Wie Cola den Vitamin-D-Mangel verstärkt

Wirkung von Cola auf den Vitamin-D-Spiegel und Mangel

Vitamin D gehört zu den Vitaminen, die verschiedene Funktionen innerhalb des menschlichen Körpers übernehmen. Seine Wirksamkeit zeigt es erst und vor allem in Kombination mit anderen Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu gehören beispielsweise Kalzium und Phosphor. Der Genuss von Softdrinks wie Cola bei Vitamin-D-Mangel wirkt sich aufgrund des enthaltenen Koffeins und der Phosphate negativ auf die vom Vitamin D gesteuerten Körperfunktionen aus.

Begünstigt Cola den Vitamin-D-Mangel? © al62 - Fotolia.com

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Cola und Vitamin-D-Mangel – erhöht die Ausscheidung von Kalzium

Auf den in der Bevölkerung weit verbreitenden Vitamin-D-Mangel hat Cola einen fördernden Einfluss. Die Phosphate, die das Getränk in hoher Konzentration enthält, sorgen dafür, dass der Vitamin-D-Spiegel niedriger wird. Somit nimmt der Körper auch weniger Kalzium auf, da das Vitamin D als Unterstützung für die Aufnahme ausfällt. Gleichzeitig sorgt das Koffein in der Cola für eine erhöhte Ausscheidung von Kalzium. Kalzium besitzt wichtige Funktionen für die Stabilität der Knochen und Zähne, die Blutgerinnung und die Muskelfunktion. Ein Kalzium-Mangel durch den Cola-Genuss schränkt diese Funktionen ein.

 

Verschiedene Körperprozesse benötigen Vitamin D

Vitamin-D-Mangel durch Cola-Genuss wirkt sich auf die Funktion verschiedener weiterer Vitamine und Mineralstoffe aus. Vitamin D steuert die Aufnahme von Phosphor und Kalzium. Das Vitamin K2 transportiert und verwertet das aufgenommene Kalzium. Außerdem aktiviert es durch das Vitamin D gebildete Proteine.

Magnesium wandelt das Vitamin D in seine wirksame Form um. Vitamin A und Beta-Carotin steuern gemeinsam mit Vitamin D die Gene und regulieren sich gegenseitig. Zur Bildung von Vitamin-D-Rezeptoren ist Zink notwendig. Der Mineralstoff Boron ist ebenfalls am Mineralstoffwechsel in Zusammenhang mit Vitamin D beteiligt.

Relevant für die Auswirkungen von Cola auf den Vitamin-D-Haushalt sind Magnesium, Kalzium und Phosphor. Magnesium ist zuständig für alle Schritte, die zur Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form notwendig sind. Bei einem Magnesiummangel ist es dem Körper nicht möglich, das durch die Nahrung aufgenommene beziehungsweise mithilfe der Sonneneinstrahlung gebildete Vitamin D zu nutzen. Es verbleibt somit in einer inaktiven Form.

Kalzium benötigt der Körper zum Aufbau der Knochen und Muskeln, für die Zellteilung und Zellwand-Erhaltung, die Blutgerinnung, die Stabilität der Zähne, für die Aktivierung von Enzymen und Hormonen sowie für die Regulierung des pH-Wertes. Vitamin D sorgt zusammen mit den Hormonen Calcitonin und Parathormon für die Regulierung der Menge an Kalzium im Körper.

Auch Phosphor besitzt wichtige Funktionen für den Knochenaufbau und den Energiestoffwechsel. Ohne Vitamin D ist es nicht möglich, Phosphor über den Darm aufzunehmen. Ein Mangel an Phosphor kommt jedoch selten vor.

 

Auswirkungen von Cola und Vitamin-D-Mangel in Kombination

Zwei Inhaltsstoffe von Cola wirken sich schädigend auf den Vitamin-D-Haushalt aus. Es sind Koffein und Phosphate. Das enthaltene Koffein sorgt dafür, dass der Körper die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium vermehrt ausscheidet. Die Folge sind Kalzium- und Magnesium-Mangel.

Da Magnesium notwendig ist, um Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln, ist es dem Vitamin D nicht möglich, seine Wirksamkeit zu entfalten. Allerdings ist Vitamin D wiederum notwendig für die Regulation der Menge an Kalzium im menschlichen Körper. Große Mengen von Koffein gelten als problematisch. Es empfiehlt sich daher, weitgehend auf Cola, Kaffee und andere koffeinhaltige Lebensmittel zu verzichten. Nach der Verringerung des Konsums von Koffein normalisieren sich die Werte von Kalzium, Magnesium und Vitamin D in der Regel wieder.

Eine weitere Ursache für Vitamin-D-Mangel durch Cola sind die in dem Softdrink enthaltenen Phosphate. Phosphor stellt nach Calcium das am häufigsten im Körper vertretene Mineral dar. Vitamin D sorgt für die Aufnahme von Phosphor, während Phosphor gemeinsam mit Magnesium die Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form reguliert.

 

Ein einziges Glas Cola enthält 500 Milligramm Phosphor und deckt somit den Tagesbedarf des Minerals. Wer mehr als ein Glas Cola an einem Tag trinkt, führt dem Körper eine Überdosis Phosphor zu. Dieser hohe Gehalt von Phosphor im Blut regelt den Vitamin-D-Spiegel herunter, sodass es zum Vitamin-D-Mangel kommt. Außerdem stört Phosphor den Kalzium-Haushalt, was möglicherweise zu einer Verkalkung der Muskeln und Arterien führt. Der Verzicht auf einen übermäßigen Genuss von Cola ist aufgrund des erheblichen Gesundheitsrisikos ratsam.

 

⏱ Letzte Aktualisierung am von Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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