Zu wenig Sonnenlicht: Was tun?

Was passiert, wenn der Körper wenig Sonnenlicht erhält?

Arbeiten Sie in einem Büro und halten sich auch im Sommer in geschlossenen Räumen auf? In dem Fall trifft wenig Sonnenlicht auf Ihre Haut und die Eigensynthese des Vitamins D findet kaum statt. Um den täglichen Bedarf an Cholecalciferol zu decken, gehen die Patienten 20 bis 40 Minuten ins Freie.

Hierbei kommt es darauf an, dass die ultraviolette B-Strahlung des Sonnenlichts auf freie Hautstellen trifft. Fehlt Ihnen die Zeit, sich ein Sonnenbad zu gönnen, erhöhen Sie den körpereigenen Vitamin-D-Spiegel beispielsweise durch Calciol-Präparate.

Vitamin D im Sport

Vitamin D im Licht- Copyright: Langstrup Photography, Bigstockphoto

Alternative Vitamin-D-Quellen für den menschlichen Körper

Trifft wenig Sonnenlicht auf Ihre Haut, kommt es zu einer eingeschränkten Synthese des Cholecalciferols. Der Prozess findet in Deutschland ausschließlich von April bis Oktober statt. In der Winterzeit verhindert der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen die körpereigene Produktion des Vitamins D. Daher leiden zahlreiche Personen in der kalten Jahreszeit an einer tristen Stimmung. Das Phänomen bezeichnen die Mediziner als „Winterdepression“.

Fehlt dem menschlichen Körper Cholecalciferol, stellen sich auf die Dauer Mangelerscheinungen ein. Zu den charakteristischen Symptomen zählen:

  • Infektionsanfälligkeit,
  • brüchige Fingernägel und Haare,
  • schlechtes Hautbild,
  • Stimmungsschwankungen
  • und Schlafstörungen.

Bemerken die Betroffenen die typischen Anzeichen einer Unterversorgung mit Vitamin D, ergreifen sie besser zeitnah Gegenmaßnahmen. Halten Sie sich wenig im Sonnenlicht auf, schafft beispielsweise eine Vitamin-D-Lampe Abhilfe. Die Hersteller verkaufen die Modelle als Tageslichtlampen. Beim Kauf achten Sie darauf, eine Lichtquelle mit UV-B-Strahlung zu erwerben.

Sie gibt die wichtige ultraviolette B-Strahlung, welche die Vitamin-D-Synthese in Gang setzt, ab. Pro Tag verbringen Sie 20 bis 30 Minuten vor der Tageslichtleuchte, um den körpereigenen Calciol-Spiegel auf einem normalen Maß zu halten.

Vitamin D im Sport

Vitamin D im Licht – Copyright: Langstrup Photography, Bigstockphoto

Kennen Sie den Wert Ihres Vitamin-D-Spiegels nicht, suchen Sie beispielsweise Ihren Hausarzt auf. Anhand einer Blutprobe erkennt er, wie viel Cholecalciferol sich in Ihrem Blut befindet. Alternativ wählen die Patienten einen unkomplizierten Selbsttest aus dem Internet.

Durch den Kontakt mit wenig Sonnenlicht liegt der Wert unter Umständen unterhalb des Normbereichs. Dieser beträgt bei erwachsenen Personen 30 Nanogramm pro Milliliter Blut. In dem Fall bewährt es sich, eine Anfangstherapie zu beginnen. Hierbei stellt die Tageslichtlampe eine unterstützende Maßnahme zur körpereigenen Vitamin-D-Synthese dar. Das Solarium erweist sich nicht als empfehlenswerte Alternative zu dem Modell.

Oft strahlen die Sonnenbänke die ultraviolette A-Strahlung aus. Sie sorgt für einen schnellen Bräunungseffekt, nimmt auf die Produktion von Cholecalciferol aber keinen Einfluss. Um eine gute Versorgung mit Calciol zu gewährleisten, greifen Sie daher besser auf das natürliche Sonnenlicht oder qualitativ hochwertige Vitamin-D-Präparate zurück.

Helfen Supplemente bei zu wenig Sonnenlicht?

Leiden die Patienten unter einem Mangel an Vitamin D, empfehlen ihnen die Ärzte die Anfangstherapie. Mit hoch dosierten Calciol-Präparaten streben sie eine optimale Versorgung mit Cholecalciferol an. Sobald sie den Normwert erreichen, steht die Erhaltungstherapie im Fokus. Bemerken Sie eine leichte Unterversorgung mit dem Vitamin D, reichen in der Regel Nahrungsergänzungsmittel aus. Diese erhalten die Kunden in unterschiedlichen Ausführungen. Beispielsweise verkaufen die Händler Tropfen, Tabletten, Öle und Weichkapseln.

Die Supplemente unterscheiden sich zudem in ihrer Dosierung. Hochdosiertes Cholecalciferol lohnt sich bei einer Mangelerscheinung. Nehmen Sie es auf die Dauer ein, droht im schlimmsten Fall eine Vitamin-D-Vergiftung. Um trotz wenig Sonnenlicht von einem guten Calciol-Spiegel zu profitieren, nehmen Sie während der Sommerzeit 200 bis 1.000 Internationale Einheiten zu sich. Die exakte Menge hängt von dem gemessenen Vitamin-D-Spiegel und Ihrer Lebensweise ab. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, die Cholecalciferol-Konzentration im Blut mithilfe der Ernährung zu beeinflussen.

In Nahrungsmitteln wie Milchprodukten und Fettfischen existieren geringe Mengen des Calciols. Sie reichen nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Jedoch nehmen sie einen positiven Einfluss auf die körpereigene Vitamin-D-Versorgung. Entscheiden Sie sich zudem für Nahrungsergänzungsmittel, beträgt deren Dosierung im Winter zwischen 2.000 und 4.000 Internationale Einheiten. Bei einem niedrigen Calciol-Spiegel erhöhen Sie die Dosis auf 5.000 Internationale Einheiten. Für die flexible Dosierung eignen sich die Vitamin-D-Tropfen, die keine Zusatzstoffe enthalten. Den Vorteil teilen sie mit den Ölen und den Weichkapseln. In den Tabletten existieren unter Umständen Farb- und Geschmacksstoffe.

Praktische Tipps zum Sonnenbaden

Die natürlichste Vitamin-D-Quelle stellt das Sonnenlicht dar. Daher gönnen Sie sich mehrmals die Woche ein kurzes Sonnenbad. Kleidung und Sonnenschutzcreme beeinträchtigen die Calciol-Synthese. Aus dem Grund setzen Sie Ihre Haut ungeschützt dem Licht aus. Bereits ein Spaziergang mit luftiger Kleidung reicht aus, um den Cholecalciferol-Spiegel zu steigern. Füllen Sie während der Sommerzeit den Vitamin-D-Speicher im Körper, verhindern Sie negative Mangelerscheinungen im Winter. Dennoch lohnt es sich, in der kalten Jahreszeit zu hochwertigen Präparaten zu greifen.

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinredakteurin ist Sie mitwirkende Autorin im Vitamin-D-Mangel Ratgeber.

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