. Ein erkennbarer Vitamin-E-Mangel erfolgt im Regelfall nach mehreren Jahren.

 

Die Ursache des Defizits besteht in einer Stoffwechsel-Störung. Speziell betrifft das den Fettstoffwechsel oder die Funktion der Leber. Der Körper nimmt das Vitamin E nicht aus dem Darm auf und leidet an einer Unterversorgung. Gelingt das Absorbieren der Nahrungsfette nicht, handelt es sich in der Fachsprache um eine Malabsorptions-Störung. Sie tritt bei Betroffenen einer chronischen Pankreatitis, einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, auf. Weitere Gründe für einen Vitamin-E-Mangel bestehen in:

  • fehlenden Gallensäuren,
  • dem Kurzdarmsyndrom,
  • einer Gluten-Unverträglichkeit (beispielsweise Zöliakie)
  • sowie einer chronischen Entzündung des Darms.

Eine durch die Ernährung bedingte Störung kommt selten vor. Vorwiegend bemerken die Mediziner einen Vitamin-E-Mangel bei Frühchen. Dies liegt an einem erhöhten Bedarf des Vitamins durch die Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren. In der Nahrung von Frühgeborenen gibt es einen gesteigerten Anteil dieser Fettsäuren. Zudem existiert eine schwere Form des Vitamin-E-Defizits. Bei dieser Art von Vitamin-E-Mangel leiden die Patienten unter einem Gen-Defekt. Er nennt sich Familial Isolated Vitamin E deficiency, FIVE, und kommt ausschließlich in seltenen Fällen vor. Der Prozess der Verstoffwechselung der Tocopherole in der Leber funktioniert eingeschränkt. Dadurch gelangt kein Vitamin E in die Blutbahn. Der Organismus verwertet die aufgenommenen Mengen des Vitamins nicht.

 

Welche Symptome treten bei dem Defizit auf?

 

Die ersten Anzeichen einer Mangel-Erscheinung stellen eine gestörte Verdauung sowie eine Konzentrations-Schwäche dar. Die Betroffenen zeigen sich anfälliger für verschiedene Infektionen. Über einen längeren Zeitraum baut der Körper Muskelmasse ab. Einem ausgeprägten Vitamin-E-Mangel folgen neurologische Fehlfunktionen sowie eine Blutarmut. Zu den neurologischen Störungen gehören ein starkes Zittern (Tremor) und eine eingeschränkte Bewegungs-Koordination (Ataxien). Das beeinträchtigt die Reflexe. In schweren Fällen kommt es zu einem Empfindungsverlust sowie zu einer Verlangsamung des Geistes (Retardierung). Zeigt sich die Netzhaut von dem Vitamin-E-Mangel betroffen, handelt es sich um eine Retinopathie.

 

Das Vitamin E existiert als Radikalfänger. Im Körper fängt es aggressive Stoffe ab, die beispielsweise die Auslöser von Alzheimer, Krebs oder einem Herzinfarkt darstellen. Fehlt das Vitamin, besteht für den Patienten das Risiko, an diesen Störungen zu erkranken. Die Reaktionszeit – der Zeitraum, bis ein Defizit auftritt – liegt bei einem Erwachsenen bei bis zu zehn Jahren. In der Regel verkürzt sich die Dauer bei Kindern. Sprechen die Mediziner von einem Vitamin-E-Mangel, befinden sich in einem Liter Blut weniger als fünf Milligramm Tocopherol.

 

Wie beheben Betroffene die Mangel-Erscheinung?

 

Bei einem Vitamin-E-Mangel nehmen die Patienten erhöhte Dosen des Tocopherols zu sich. Die Art der Therapie richtet sich nach der Schwere des Defizits und den auftretenden Merkmalen. Des Weiteren spielen die individuellen Risiko-Faktoren sowie die eigentliche Ursache der Mangel-Erscheinung eine tragende Rolle. Erkennen die Ärzte einen Vitamin-E-Mangel, verschreiben sie dem Betroffenen Vitamin-E-Kapseln. Im Regelfall enthalten diese Präparate die anti-oxidativen Vitamine A und C. Speziell die Tabletten mit einer hohen Dosierung beugen Erkrankungen der Gelenke, Arteriosklerose und Impotenz vor. Manche Patienten erleiden durch eine Überdosierung bestimmte Nebenwirkungen zu denen Übelkeit und Kopfschmerzen zählen.

 

Viele Mediziner empfehlen bei einem Vitamin-E-Mangel die Aufnahme von pflanzlichen Lebensmitteln, die über eine hohe Vitamin-E-Konzentration verfügen. Als vorbeugende Maßnahme erhält die gesunde Ernährung eine hohe Relevanz. Um dem Vitamin-E-Mangel entgegenzuwirken, nehmen die Interessierten die empfohlene Tageszufuhr zu sich. Die tägliche Dosis des Tocopherols befindet sich beispielsweise in 50 Gramm Mandeln oder 40 Millilitern Maiskeimöl. Ebenso enthalten 100 Gramm Cornflakes die nötigen Mengen an Vitamin E.

 

 

Zusammenfassung:

Bei einem Vitamin-E-Mangel handelt es sich um das Fehlen der fettlöslichen Tocopherole im Organismus. Die Gründe für eine Mangel-Erscheinung bestehen in einer Störung des Fettstoffwechsels. Die Patienten erhalten von ihrem Hausarzt Vitamin-E-Präparate oder stellen ihre Ernährung um.

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

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⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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